Von Wahrscheinlichkeiten und Glücksspiel: Eine Zwischenbilanz

Ein Drittel der Bundesliga-Saison 2021/2022 des VfB ist absolviert – Zeit für eine Zwischenbilanz, auf sportlicher, aber vor allem auf emotionaler Ebene.

Lasst mich mit einem Zitat einsteigen:

Das war eine Replik zu meinem Rückblick auf das Bielefeld-Spiel, die im weiteren Verlauf der Diskussion zum Glück differenzierter wurde. Was auch daran liegt, dass ich über mehrere Tweets hinweg versucht habe, meine Haltung zur aktuellen sportlichen Situation darzulegen. Denn Schönreden will ich beim VfB nichts. Habe ich auch in der Vergangenheit selten getan. Wenn ich selbst bei Reschke und Korkut nicht sofort auf alles draufgehauen habe, dann vielleicht aus der Hoffnung heraus, dass ich mich mit meinem in über 20 Jahren geformten VfB-Fan-Fußballwissen doch einfach mal irre. Schönreden ist das, was uns unter anderem zu zwei Abstiegen geführt hat. Die Saison 2012/2013 redete man sich mit dem Pokalfinale schön und jede folgende damit, dass man ja eigentlich für einen Abstieg viel zu gut besetzt sei. Am fatalsten vielleicht im Sommer 2018, als man sich nach einem 4:1 gegen München und Platz 7 ziemlich sicher war, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Auch ich war da sehr optimistisch. Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Sportvorstand einen Kader komplett am Trainer vorbei plant.

Also, blindes Vertrauen, “lasst die mal machen”, will beim VfB eigentlich keiner mehr. Zu groß die Angst vor dem dritten Absturz in sechs Jahren, den sportlichen, aber auch den wirtschaftlichen Folgen. Ich glaube wirklich, dass es vor allem Angst und nicht schlechte Laune oder ein genetisch veranlagter Hang zum Bruddeln ist, der vielen VfB-Fans in dieser Länderspielpause den Schweiß auf die Stirn treibt, wenn sie daran denken, dass nächste Woche schon wieder ein Spiel ist. Angst auch davor, dass sich die Geschichte wiederholt: Sind wir nicht 2017/2018 auch in der Rückrunde durch die Liga gestürmt, so wie in der vergangenen Saison und kam nicht auch dann das böse Erwachen? Hatten wir nicht damals auch ein Mentalitätsproblem? Und ist das “Diamantenauge” nicht wirklich einfach nur ein Wiedergänger des “Perlentauchers”, ein Mann für die zweite Reihe, ein Träumer, der mit seinem Jugendwahn den Klassenerhalt aufs Spiel setzt, den Erfolg des Vereins? Die Parallelen erscheinen frappierend.

Der Weg zum Erfolg 

Klar ist: Wir wollen, dass der VfB erfolgreich ist. Aktuell bedeutet Erfolg, wie eben schon angedeutet, Klassenerhalt. Und ich unterstelle mal, dass auch diejenigen, die in der Vergangenheit in verantwortlichen Positionen beim VfB waren, größtenteils den Erfolg des Vereins wollten. Mitunter standen ihnen die Strukturen und Rahmenbedingungen im Weg, meistens aber sie selber. Wolfgang Dietrich beispielsweise, der das Versprechen auf Erfolg zum Kern seiner Ausgliederungskampagne erhob. “Ja zum Erfolg”, der mit 40 Daimler-Millionen erkauft oder vielmehr angeschoben werden sollte und den VfB im kommenden Sommer, so Dietrichs Vision, in die Champions League führen würde. Ein geplanter Erfolg also, ein Vorhaben das nicht allein deshalb krachend scheiterte, weil wir mit 10 Punkten aktuell von der zufälligen Erfüllung der Zielvorgabe meilenweit entfernt sind. Der Plan, mit dem man diesen Erfolg erreichen wollte, war von Anfang an mehr Schein als Sein.

Das ging schon los mit der irrigen Vorstellung, man könne sich mit einer solchen Anschubfinanzierung, die nicht mal durchgängig in den Kader floss, in kürzester Zeit oben etablieren. Zwischen Vereinen, die sich für 40 Millionen ein bis zwei neue Spieler und keinen ganzen Kader verpflichten und jenen Konstrukten, die im Linke-Tasche-Rechte-Tasche-Prinzip jede Saison eine Anschubfinanzierun erhalten, und wenn die nur daraus besteht, dass man wegen eines horrenden Transferminus keine Insolvenz anmelden muss. Um das zu schaffen, hätte man regelmäßig am einzigen lukrativen europäischen Wettbewerb teilnehmen müssen. Nicht unmöglich, aber äußerst unwahrscheinlich. Stattdessen verbrannte man das Geld mit einem Kader, der an und für sich entgegen der oberflächlichen Betrachtung vieler Beobachter nicht so schlecht war – in der letzten Saison hätte kaum jemand auf Kempf, Castro, Sosa und Gonzalez verzichten wollen – für den Tayfun Korkut in seinem Versuch, den Lauf aus der Vorsaison einfach weiterlaufen zu lassen, keine rechte Verwendung hatte. Der Weg zum Erfolg war eine Mischung aus Großkotzigkeit – die Verpflichtung Reschkes in der Hoffnung, er bringe ein wenig Bayern-Glanz mit oder vollmündige Ankündigungen zu kurz- und langfristigen sportlichen Zielen – und Dilettantismus –  vom sich stetig drehenden Trainerkarussel über innenpolitisch motivierte Personalpolitik hin zu der katastrophalsten Saison der VfB-Bundesliga-Geschichte. Die Angst, die viele Fans und Mitglieder vor der Ausgliederung hatten, bestätigte sich: Man hatte sein Vertrauen in ein Pferd gesetzt, das den Jockey alle paar Meter abwirft und am Ende als letztes ins Ziel stolpert.

What are the odds? 

Halten wir also eine Binsenweisheit fest: Erfolg ist nicht planbar. Weder durch Fredi Bobic, noch durch Robin Dutt, Jan Schindelmeiser oder Michael Reschke. Und auch nicht durch Sven Mislintat, darin würde er mir wohl zustimmen. Man kann lediglich die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg erhöhen. Und am Ende ist es doch ein wenig Glücksspiel, auch wenn unser Sportdirektor mir in diesem Punkt wohl widersprechen würde. Denn mit Sicherheit gaben seine Daten her, dass Sasa Kalajdzic und Silas für ein paar Tore gut sind, mit ein bisschen Anlauf auch auf Bundesliga-Niveau. Dass Wataru Endo einer der besten Sechser seit Jahren werden könnte. Aber wenn der von dir verpflichtete Trainer quasi dazu gezwungen werden muss, Endo aufzustellen und wenn es Deinen Stürmern das Kreuzband reißt, dann kannst Du die Jungs noch so gut gescoutet haben: Kurzfristig hast Du ein schlechtes Blatt auf der Hand. Aber ist so etwas vorhersehbar, abwendbar, kann man für Misserfolge vorplanen?

Im Falle von Tim Walter sicherlich, wie dieser Transfer intern abgelaufen ist, ist mir immer noch schleierhaft. Aber ansonsten musst du vor allem mit Wahrscheinlichkeiten und Worst-Case-Szenarien arbeiten: Wenn das passiert, wie kann ich darauf reagieren und wie wahrscheinlich ist es, dass das passiert? Davor war auch Michael Reschke nicht gefeit. Dass Gonzalo Castro, den er sicherlich auch aus alter Verbundenheit verpflichtete, in seinen ersten 1,5 Jahren beim VfB ein absoluter Fehleinkauf sein würde, der weit unter seinen Möglichkeiten spielte, war meiner Meinung nicht absehbar. Dass ein Pablo Maffeo, den man statt mit Abstiegskampf scheinbar mit hochtrabenden Saisonzielen und Connections nach Manchester zum VfB gelockt hat, Probleme haben würde, schon eher. Oder um ein aktuelles Beispiel zu nehmen: Ist es wahrscheinlicher, dass Castro an seine einzige richtig gute Saison beim VfB anknüpfen kann oder ist es wahrscheinlicher, dass Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly den entscheidenden Schritt in ihrer Entwicklung machen, der sie von Einwechselspielern zu Stammkräften werden lässt?

Wetten dass? 

Beim VfB bewertet man die Wahrscheinlichkeit für das zweite Szenario als größer. Das ist natürlich auch einem Systemwechsel geschuldet: Der VfB verpflichtet junge Spieler mit Potenzial (ich weiß nicht mehr, wie häufig ich das von meinen Gesprächspartnern gehört habe, wenn ich sie über unsere Neuzugänge ausgefragt habe), die beim VfB zu jenen Spielern reifen sollen, die der Verein entweder teuer weiterverkaufen kann oder die uns auf dem Platz helfen. Mit diesem Konzept in der Bundesliga bestehen zu wollen ist natürlich in jeder Saison ein Gamble, eine Wette: Entwickeln sich genügend talentierte Spieler so weiter, das aus Talent Qualität und damit Erfolg wird? Im Falle von Silas, der in der zweiten Liga häufig durch Hektik auffiel und seine Zielstrebigkeit erst nach dem Aufstieg fand, traf das zu. Auch auf Orel Mangala und Borna Sosa, die wenn auch keine 18 mehr, beim VfB zu Leistungsträgern wurden. Hinzu kam, dass die Mannschaft vor allem in der Hinrunde der vergangenen Saison von Verletzungen weitestgehend verschont blieb und so eingespielt und euphorisch wie sie war selbst den BVB mit 5:1 an die Wand nagelte.

Womit wir wieder bei der aktuellen Situation sind. Derzeit wird gerne die VfB-Startelf jenes Spiels herausgekramt und darauf verwiesen, dass die meisten der Spieler in dieser Elf auch aktuell zur Verfügung stünden, aber nicht mal in der Lage seien, Augsburg und Bielefeld zu schlagen. Das ist natürlich ausgemachter Quatsch, die auch von einer Überhöhung dieses 5:1 herrührt. Denn natürlich landete der VfB nicht wegen dieses 5:1 auf einem respektablen neunten Platz in der Endabrechnung, sondern weil er sich in unzählige Spiele zurückkämpfte, in denen es nicht so blendend aussah. Weil er sich in solchen Spielen darauf verlassen konnte, dass Kalajdzic seine Birne irgendwie an Sosas Flanke bringen würde oder Silas oder Gonzalez einen blendenden Einfall hatten. Und weil die Mannschaft eingespielt war. Alles Faktoren, die man nicht planen, aber zumindest beeinflussen kann.

Nicht seriös zu bewerten

In der aktuelen Situation stehen die Karten eher schlecht: Erst zwei Mal stellte Pellegrino Matarazzo die gleiche Startelf auf, wie Timo im letzten Podcast herausgefunden hat. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Chris Führich ein Ersatz für Nico Gonzalez sein kann und nicht wie Philipp Klement, der ebenfalls mit guten Statistiken und wenig Erstliga-Erfahrung aus Paderborn nach Stuttgart wechselte, meist auf der Bank landet? Wissen wir aktuell noch nicht, denn Führich war, durch Fremdeinwirkung, in seiner bisherigen Zeit beim VfB mehr verletzt als fit. Geht das gut, Castros Vertrag nicht zu verlängern und seine Verantwortung als Führungsspieler auf mehrere Schultern zu verlagern? Könnte ich aktuell nicht mit Gewissheit sagen, denn ich wüsste nicht mal, wessen Schultern das angesichts ständig wechselnden Personals sein könnten. Reicht es, einen Ersatzspieler und Zweitliga-Leistungsträger aus Wolfsburg auszuleihen und daneben auf die mittelfristige Hilfe eines 18jährigen Talents zu setzen, um die Zeit zu überbrücken, bis die etatmäßigen Stürmer wieder fit sind, anstatt mit dem wenig verfügbaren Geld jemanden zu verpflichten, der dir safe ein paar Buden macht, aber schon auf die 30 zugeht und dementsprechend lange unter Vertrag steht? Und wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Spieler mit viel Erfahrung und wenig Potenzial auch wirklich liefert?

Worauf ich hinauswill: Ob Sven Mislintat und Pellegrino Matarazzo mit ihren Personalentscheidungen zu sehr ins Risiko gegangen sind und ihre Geld auf die falsche Zahl gesetzt haben, lässt sich aktuell überhaupt nicht seriös bewerten. Denn mit jeder Verletzung und jedem positiven Corona-Test sinkt natürlich die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Und eine solche Häufung an Ausfällen, auch von Leistungsträgern, kann man nicht vorhersehen. Ja, der Ansatz des VfB ist mit einem gewissen Risiko behaftet. Aber mit einem Risiko, dass die sportlich Verantwortlichen meiner Ansicht nach einkalkuliert haben und bei dem sie die Chancen auf Erfolg – unter normalen Umständen – höher bewerten als das Risiko des Misserfolgs. Natürlich schützt sie das nicht vor Misserfolg – einen Vorwurf kann man ihnen daraus meiner Meinung nach aber nicht machen. 

Wie erwartet*

Leider sehen das scheinbar nicht alle so:

Ja, ich weiß, nur eine Einzelmeinung, wahrscheinlich nicht ernstgemeint. Man wird sie aber in den kommenden Wochen im schlimmsten Fall häufiger lesen. Einer muss ja schuld sein. Entweder der Trainer, der Kaderplaner, die medizinische Abteilung oder aktuell der Athletiktrainer. Es wird wieder Leute geben, die bereit sind, eine mittel- bis langfristige sportliche Konzeption in kürzester Zeit über den Haufen zu werfen. Natürlich, das habe ich schon an anderer Stelle betont: Der VfB muss sich vor allem im sportlichen Bereich Strukturen schaffen, die grundsätzlich unabhängig sind von Personen. Aber im Speziellen hängt es dann doch mitunter am diesen Personen, vor allem jetzt, wo der Verein noch alles andere als gefestigt ist. Und sicherlich wäre es blauäugig, aus dem Turnaround, der zum Aufstieg führte, direkt abzuleiten, dass es wieder genauso gelingt. Aber wer in der aktuellen Situation meint, die Arbeit von Pellegrino Matarazzo in der schweren zweiten Saison nach einer euphorischen Aufstiegssaison bewerten zu können, ist mehr als nur unseriös, es grenzt an Populismus. Er trägt Mislintats Philosophie mit, indem er beispielsweise nicht den letzte Saison noch in einem Bundesliga-Kader stehenden Sven Schipplock hochzieht, sondern den jungen und für die erste Mannschaft vorgesehenen Stürmern den Vortritt lässt, auf dass sie an dieser Situation reifen.

Und damit endlich zum sportlichen Zwischenfazit, dass man nicht ohne ein Sternchen ziehen kann. Denn ob sich die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison weiterentwickelt hat oder nicht, das lässt sich nur schwer seriös beantworten. Die Anzahl der Gegenore ist weiterhin ein Thema und damit auch die Qualität der Abwehrarbeit, aber eben auch wegen der Personalwechsel und weil vorne niemand in der Lage ist, die Tordifferenz wieder auszugleichen. Es gab ein, zwei Spiele, darunter das 0:0 gegen Aufsteiger Bochum, bei denen man das Gefühl hatte, die Mannschaft habe die Realität des Abstiegskampfes, dem man sich letzte Saison rechtzeitig entzog, noch nicht begriffen. Auch gegen Bielefeld wurde man das Gefühl nicht los, die Mannschaft versuche Abläufe der letzten Saison zu limitieren, die aber wegen fehlender Eingespieltheit und der Qualität des zur Verfügung stehenden Personals so nicht reproduziert werden können – Thema Hackenpass, Thema kein Zielspieler für Sosas Flanken. Überperformt hat die Mannschaft, anders als letzte Saison, bisher jedoch noch nicht. Die Punkte gegen Fürth waren wichtig, angesichts deren bisher an den Tag gelegten Erstligauntauglichkeit aber auch alternativlos. Der Rest war mehr oder minder erwartbar: Gegen Leipzig und Leverkusen chancenlos, gegen unter normalen Umständen bezwingbare Gegner wie Frankfurt und Union mit dem späten Lohn für die richtige Einstellung. Aber man konnte eben der Überraschungsmannschaft aus Freiburg kein Bein stellen und lernte im Pokal gegen Köln, dass der Gegner den Unterschiedsspieler hat der uns so dringend fehlt.

Gegen Reflexe

Nun hilft das Gejammer nichts: Mannschaft und Trainer müssen für die Situation Lösungen finden, anders als gegen Bielefeld, als nichts, aber auch gar nichts was man sich vorgenommen hatte zu funktionieren schien. Die restlichen sechs Spiele in der Hinrunde sind allesamt eklig: Gegen sportlich meilenweit entfernte Bayern und Dortmunder und mit Mainz, Köln sowie mit Abstrichen Hertha und Wolfsburg Mannschaften, die wir letzte Saison an einem guten Tag schlagen konnten, ob in dieser Saison ein guter Tag reicht, ist ungewiss. All das erhöht den Druck auf die Leistung in der Rückrunde. Je weniger Punkte man bis Weihnachten holt, desto mehr muss die Mannschaft neuen Jahr überperformen. Zehn Punkte unter dem Weihnachtsbaum wären eine mittlere Katastrophe.

Es kann jetzt nur darum gehen, daß eigene Selbstvertrauen zu stärken und sich nach zwei Nackenschlägen zurück in diesen Abstiegskampf zu beißen. Die Mannschaft scheint intakt, braucht aber dringend einen Moral-Booster (pun intended!) um nicht in eine Mentalitätsspirale zu  kommen. Mehr Zielstrebigkeit, mehr Resilient, so einfach das gesagt ist – anders werden wir nicht durch den Rest der Hinserie kommen. Was mich zuversichtlich stimmt: Intern hat jeder mit diesem schweren Jahr gerechnet, zumindest in den Führungspositionen, wenn auch nicht unter diesen Umständen. Ob der grundsätzlich lobenswerte sportliche Ansatz, der über ein großes Identifikationspotenzial verfügt, auch im zweiten Jahr bundesligatauglich ist: Das müssen wir weiterhin genau beobachten und kritisch hinterfragen. Aber bitte auf Grundlage belastbarer Erkenntnisse und nicht mit den abgedroschenen Reflexen des Fußballgeschäfts, die in der Vergangenheit eher ein Schuss ins Knie als ein Volltreffer waren. Ich zumindest schätze die Wahrscheinlichkeit, dass sich Vertrauen auszahlt immer noch höher ein, als das Risiko, damit erneut blind ins Verderben zu rennen.

Titelbild: © Alex Grimm/Getty Images 

1 Gedanke zu „Von Wahrscheinlichkeiten und Glücksspiel: Eine Zwischenbilanz“

  1. Ja, was bisher überwiegt ist leider die Enttäuschung darüber dass es kein „Weiter so“ gibt wie in der Vorsaison als sich alle oft in einen wahren „Rausch“ gespielt haben und es fast von alleine lief. Das abgedroschene Sprichwort „im Erfolg begeht man die meisten Fehler“ hat aus meiner Sicht wieder zugeschlagen, trotz aller Widrigkeiten wie Corona, Verletzungspech etc.
    Aber genau das erwartet man doch von den Protagonisten, auch mal einen Plan-B zur Hand zu haben und nicht immer ins offene Verderben zu rennen und starr auf seine Positionen zu beharren und nachher doch wieder alles schön zu reden. Viel zu spät hat der Trainer auf die scheinbar „nie versiegende“ eigene Nachwuchs-Quelle zurückgegriffen, den Schwung vom ersten Auftritt eines „Polsters“ aus dem Barcelona-Spiel nicht genutzt und keine Überraschung aus dem Hut gezaubert bei den regelmäßigen fragwürdigen Aufstellungen. Das höchste Gut ist und bleibt bei Misslintat die „Spielminuten“. Ein Klimowitz z.B., der unbestritten viel Potential besitzt wird wieder und wieder aufgeboten und bekommt seine Spielminuten im 2. Jahr die im scheinbar immer wieder zustehen, warum auch immer. Mir fehlt der Glaube dass es je wieder ein „Spieler aus dem eigenen Stall“ nach oben schafft, aber genau dass wollen die Fans doch sehen. Bestes Beispiel ist doch wieder der Fall „Bätzner“, bei uns als zu leicht befunden, und er wollte doch nur bei den Profi‘s mittrainieren. Die A-Jugend auf Meister-und Pokalsieg-Kurs, und keine interessiert es. Die anderen Vereine machen es doch alle vor, Gladbach, Hertha, Köln, Leverkusen etc. , alle lassen ihre Jugend auflaufen, nur wir kaufen immer auswärts ein, die Namen könnte ich jetzt alle aufzählen. Mittlerweile macht es wirklich keinen Spaß mehr sich das jedes Wochenende anzuschauen, und so geht es vermutlich nicht nur mir…

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