Pokal! Vol. IV

Kaum ist die alte Sai­son vor­bei, steht die neue schon vor der Tür. Zumin­dest kennt der VfB am Frei­tag schon den ers­ten Geg­ner der neu­en Sai­son. Wir stel­len Euch die mög­li­chen VfB-Kon­tra­hen­ten in der ers­ten Pokal­run­de vor.

Erneut sor­tie­ren wir die Ver­ei­ne nach Liga­hö­he.

2. Bundesliga

SpVgg. Greu­ther Fürth

Die Spiel­ver­ei­ni­gung aus Fürth schloss die 2. Bun­des­li­ga in Mai auf dem viert­letz­ten Platz ab und lan­det bei der Pokal-Aus­lo­sung somit im Ama­teu­re-Topf. Im Pokal traf der VfB erst ein­mal auf die Klee­blät­ter: Im Okto­ber 2009 schoß (aus­ge­rech­net!) Ex-VfB-Spie­ler Bernd Neh­rig die Für­ther zu einem 1:0 Heim­sieg im Ach­tel­fi­na­le. Auch das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen in der zwei­ten Liga ent­schied die Spiel­ver­ei­ni­gung für sich. Apro­pos Ex-Spie­ler: Soll­te der VfB der Spiel­ver­ei­ni­gung zuge­lost wer­den, käme es vor­aus­sicht­lich zu einem Wie­der­se­hen mit Mari­us Funk, Ste­phen Sama, Mar­co Cali­gi­uri und Rober­to Hil­bert. Viel­leicht legt ja Ben­ja­min Pavard dann noch ein­ma einen sol­chen Pass hin.

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Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 11 Sie­ge, 3 Unent­schie­den, 6 Nie­der­la­gen

FC Erz­ge­bir­ge Aue

Die Veil­chen rutsch­ten durch eine umstrit­te­ne Nie­der­la­ge in Darm­stadt am letz­ten Spiel­tag auf einen Rele­ga­ti­ons­platz, Chris­ti­an Tif­fert und sei­ne Kol­le­gen konn­ten sich in den Aus­schei­dungs­spie­len aber gegen einen gewis­sen Dritt­li­gis­ten durch Baden durch­set­zen und damit die Klas­se hal­ten. Gegen die Sach­sen spiel­te der VfB in sei­ner gesam­ten Ver­eins­ge­schich­te über­haupt erst zwei Mal, näm­lich in der 2. Bun­des­li­ga 2016/17. Das Hin­spiel im Erz­ge­bir­ge gewann der VfB 4:0, das Rück­spiel 3:0.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 2 Sie­ge

1. FC Mag­de­burg

Erst­mals qua­li­fi­ziert sich der Ver­ein aus Sach­sen-Anhalt nicht über den Ver­bands­po­kal, son­dern über die Liga für den DFB-Pokal: Die Mag­de­bur­ger sind Meis­ter der 3. Liga und spie­len zum ers­ten Mal seit der Wen­de zweit­klas­sig. Zu einem Duell der bei­den Lan­des­haupt­städ­te kam es dem­entspre­chend aller­dings noch nicht, auch nicht im Pokal. Der VfB II bestritt in sei­ner Abstiegs­sai­son zwei Spie­le gegen den FCM, eines ging ver­lo­ren, das ande­re endet Unent­schie­den. Auf jeden Fall ein inter­es­san­ter Geg­ner, bei dem mit Ger­rit Mül­ler auch ein ehe­ma­li­ger VfBler spielt.

SC Pader­born 07

Pader­born 2015. Jedem, der in den letz­ten Jah­ren mit dem VfB mit­ge­lit­ten hat, ist die­se Stadt und die­ses Jahr ein Begriff. Die Brust­ring­trä­ger sicher­ten sich im bis­her letz­ten von vier Duel­len den Klas­sen­er­halt, nur um ein Jahr spä­ter doch den Gang in die zwei­te Liga anzu­tre­ten. In die­ser fin­det sich jetzt auch der SC Pader­born wie­der, der den Absturz von der Erst- in die Dritt­klas­sig­keit damit wie­der auf­ge­fan­gen hat. Zwei­mal spiel­ten bei­de Ver­ei­ne auch im Pokal gegen­ein­an­der: 2002 gewann der VfB 4:1, 2007 mit 3:2.

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Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 3 Sie­ge, 1 Unent­schie­den

3. Liga

Ein­tracht Braun­schweig

Was ein Absturz. 2017 zog der BTSV noch im Auf­stiegs­ren­nen gegen den VfB und Erz­ri­va­len Han­no­ver 96 den Kür­ze­ren und schei­ter­te in der Rele­ga­ti­on gegen Volks­wa­gen, ein Jahr spä­ter steht der Ver­ein nach einer ver­hee­ren­den Sai­son in der Drit­ten Liga. Im Pokal tra­fen bei­de Ver­ein drei Mal auf­ein­an­der, jedes Mal behielt der VfB die Ober­hand. In der 3. Run­de Anfang 1980 tra­fen Ohli­cher, Förs­ter und Hade­wicz zu einem 3:2‑Auswärtssieg, in der ers­ten Run­de 1985 steu­er­te Karl All­gö­wer drei Tore zu einem ful­mi­nan­ten 6:3‑Heimsieg bei. Im Dezem­ber 2015 schos­sen Nie­der­mei­er, Wer­ner und Sun­jic die Brust­ring­trä­ger zu einem 3:2‑Sieg nach Ver­län­ge­rung.  Das letz­te Liga-Spiel gegen die Blau­gel­ben ging in der 2. Liga 1:1 aus.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 19 Sie­ge, 11 Unent­schie­den, 13 Nie­der­la­ge

1. FC Kai­sers­lau­tern

Der zwei­te bit­te­re Absturz der ver­gan­ge­nen Zweit­li­ga-Sai­son, auch wenn sich die­ser bereits abge­zeich­net hat­te: Der 1. FC Kai­sers­lau­tern ist nur noch dritt­klas­sig. Den FCK und den VfB ver­bin­det eine lan­ge gemein­sa­me Geschich­te, auch wenn man sich seit dem letz­ten Abs­tief der Pfäl­zer 2012 nur noch sel­ten gese­hen hat. Immer­hin drei­mal tra­fen die bei­den Ver­ei­ne in den letz­ten bei­den Jah­ren auf­ein­an­der. In der 2. Run­de der abge­lau­fe­nen Pokal­sai­son gewann der VfB mit 3:1 auf dem Bet­zen­berg, Gin­c­zek, Ako­lo und Terod­de tra­fen. Auch in der zwei­ten Liga ent­schie­den die Jungs im Brust­ring bei­de Spie­le für sich. Ins­ge­samt spiel­te der VfB acht Mal im Pokal gegen die Lau­te­rer. Der höchs­te Sieg gelang 1989 mit einem 4:0, die höchs­te Nie­der­la­ge war ein 2:6 1993. Fünf Mal gewann der VfB im Pokal, drei Mal der FCK. Die Pfäl­zer haben zur neu­en Sai­son übri­gens Chris­toph Hem­lein ver­pflich­tet, von 2011 bis 2013 beim VfB.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 46 Sie­ge, 18 Unent­schie­den, 33 Nie­der­la­gen

Karls­ru­her SC

Ach, die Badenser. 2016 froh­lock­ten sie noch über den Abstieg des VfB, zwei Jah­re spä­ter lie­gen immer noch zwei Spiel­klas­sen zwi­schen uns und dem ein­zig wah­ren Der­by­geg­ner. Denn die Auf­stiegs­re­le­ga­ti­on ver­lo­ren sie gegen Aue und fris­ten nun ein wei­te­res Jahr in der 3. Liga. Im Pokal traf man bis­her vier Mal auf­ein­an­der, zuletzt 1990. Aus die­sem Jahr datiert auch der ein­zi­ge Der­by-Pokal­sieg des VfB, die ande­ren drei Duel­le gin­gen ver­lo­ren, 1954 immer­hin gegen den spä­te­ren Titel­trä­ger. Zur Liga-Bilanz müs­sen wir wohl nicht mehr viel sagen: Bei­de Zweit­li­ga-Der­bys gewann der VfB. In der ers­ten Pokal­run­de könn­te es jetzt zu einem Wie­der­se­hen mit Tor­hü­ter Ben­ni Uphoff, Ver­tei­di­ger David Pisot und Mit­tel­feld­spie­ler Mar­vin Wanit­zek kom­men.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 32 Sie­ge, 11 Unent­schie­den, 14 Nie­der­la­gen

SV Wehen Wies­ba­den

Die Süd­hes­sen hat­ten in der 3. Liga das Nach­se­hen gegen­über dem KSC, qua­li­fi­zier­ten sich aber als Tabel­len­vier­ter den­noch für den DFB-Pokal. 2007 zog der SV Tau­nus­stein Wehen in die Lan­des­haupt­stadt nach Wies­ba­den und benann­te sich ent­spre­chend um. Gleich das ers­te Pflicht­spiel unter neu­em Namen bestritt man am Main­zer Bruch­weg gegen den amtie­ren­den Deut­schen Meis­ter. Der VfB setz­te sich damals nach zwei Toren von Rober­to Hil­bert mit 2:1 durch, genau­so wie 2011, als Bicak­cic und und Kuz­ma­no­vic für einen Erst­run­den­sieg des VfB sorg­ten. Ins­ge­samt 30 Duel­le gab es mit dem VfB II. Bei den Wies­ba­de­nern steht übri­gens Domi­nik Mar­ti­no­vic im Kader, der einst als gro­ßes Talent gel­tend vom VfB in den Nach­wuchs des FC Bay­ern wech­sel­te.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 2 Sie­ge

FC Han­sa Ros­tock

Der FC Han­sa wur­de Sechs­ter in der 3. Liga, ver­tei­dig­te aber den Meck­len­burg-Vor­pom­mern-Pokal gegen Meck­len­burg Schwe­rin und steht des­halb erneut in der ers­ten Pokal­run­de. Mit dabei: Pas­cal Brei­er, der in der Win­ter­pau­se vom VfB II kam. Drei Begeg­nun­gen gab es zwi­schen dem VfB und Han­sa im Pokal, alle drei gin­gen an die Ost­see, zuletzt 2005. Ins­ge­samt sieht die Bilanz etwas freund­li­cher aus. Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen gewann der VfB als damals noch amtie­ren­der Meis­ter mit 4:1 vor knapp zehn Jah­ren und mach­te damit die Nie­der­la­ge aus dem Hin­spiel wie­der wett.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 11 Sie­ge, 9 Unent­schie­den, 7 Nie­der­la­gen

FC Carl Zeiss Jena

Nach einem Jahr Abs­ti­nenz ist auch Jena, Sie­ger des Thü­rin­gen­po­kal 2018 gegen Wis­mut Gera, wie­der in der ers­ten DFB-Pokal-Run­de dabei. Zwei von drei Pokal­spie­len gegen die Jena­er gewann der VfB, unver­ges­sen ist lei­der auch das Aus­schei­den als amtie­ren­der Meis­ter im Jahr 2008, als die Cannstat­ter Kur­ve zwei Minu­ten vor Abpfiff der Ver­län­ge­rung schon den Sieg fei­er­te, bevor uns die Gäs­te einen Strich durch die Rech­nung mach­ten. Das 1:0 für Jena schoss damals übri­gens ein gewis­ser Tobi­as Wer­ner.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 2 Sie­ge, 1 Nie­der­la­ge

TSV 1860 Mün­chen

Die Sechz­ger sind ein Jahr nach dem sport­li­chen Super-GAU, dem Zwangs­ab­stieg in die Regio­nal­li­ga, zumin­dest wie­der dritt­klas­sig, denn sie setz­ten sich in den Rele­ga­ti­ons­spie­len gegen den 1. FC Saar­brü­cken durch. Als Meis­ter der Regio­nal­li­ga Bay­ern qua­li­fi­zie­ren sie sich zudem für den DFB-Pokal. Im Pokal spiel­te der VfB erst ein Mal gegen die Löwen, 2001 unter­lag man im Elf­me­ter­schie­ßen. 2016/17 traf man zum ers­ten Mal seit 2004 wie­der auf die blau­en Münch­ner. Das Hin­spiel gewann der VfB, das Rück­spiel ging Unent­schie­den aus. Bei 1860 steht der ehe­ma­li­ge VfB-Spie­ler Dani­el Bier­of­ka an der Sei­ten­li­nie.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 18 Sie­ge, 23 Unent­schie­den, 14 Nie­der­la­gen

FC Ener­gie Cott­bus

Auch Ener­gie kehr­te nach nur einem Jahr in der Viert­klas­sig­keit zurück auf Bun­des­ebe­ne. Der sou­ve­rä­ne Meis­ter der Regio­nal­li­ga Nord­ost stieg gegen Wei­che Flens­burg in den Rele­ga­ti­ons­spie­len auf und gewann zudem den Bran­den­burg-Pokal gegen Babels­berg — zum zwei­ten Mal in Fol­ge. Denn das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen mit dem VfB im Pokal fand vor knapp einem Jahr statt, als sich die Brust­ring­trä­ger erst im Elf­me­ter­schie­ßen durch­setz­ten und spä­ter FCE-Tor­wart Alex­an­der Mey­er ver­pflich­te­ten. Neben dem Pokal­fi­na­le 1997 ist natür­lich noch eine wei­te­re Begeg­nung gegen die Cott­bus­ser im kol­lek­ti­ven VfB-Gedächt­nis ver­an­kert.

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Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 9 Sie­ge, 4 Unent­schie­den, 1 Nie­der­la­ge

Regionalliga

1. FC Schwein­furt 05

Die Unter­fran­ken gewan­nen in die­ser Sai­son den Bay­ern­po­kal gegen die SpVgg. Bay­reuth und damit das Ticket für den DFB-Pokal. In der Regio­nal­li­ga Bay­ern wur­de man immer­hin hin­ter den Sechz­gern und den klei­nen Bay­ern Drit­ter. Das letz­te Pflicht­spiel gegen den VfB liegt lan­ge zurück, in der Zweit­li­ga-Sai­son 1975/76 traf man auf­ein­an­der, bei­des Mal gewann der VfB. In der Ober­li­ga Süd gab es in den 50er und 60er Jah­ren ins­ge­samt acht Begeg­nun­gen. Vor fünf Jah­ren trat der VfB zu einem Test­spiel im Wil­ly-Sachs-Sta­di­on an.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 7 Sie­ge, 2 Unent­schie­den, 1 Nie­der­la­ge

BFC Dyna­mo 

Auch Dyna­mo Ber­lin ver­tei­dig­te sei­nen Lan­des­po­kal und tritt erneut in der ers­ten Run­de des DFB-Pokals an. Der Rekord­meis­ter der DDR setz­te sich gegen den Ber­li­ner Sport­club durch und beleg­te in der Regio­nal­li­ga Nord­ost den vier­ten Platz. In der ers­ten Pokal­run­de 2013 traf man zum bis­her ein­zi­gen Mal auf den VfB, Vedad Ibi­se­vic mar­kier­te bei­de Tref­fer zum 2:0‑Auswärtssieg.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 1 Sieg

TSV Stein­bach

Der Regio­nal­li­gist aus dem west­hes­si­schen Hai­ger spiel­te 2007 noch in der Kreis­li­ga B, wur­de jedoch von einem regio­na­len Mäzen in der Zwi­schen­zweit bis in die Viert­klas­sig­keit gehievt. Durch einen Sieg im Ver­bands­po­kal gegen Hes­sen Kas­sel tritt man nun zum ers­ten Mal im DFB-Pokal an. In der Regio­nal­li­ga Süd­west traf der TSV in den ver­gan­ge­nen bei­den Spiel­zei­ten ins­ge­samt vier Mal auf den VfB II. Zumin­dest in dier Sai­son stand noch Ex-VfB-Spie­ler Simon Kra­nitz im Kader, schein­bar geht er zur nächs­ten Sai­son ablö­se­frei.

FC Vik­to­ria Köln

Die Vik­to­ria ent­stand 2011 aus dem insol­ven­ten SCB Preu­ßen Köln ist nach dem FC und der For­tu­na der drit­te Ver­ein in der Dom­stadt. Schei­ter­ten sie 2017 in der Rele­ga­ti­on zur drit­ten Liga, beleg­ten sie die­se Sai­son in der Regio­nal­li­ga West Platz 2 hin­ter dem KFC Uer­din­gen. Im Mit­tel­rhein-Pokal setz­ten sich die Köl­ner gegen Ale­man­nia Aachen durch. In der Ver­tei­di­gung aktiv: der ehe­ma­li­ge VfB II-Ver­tei­di­ger Stef­fen Lang. Gegen den VfB gab es bis­her kein Spiel. Trai­ner ist übri­gens Olaf Jan­ßen.

Rot-Weiß Ober­hau­sen

Mit RWO kehrt ein Tra­di­ti­ons­ver­ein zumin­dest im DFB-Pokal auf die gro­ße Fuß­ball­büh­ne zurück. Nach­dem der Nie­der­rhein-Pokal in den letz­ten Jah­ren zwi­schen Duis­burg und Essen hin- und her­ge­reicht wur­de, setz­ten sich die Ober­hau­se­ner in die­sem Jahr gegen RWE durch. In der Regio­nal­li­ga West sieht das Leben weni­ger rosig aus, hier reich­te es in der abge­lau­fe­nen Sai­son nur zu Platz 9. Der VfB traf zwei­mal im Pokal auf den Ver­ein mit dem Klee­blatt: 2004 set­ze man sich nach Toren von Cacau und Hleb mit 2:0 im Sta­di­on Nie­der­rhein durch, 1984 dreh­te der VfB einen 2:4‑Rückstand gegen dama­li­gen Zweit­li­gis­ten durch Tore von Clae­sen, Rei­chert und Bernd Förs­ter in ein 5:4.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 6 Sie­ge, 3 Unent­schie­den, 1 Nie­der­la­ge

SV Drochtersen/Assel

Droch­ter­sen liegt ziem­lich weit im Nor­den, näm­lich 50 km öst­lich von Cux­ha­ven, und beher­bergt den Nie­der­sach­sen-Pokal­sie­ger 2018: den SV Drochtersen/Assel. 1977 durch eine Fusi­on ent­stan­den beleg­te der SV in der Regio­nal­li­ga Nord den 12 Platz. Zu einem Auf­ein­an­der­tref­fen mit dem VfB kam es bis­lang noch nicht. Aber hey: sie haben immer­hin ein schmis­si­ges Lied.

SSV Jed­de­loh II

Seit der VfB damals sei­ne eige­ne zwei­te Mann­schaft im DFB-Pokal schlug, sind Zweit­ver­tre­tun­gen ja aus dem Wett­be­werb ver­bannt. Dar­an ändert auch die Teil­nah­me des SSV nicht, denn die römi­schen Zif­fern ste­hen nicht für eine zwei­te Mann­schaft, son­dern dafür dass es einen Ort namens Jed­de­loh I gibt. Dem­entspre­chend wird II bei Wiki­pe­dia auch nur als “Bau­ern­schaft” geführt. Wie schaf­fen es die­se Bau­ern also in den DFB-Pokal? Indem sie das Fina­le des Nie­der­sach­sen-Pokals gegen Drochtersen/Assel ver­lo­ren, was aber auf­grund der Grö­ße des nie­der­säch­si­schen Ver­bands trotz­dem für die ers­te DFB-Pokal­run­de reicht. Bis dort­hin sowie auf den 7. Platz der Regio­nal­li­ga Nord kamen sie natür­lich auch durch die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung eines loka­len Mäzens. Man erkennt so lang­sam einen Trend.

SV Elvers­berg

Die Saar­län­der aus Elvers­berg gehö­ren, sieht man von einem kur­zen und erfolg­lo­sen Aus­flug in die drit­te Liga, zum Inven­tar der Regio­nal­li­ga Süd­west. Dabei spie­len sie immer oben mit, ver­pass­ten jedoch zuletzt 2017 in der Rele­ga­ti­on gegen Unter­ha­ching den Auf­stieg. Im Saar­land-Pokal setz­ten sie sich gegen Fast-Dritt­li­gis­ten 1. FC Saar­brü­cken durch. Wäh­rend man noch nie gegen die Pro­fis des VfB spiel­te, traf man in 20 Spie­len auf die zwei­te Mann­schaft zuletzt in der abge­lau­fe­nen Sai­son. Im Tor steht übri­gens Frank Leh­mann, der aus dem VfB-Nach­wuchs kommt.

SC Wei­che Flens­burg

Flens­burg gilt gemein­hin nicht unbe­dingt als Fuß­ball­stadt. Die Aus­nah­me macht der SC Wei­che, der als Meis­ter der Regio­nal­li­ga Nord in der Rele­ga­ti­on zur 3. Liga an Ener­gie Cott­bus schei­ter­te und mit einem 3:0 gegen den Husu­mer SV den Schles­wig-Hol­stein-Pokal gewann. Wei­che ist übri­gens ein Stadt­teil von Flens­burg.  Bis­her kei­ne Berüh­rungs­punk­te mit dem VfB.

Worma­tia Worms

Nicht ganz so weit wie nach Flens­burg hät­te der VfB zur Worma­tia nach Worms. Es wäre nach 1965 und 1982 das drit­te Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Ver­ei­ne, die bis­her nur im Pokal gegen­ein­an­der spiel­ten, sieht man von den Begeg­nun­gen des VfB II ab. Bei­de bis­he­ri­gen Begeg­nun­gen gewann der VfB. Die Worma­tia gewann den Süd­west-Pokal gegen Wald­al­ges­heim und beleg­te in der Regio­nal­li­ga Süd­west den 13. Platz.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 2 Sie­ge

SV Röding­hau­sen

Röding­hau­sen, im Osten Nord­rhein-West­fa­len an der Gren­ze zu Nie­der­sach­sen gele­gen, setz­te sich erst am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in einem Ent­schei­dungs­spiel gegen den SV Lipp­stadt durch. Ähn­lich wie in Nie­der­sach­sen gibt im Lan­des­ver­band West­fa­len ver­schie­de­ne Wege, sich für den DFB-Pokal zu qua­li­fi­zie­ren. Neben dem Ver­bands­po­kal eben in einem Spiel zwi­schen der bes­ten west­fä­li­schen Mann­schaft in der Regio­nal­li­ga West und dem Meis­ter der Ober­li­ga West­fa­len. Auch die­ser Ver­ein spiel­te vor nicht all­zu lan­ger Zeit, zehn Jah­re um genau zu sein, noch in der Kreis­li­ga. Jetzt sind sie 5. der Regio­nal­li­ga West und ihr könnt Euch vor­stel­len, wie das zustan­de kam.

SSV Ulm 1846

Der SSV hin­ge­gen stand etwa zum glei­chen Zeit­punkt noch in der Bun­des­li­ga und fin­det sich aktu­ell nach einem Absturz bis in die Ver­bands­li­ga wie­der in der viert­höchs­ten Spiel­klas­se wie­der. Nach einem Sieg gegen Ils­ho­fen im Gazi-Sta­di­on ste­hen sie zudem wie­der im DFB-Pokal. Trotz der räum­li­chen Nähe hält sich die Zahl der Par­tien gegen den VfB in Gren­zen. Zwei Spie­le betritt man im Pokal gegen die Lan­des­haupt­stadt, ver­lor aber bei­de: 1997 gegen den Titel­ver­tei­di­ger nach Toren von Akpo­bo­rie, Bobic und Bala­kov, 1994 durch ein Tor von Dun­ga. Vor die­ser Sai­son wech­sel­te VfB-Nach­wuchs-Tor­hü­ter Jero­me Weis­heit zum Jugend­ver­ein von Erik Thom­my.

Gesamt­bi­lanz aus VfB-Sicht: 5 Sie­ge, 1 Unent­schie­den, 2 Nie­der­la­gen

Oberliga

1. CfR Pforz­heim

Die Pforz­hei­mer ver­lo­ren zwar das Fina­le um den Badenser-Pokal gegen den KSC im Elf­me­ter­schie­ßen (!) rück­ten aber trotz­dem in den DFB-Pokal, da der Geg­ner bereits qua­li­fi­ziert war. Der Club für Rasen­spie­le ging 2007 aus dem 1. FC und dem VfR Pforz­heim her­vor und wur­de zuletzt 13. der Ober­li­ga Baden-Würt­tem­berg. Vom VfB II wech­selt zur kom­men­den Sai­son Ver­tei­di­ger Toni Sud­doth nach Baden. Vor­gän­ger­ver­ein VfR bestritt 1994/1995 zwei Spie­le gegen die zwei­te Mann­schaft des VfB.

BSC Hastedt

Wer? Wenn man den Namen eines mög­li­chen DFB-Pokal­geg­ners wirk­lich noch nie gehört hat, ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass es sich um den Sie­ger des Bre­men-Pokals han­delt. So auch in die­sem Fall. 2008 aus einer Fusi­on ent­stan­den, spielt man nach zwei Meis­ter­schaf­ten in Fol­ge in der Ober­li­ga Bre­men und wur­de dort Drit­ter.

TuS Das­sen­dorf

Auch der Ver­tre­ter des ande­ren nord­deut­schen Stadt­staats ist eher unbe­kannt. Das­sen­dorf liegt eigent­lich im schles­wig-hol­stei­ni­schen Kreis Her­zog­tum Lau­en­burg, tritt aber den­noch in der Ober­li­ga Ham­burg an und setz­te sich im Ver­bands­po­kal­fi­na­le gegen den Nien­dor­fer TSV durch.  In der Ober­li­ga Ham­burg wur­den sie zwar zum mitt­ler­wei­le fünf­ten Mal in Fol­ge Meis­ter, ver­zich­te­ten aber bis­her immer auf eine Teil­nah­me an der Auf­stiegs­run­de zur Regio­nal­li­ga.

Rot-Weiß Koblenz

Auch ein Koblen­zer Ver­ein ist die­ses Jahr wie­der im Pokal ver­tre­ten, aber es ist über­ra­schen­der­wei­se nicht die TuS, son­dern die viel weni­ger bekann­ten Rot-Wei­ßen, die sich Fina­le des Ver­bands­po­kal gegen eben­je­ne klas­sen­hö­he­re TuS durch­setz­ten. Der Tabel­len­sieb­te der Ober­li­ga Rhein­land-Pfal­z/­Saar spielt damit zum ers­ten Mal im DFB-Pokal.

BSG Che­mie Leip­zig

Wohl der Fünft­li­gist mit der beweg­tes­ten Geschich­te in die­ser Pokal­sai­son. 1997 von Fans des FC Sach­sen Leip­zig gegrün­det, sieht man sich heu­te als legi­ti­mer Nach­fol­ger des DDR-Ver­eins glei­chen Namens. Der wur­de immer­hin zwei Mal Ober­li­ga-Meis­ter, beim zwei­ten Mal unter außer­ge­wöhn­li­chen Umstän­den als “Rest von Leip­zig”. Die Geschich­te dahin­ter kön­nen ande­re bes­ser erzäh­len als wir. In der Gegen­wart ist man gera­de als Tabel­len­sech­zehn­ter aus der Regio­nal­li­ga Nord­ost in die Ober­li­ga Nord­ost-Süd abge­stie­gen, gewann aber den Sach­sen­po­kal.

1. FC Lok Stend­al

Auch Lok Stend­al hat eine DDR-Ver­gan­gen­heit. Der Sie­ger Fina­list des Sach­sen-Anhalt-Pokals 2018 (Pokal­sie­ger Mag­de­burg war bereits über die Liga qua­li­fi­ziert, s.o.) spiel­te jedoch seit 1968 bis zur Wen­de nur noch zweit- und dritt­klas­sig. In der abge­lau­fe­nen Sai­son gelang gera­de so der Klas­sen­er­halt in der Ober­li­ga Nord­ost-Süd.

TuS Ernd­te­brück

Der Ver­ein aus dem Land­kreis Sie­gen-Witt­gen­stein tritt im zwei­ten Jahr in Fol­ge im DFB-Pokal an. Aus der Regio­nal­li­ga West stie­gen sie als Auf­stei­ger direkt wie­der ab. Im West­fa­len­po­kal-Fina­le unter­lag man Pader­born, rück­te aber nach, da die­se bereits über die 3. Liga qua­li­fi­ziert waren.

Verbandsliga

SV Linx

Der klas­sen­tiefs­te Teil­neh­mer kommt in die­ser Sai­son aus Süd­ba­den, genau­er gesagt von der deutsch-fran­zö­si­schen Gren­ze in der Nähe von Straß­burg. In der Ver­bands­li­ga Süd­ba­den erreich­ten sie den 6. Platz und gewan­nen über­ra­schend den Ver­bands­po­kal gegen Vil­lin­gen.

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