Der Vereinsbeirat-KandidatInnen-Check: Mitglieder und Fans

Er war eines der ent­schei­den­den Gre­mi­en des VfB in die­sem Jahr und wird bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung am Sonn­tag auch neu besetzt: Der Ver­eins­bei­rat. Wir stel­len Euch die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten vor.

Es gehört zu den Kol­la­te­ral­schä­den der Pan­de­mie, dass der 18. Juli zum VfB-Super­wahl­sonn­tag wird. Nicht nur Prä­si­dent und Prä­si­di­um wer­den neu gewählt, es kan­di­die­ren zudem auch 18 Men­schen für neun Pos­ten im Ver­eins­bei­rat. Wel­che Wich­tig­keit die­ses Gre­mi­um und des­sen Zusam­men­set­zung hat, konn­ten wir in der ers­ten Jah­res­hälf­te erfah­ren, über die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten weiß man bis­her aller­dings, abge­se­hen von Vor­stel­lungs­vi­de­os auf der VfB-Web­sei­te und deren Inter­ak­tio­nen in den sozia­len Medi­en, rela­tiv wenig. Wir haben des­halb gemein­sam mit den Blog­ger­kol­le­gen vom Ver­ti­kal­pass und von Brustring1893 einen Fra­ge­bo­gen an alle Kan­di­da­tIn­nen geschickt. Hier auf Rund um den Brust­ring stel­len wir Euch die­je­ni­gen vor, die in der Spar­te “Mit­glie­der und Fans” kan­di­die­ren, die Spar­te “Sport und Ver­ein” fin­det Ihr beim Ver­ti­kal­pass und die Spar­te “Wirt­schaft und Gesell­schaft” bei Brustring1893. Ein letz­ter Hin­weis noch, bevor wir zu den Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen kom­men: Wie auch auf der VfB-Web­sei­te sind die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten alpha­be­tisch sor­tiert, die Ant­wor­ten wer­den unre­di­giert wie­der­ge­ge­ben. 

Fabian Lang

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Mein Name ist Fabi­an Lang, ich bin 32 Jah­re alt, ver­hei­ra­tet und arbei­te bei einer klei­nen Betriebs­kran­ken­kas­se in Kirch­heim unter Teck.
An mei­nem 18. Geburts­tag unter­schrieb ich den Mit­glieds­an­trag bei unse­rem VfB und bin seit 2007 Dun­kel­ro­ter durch und durch.

Bereits bei mei­nem ers­ten Sta­di­on­be­such als klei­ner Bub, wur­de ich von der Magie die­ses Ver­eins und der Cannstat­ter Kur­ve gepackt und nie mehr los­ge­las­sen.
Seit vie­len Jah­ren habe ich des­halb eine Dau­er­kar­te in unse­rer Cannstat­ter Kur­ve und fie­be­re auch heu­te noch jedem Spiel­tag genau­so ent­ge­gen wie als klei­ner Jun­ge.

Wie vie­le von euch, habe ich seit eini­gen Jah­ren das Gefühl, dass es eini­gen han­deln­den Per­so­nen im Umfeld des VfB, eher um ihre eige­nen per­sön­li­chen Vor­tei­le und Inter­es­sen sowie ihren Macht­er­halt, anstatt um die Inter­es­sen und Anlie­gen von uns Mit­glie­dern und Fans geht.

Unver­ges­sen sind dabei Aus­sa­gen dama­li­ger han­deln­den Per­so­nen, auch des Ver­eins­bei­ra­tes, bei der denk­wür­di­gen MV 2019.
An die­sem Tag ent­schloss ich mich dazu, bei der nächs­ten Wahl selbst kan­di­die­ren zu wol­len, um end­lich das Wich­tigs­te unse­res Ver­eins, uns Mit­glie­der und Fans, in den Mit­tel­punkt zu stel­len und nicht die eige­nen Vor­tei­le.

Als Dau­er­kar­ten­be­sit­zer in der Cannstat­ter Kur­ve und ver­eins­po­li­tisch sehr Inter­es­sier­tem Mit­glied, glau­be ich, die Stim­mun­gen von uns Fans sehr gut wahr­zu­neh­men und die­se auch in den ent­spre­chen­den Gre­mi­en ver­tre­ten zu kön­nen.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

Als Außen­ste­hen­der ist es natür­lich schwie­rig die Arbeit des amtie­ren­den Ver­eins­bei­ra­tes zu bewer­ten und zu beur­tei­len.

Aller­dings war es für mich als Fan nicht nach­voll­zieh­bar, als der dama­li­ge Vor­sit­zen­de und sei­ne Stell­ver­tre­te­rin auf der MV2019 Wahl­kampf für einen von vie­len Mit­glie­der kri­tisch gese­he­nen und nicht mehr gewoll­ten Prä­si­den­ten betrieb.
Dabei fehl­te mir die feh­len­de Wahr­neh­mung der Stim­mun­gen bei uns Mit­glie­dern und Fans. Mei­ner Mei­nung nach, hät­te man die­se Stim­mun­gen durch Zuhö­ren und Ein­bin­dung der Fans sehr gut wahr­neh­men kön­nen.

Ins­ge­samt hat mir per­sön­lich oft die Trans­pa­renz bei Ent­schei­dun­gen gefehlt.

Auch in der Cau­sa Vogt/Hitzlsperger wur­den mei­ner Ansicht nach Feh­ler in der Außen­dar­stel­lung gemacht. Durch diver­se Rück­trit­te aus dem Ver­eins­bei­rat, hat sich die Außen­wahr­neh­mung mei­ner Mei­nung nach posi­tiv ver­än­dert.

Mitt­ler­wei­le gibt es den Ver­eins­bei­rat seit 4 Jah­ren. Ich den­ke, dass anfäng­li­che Start­schwie­rig­kei­ten inzwi­schen beho­ben und inter­es­san­te Pro­jek­te, auch zur Stär­kung der Mit­glie­der­rech­te, auf den Weg gebracht wur­den.

Ins­ge­samt glau­be ich, dass der Ver­eins­bei­rat auf einem guten Weg ist und einen ech­ten Mehr­wert für den gesam­ten Ver­ein brin­gen kann.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Ich tre­te an, um uns Mit­glie­dern und Fans als wich­tigs­tem Organ unse­res groß­ar­ti­gen Ver­eins, ein offe­nes Ohr für ihre Inter­es­sen anzu­bie­ten und als „nor­ma­ler“ Fan, alle Mit­glie­der und Fans, sowie die vie­len enga­gier­ten Brei­ten­sport­ler in den Mit­tel­punkt allen Han­delns zu stel­len.

In den nächs­ten 4 Jah­ren möch­te ich dabei hel­fen, dass die Außen­wahr­neh­mung unse­res Ver­eins bes­ser wird und end­lich wie­der das Sport­li­che, egal ob im Pro­fi oder Ama­teur­be­reich, im Mit­tel­punkt steht.

Durch maxi­ma­le Trans­pa­renz, akti­ves Zuhö­ren und Ein­bin­den der vie­len ehren­amt­li­chen und enga­gier­ten Men­schen in unse­rem Ver­ein, möch­te ich unse­ren VfB wei­ter­brin­gen und wie­der zu einem Ver­ein für ALLE machen.

Ich möch­te, dass wie­der ein WIR ent­steht und sich alle Mit­glie­der und Fans mit­ge­nom­men und gehört füh­len.

Bernadette Martini

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Mein Name ist Ber­na­dette Mar­ti­ni, ich bin 39 Jah­re alt und lei­te seit über 14 Jah­ren erfolg­reich ein Hotel & Restau­rant in Mos­bach.

Seit 2007 bin ich Mit­glied beim VfB. Ich bin Grün­dungs­mit­glied des OFCs Dach­kan­tel­schwa­ben Gun­dels­heim, habe eine Dau­er­kar­te in der Cannstat­ter Kur­ve und beglei­te unse­re Mann­schaft seit 20 Jah­ren bei nahe­zu jedem Spiel. So pfle­ge ich sehr vie­le Kon­tak­te zu Mit­glie­dern und Fans aus allen Berei­chen.
Das Ver­trau­en von Mit­glie­dern zum Ver­ein bzw. den ein­zel­nen Gre­mi­en hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mas­siv gelit­ten.
Auch die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Ver­ein ist bei vie­len von uns in den letz­ten Jah­ren ver­lo­ren gegan­gen. Wir sind nicht VfB Fans, weil unser Ver­ein erfolg­reich ist oder war, son­dern weil unser Ver­ein für Tra­di­ti­on und Wer­te steht, die uns wich­tig sind.

Die Coro­na Zeit hat uns zusätz­lich emo­tio­nal viel abver­langt. Die Spie­le im Sta­di­on und der dadurch gene­rier­te Zusam­men­halt feh­len unend­lich.
Ich set­ze mich bereits seit vie­len Jah­ren kri­tisch und kon­struk­tiv mit ver­eins­po­li­ti­schen The­men aus­ein­an­der und möch­te mich nun aktiv und tat­kräf­tig ein­brin­gen. Man­che ken­nen mich viel­leicht noch aus der Zeit, in der ich mich aus bekann­ten Grün­den gegen die Aus­glie­de­rung in eine AG und gegen den Anteils­ver­kauf ein­ge­setzt habe. Ich habe die Ent­schei­dung der Mit­glie­der akzep­tiert und möch­te nun dazu bei­tra­gen, das Bes­te für unse­ren Ver­ein und die Mit­glie­der dar­aus zu machen. Nur, wenn AG und e.V. zusam­men­ar­bei­ten, alle Fans und Mit­glie­der an einem Strang zie­hen, wer­den wir lang­fris­tig erfolg­reich sein.

Ich wür­de ger­ne im Ver­eins­bei­rat dar­an mit­wir­ken, das Ver­trau­en zwi­schen Mit­glie­dern und Ver­ein wie­der­auf­zu­bau­en.
Es ist mir auch durch mei­ne Arbeit als 2. Vor­sit­zen­de des Deut­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­bands Neckar-Oden­wald-Kreis bewusst, dass es kei­ne leich­te Auf­ga­be ist, die Mit­glie­der zu ver­tre­ten. Auch hier ist es mei­ne Auf­ga­be alle Inter­es­sen und Mei­nun­gen der Mit­glie­der zu hören und mich in ihrem Sin­ne ein­zu­set­zen.
Natür­lich habe ich mich auch bewor­ben, um ein Mit­be­stim­mungs­recht zu erhal­ten, nicht, weil ich mei­ne eige­ne Mei­nung ver­tre­ten und durch­set­zen möch­te, son­dern weil ich die Inter­es­sen der Mit­glie­der best­mög­lich ver­tre­ten und ver­ant­wor­tungs­vol­le Ent­schei­dun­gen zuguns­ten der Mit­glie­der und des Ver­eins tref­fen möch­te.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

Ich habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer, wenn ich es für nötig erach­tet habe, den direk­ten Kon­takt zum Ver­eins­bei­rat gesucht und Kri­tik geäu­ßert. Ich rede lie­ber mit den betref­fen­den Per­so­nen als über sie, des­halb möch­te ich hier nicht ins Detail gehen. Mei­ner Mei­nung nach gab es Per­so­nen im Ver­eins­bei­rat, die nicht die Inter­es­sen der Mit­glie­der, son­dern ihre eige­nen Inter­es­sen oder gar die von Per­so­nen oder Insti­tu­tio­nen außer­halb des Ver­eins ver­tre­ten haben. Das darf in Zukunft nicht mehr pas­sie­ren. Hier sehe ich den Ver­eins­bei­rat zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode auf einem sehr guten Weg. Erfreu­lich und seri­ös fin­de ich, dass der Ver­eins­bei­rat nicht durch Indis­kre­tio­nen auf­ge­fal­len ist, wie es lei­der in ande­ren Berei­chen der Fall war. Den­noch hät­te ich mir immer wie­der mehr Trans­pa­renz gegen­über uns Mit­glie­dern gewünscht. Das wäre mei­ner Mei­nung nach mög­lich gewe­sen, ohne Ver­schwie­gen­heits­ver­pflich­tun­gen zu ver­let­zen.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Durch mei­ne zahl­rei­chen Kon­tak­te zu Fans und Mit­glie­dern möch­te ich den Dia­log unter den ver­schie­de­nen Fan­grup­pie­run­gen sowie zwi­schen Ver­eins­füh­rung und Mit­glie­dern för­dern.

Die Coro­na-Pan­de­mie hat gezeigt, wie wich­tig die Fans im Sta­di­on sind. Der Fuß­ball lebt davon. Der Sta­di­on­be­such muss des­halb bezahl­bar blei­ben, vor allem auch für Fami­li­en. Eine vol­le Aus­las­tung bei mode­ra­ten Prei­sen bedeu­tet kei­ne Ein­bu­ßen gegen­über einer Teil­aus­las­tung bei höhe­ren Prei­sen.

Der Fuß­ball ist geprägt durch die Ver­ei­ne und deren Mit­glie­der. Das muss auch in Zukunft so blei­ben. Die Begrün­dung des Bun­des­kar­tell­amts zur Ent­schei­dung über die Recht­mä­ßig­keit der 50+1‑Regel ent­hält fol­gen­den für mich wich­ti­gen Satz: „Sie eröff­net brei­ten Bevöl­ke­rungs­schich­ten die Mög­lich­keit, durch die Mit­glied­schaft in einem Ver­ein des­sen Geschi­cke mit­zu­be­stim­men und somit am Bun­des­li­ga­ge­sche­hen auch über die Stel­lung als Kon­su­ment hin­aus teil­zu­ha­ben.“
Ich wer­de mich mit allen mir zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln für den Erhalt der Mit­glie­der­rech­te und der Wah­rung des Mit­spra­che­rechts ein­set­zen. Es wäre schön, wenn wir als VfB Vor­bild­funk­ti­on über­neh­men könn­ten und die Inhal­te der 50+1‑Regel in unse­rer Sat­zung ver­an­kern könn­ten. Soll­te ich gewählt wer­den, wer­de ich eine Umset­zung prü­fen.

Auch dür­fen wir die Ent­wick­lung des Pro­fi­fuß­balls nicht aus den Augen ver­lie­ren. Das Geschäfts­mo­dell Fuß­ball muss sich nach­hal­tig ver­än­dern, was spä­tes­tens durch die Coro­na-Pan­de­mie offen­sicht­lich wur­de. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen wir als VfB das nicht allei­ne, hier­für benö­tigt es alle Ver­bän­de und Ver­ei­ne – jedoch soll­te unser VfB hier klar Stel­lung bezie­hen und im Rah­men des Mög­li­chen mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen. Hier­bei gilt es stets Pro­fit und Erfolg auf der einen und sozia­le Ver­ant­wor­tung auf der ande­ren Sei­te abzu­wä­gen.

Ich wer­de mich gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus und für Men­schen­rech­te und Inte­gra­ti­on in unse­rem Ver­ein und unse­rem Sta­di­on ein­set­zen. Die öffent­li­che kla­re Posi­tio­nie­rung dies­be­züg­lich muss selbst­ver­ständ­lich sein und auch intern gelebt wer­den.

Ich möch­te den Aus­tausch zwi­schen Ver­eins­bei­rat und den ein­zel­nen Abtei­lun­gen för­dern. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass jedes Mit­glied des Ver­eins­bei­rats eine Art Paten­schaft bei einer unse­rer Abtei­lun­gen über­nimmt, so hät­te jede Abtei­lung einen direk­ten Ansprech­part­ner.

Ich ver­spre­che Euch, dass ich mit mei­ner offe­nen, aber auch immer ehr­li­chen, kri­ti­schen und pro­fes­sio­nel­len Art alles dafür tun wer­de, das Bes­te für alle Mit­glie­der, Fans und den Ver­ein zu errei­chen und bit­te Euch hier­für um Eure Stim­me.

Michael Reichl

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Ich bin Micha­el Reichl, 50 Jah­re, ver­hei­ra­tet und habe zwei Kin­der im Alter von 5 und 8 Jah­ren. Von Beruf bin ich selb­stän­di­ger Sys­te­mi­scher Bera­ter und Kon­flikt­coach. Ergän­zend hier­zu beglei­te ich Fami­li­en, Paa­re und Ein­zel­per­so­nen in her­aus­for­dern­den Lebens­si­tua­tio­nen.

VfB-Fan seit: 45 Jah­ren
VfB-Mit­glied seit: 29 Jah­ren (1. Juli 1992)
OFC-Mit­glied seit: 24 Jah­ren (16. Juli 1997 — Grün­dungs­mit­glied OFC Lout­sen – Schwä­bisch Gmünd)

Ich bli­cke zurück auf 45 Jah­re VfB — 45 Jah­re gefüllt mit Freu­de, Begeis­te­rung, Frust, Wut, Ent­täu­schung, purer Exta­se, Leiden(schaft), Trau­er, Fei­ern, wil­den Aus­lands­be­geg­nun­gen, Trotz, Hoff­nung, furcht­lo­ser Treue und allem wei­te­ren, was das Fans-Sein aus­macht. Und dann nach den zwei Ab- und Auf­stie­gen und der tol­len sport­li­chen Ent­wick­lung im Jahr 2021 folg­ten: Daten­af­fä­re, offe­ne Brie­fe und Macht­kämp­fe vor den Augen der Öffent­lich­keit. Und bei mir nach 45 Jah­ren zum ers­ten Mal: Sprach­lo­sig­keit und das Gefühl von Macht­lo­sig­keit.

In mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit beglei­te ich Per­so­nen in Unter­neh­men bei der Bewäl­ti­gung ihrer Kon­flik­te, mode­rie­re Ver­än­de­rungs­pro­zes­se und beglei­te Ein­zel­per­so­nen, Paa­re und Fami­li­en in Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Ihr dürft mir glau­ben, nicht nur mein VfB‑, son­dern auch mein pro­fes­sio­nel­les beruf­li­ches Herz hat geblu­tet. Dabei wur­de mir bewusst, dass ich für uns Mit­glie­der und Fans mei­nen Bei­trag in unse­rem VfB leis­ten kann und will. Nach­dem selbst Prä­si­di­ums­kan­di­dat Rai­ner Adri­on auf der Kan­di­da­ten­prä­sen­ta­ti­on es als eine sei­ner wich­tigs­ten Anlie­gen bezeich­net hat, „die Gre­mi­en wie­der einen zu wol­len“, kann man sich unge­fähr aus­ma­len, wel­che Grä­ben es zu schlie­ßen gilt.

Einer der wich­tigs­ten Wer­te in mei­nem Leben ist Ver­trau­en. Ein Wert, wel­cher mir und sicher­lich auch vie­len ande­ren Mit­glie­dern in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit etwas abhan­den­ge­kom­men ist. Ver­trau­en in die Gre­mi­en des VfB, Ver­trau­en in die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Gre­mi­en, zwi­schen dem Ver­ein und der AG.
Damit das Ver­trau­en der Mit­glie­der und Fans in ihren VfB wie­der wach­sen kann, wer­de ich im Ver­eins­bei­rat – aber auch gre­mi­en­über­grei­fend — eine Basis des Ver­trau­ens und eine posi­ti­ve und wert­schät­zend kri­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on leben, for­dern und för­dern. Ich bin über­zeugt, dass ich mit mei­nen Kom­pe­ten­zen, Men­schen in Kon­flik­ten zu beglei­ten, unse­rem VfB durch mei­ne Arbeit im Ver­eins­bei­rat eine gute Unter­stüt­zung sein kann und wer­de.

Hier­bei wird mir hilf­reich sein, dass ich kei­ne „Vor­be­las­tung“ habe. Ich bin voll­kom­men frei und unab­hän­gig, habe noch in kei­nem VfB-Gre­mi­um irgend­wel­che Auf­ga­ben gehabt. Es gibt kei­ner­lei Abhän­gig­keit oder gar Seil­schaft, mit der ich ver­bun­den bin. Ich wer­de frei von jeg­li­cher Beein­flus­sung mei­ne Auf­ga­be antre­ten. Genau dies habe ich auch den Gre­mi­en in den Aus­wahl­ge­sprä­chen ange­bo­ten und dabei auch klar mei­ne Hal­tung kom­mu­ni­ziert.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

In Bezug auf die­se Legis­la­tur fällt es schwer, mir eine abschlie­ßen­de Mei­nung zu bil­den. Auf der einen Sei­te hat­te der stark dezi­mier­te Ver­eins­bei­rat gera­de im ver­gan­ge­nen „Kri­sen­jahr“ sicher­lich einen extrem schwe­ren und auf­wen­di­gen Job zu erle­di­gen. Hier­für gilt ein beson­de­rer Dank an die rest­li­chen ver­blie­be­nen Mit­glie­der. Einen Dank, dass gera­de durch ihre Arbeit in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nun eine regu­lä­re Mit­glie­der­ver­samm­lung mög­lich wird, in der wir die Wei­chen für die kom­men­den erfolg­rei­chen Jah­re unse­res VfB Stutt­gart 1893 e.V. stel­len kön­nen.
Wie im letz­ten Sta­tus­be­richt aus den Pro­jekt­grup­pen zu lesen war, sind eini­ge wich­ti­ge Zukunfts­the­men bereits pro­jek­tiert (Fan­be­lan­ge, Sat­zung, Zukunft Pro­fi­fuß­ball, Marketing/Sponsoring/Mitgliedergewinnung) oder wie der Mäd­chen- und Frau­en­fuß­ball bereits in der Umset­zung, was mich beson­ders freut.

Alles in allem sind wich­ti­ge The­men auf der aktu­el­len Agen­da und das ist auch gut so.

Wenn am Ende der Legis­la­tur im Ver­eins­bei­rat fast nur noch die Hälf­te der gewähl­ten Ver­eins­bei­rats­mit­glie­der übrig sind, wirft dies natür­lich trotz­dem Fra­gen auf. Gene­rell wer­de ich mich stark für das The­ma Trans­pa­renz der Nomi­nie­rungs­pro­zes­se ein­set­zen. Die Mit­glie­der müs­sen wis­sen, wel­che Kri­te­ri­en außer­halb der Sat­zungs­kri­te­ri­en bei den ein­zel­nen Nomi­nie­run­gen (Prä­si­dent, Prä­si­di­um, Ver­eins­bei­rat) ange­setzt wer­den, wie der kon­kre­te Nomi­nie­rungs­pro­zess abläuft (Step by Step) und wie letzt­lich die Ent­schei­dungs­fin­dung erfolgt.
Die Nomi­nie­rungs­pro­zes­se (ins­be­son­de­re Anfang des Jah­res 2021) waren für mich als Mit­glied sehr intrans­pa­rent und hat­ten für mich das ein oder ande­re „Gschmäck­le“.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Ich arbei­te mit vol­lem Her­zen dar­an, dass wir unse­ren VfB zukunfts­fä­hig wei­ter­ent­wi­ckeln und dabei gleich­zei­tig unse­rer VfB-Tra­di­ti­on treu blei­ben.

Um das zu errei­chen, gilt es aus mei­ner Sicht fol­gen­de Schwer­punk­te und The­men zu bear­bei­ten:

✓ Mit­glie­der­rech­te schüt­zen und Ver­trau­en wie­der auf­bau­en
✓ Die Finan­zie­rung des VfB Stutt­gart 1893 e.V. (Kos­ten­ver­tei­lung zwi­schen AG und e.V. / Grund­la­gen­ver­trag, Spon­so­ren, Mit­glie­der­wachs­tum)
✓ Ver­trau­ens­auf­bau inner­halb der Gre­mi­en und gre­mi­en­über­grei­fend
✓ Die Mit­glie­der mit­neh­men — Trans­pa­renz in der Gre­mi­en­ar­beit
✓ Pro­zess der Nach­hal­tig­keit und Diver­si­tät wei­ter­hin fort­set­zen und stär­ken. Unser VfB ist das Spie­gel­bild der Gesell­schaft. Hier muss der VfB sei­ner gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung wei­ter­hin gerecht wer­den und nach­kom­men.
✓ Der VfB soll auch in der Zukunft den Mit­glie­dern Hei­mat und Iden­ti­tät bie­ten

Der Blick auf all unse­re Mit­glie­der, Abtei­lun­gen, Viel­falt sowie nach­hal­ti­ges Han­deln wird dabei mei­ne Arbeit im Ver­eins­bei­rat prä­gen. Dar­auf könnt ihr ver­trau­en. Euer Micha­el Reichl

Matthias Schmitteckert

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Ich kan­di­die­re für den Ver­eins­bei­rat, weil ich mich zu 100% für den Ver­ein ein­set­zen will, den ich seit über 30 Jah­ren durch alle Höhen und Tie­fen beglei­te und der mich in der Zeit durch alle Höhen und Tie­fen beglei­tet hat. Ich möch­te nicht kri­ti­sie­ren, son­dern mei­nen Teil dazu bei­tra­gen, dass der VfB ein Ver­ein ist auf den alle Mit­glie­der stolz sein kön­nen.

In mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit ist eine Haupt­auf­ga­be, gemein­sa­me Lösun­gen zwi­schen Ver­trieb und Kun­den sowie zwi­schen Betriebs­rat und Geschäfts­lei­tung zu fin­den obwohl bei­de Sei­ten unter­schied­li­che Zie­le haben. Die­se Erfah­run­gen möch­te ich ein­brin­gen um best­mög­li­che Ergeb­nis­se für den VfB, mit allen Mit­glie­dern, zu errei­chen und zwi­schen dem e.V. und der AG zu ver­mit­teln.

Auf mein Wort soll sich jeder ver­las­sen kön­nen und ich neh­me die Anlie­gen der Mit­glie­der ernst.

Der VfB steht bei allem Han­deln im Mit­tel­punkt, kei­ne per­sön­li­chen Eitel­kei­ten!

In über 20 Jah­ren ehren­amt­li­cher Tätig­keit in Ver­ei­nen durf­te ich Erfah­run­gen sam­meln, die ich ger­ne bei unse­rem VfB ziel­füh­rend ein­set­zen wür­de.

Obwohl ich nicht in Stutt­gart direkt lebe, bin ich durch mei­ne Dau­er­kar­te, Ver­eins­ver­an­stal­tun­gen, Freun­de und Foren gut über den VfB und die Inter­es­sen der Mit­glie­der infor­miert.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

Der bis­he­ri­ge Ver­eins­bei­rat hat 4 Jah­re ehren­amt­lich für unse­ren VfB gear­bei­tet und ich bin mir sicher, dass jeder sein bes­tes gege­ben hat. Die Auf­ga­ben waren durch die Aus­glie­de­rung und den Daten­skan­dal sicher­lich alles ande­re als ein­fach. Ich sehe es nicht als mei­ne Auf­ga­be an, die ehren­amt­li­che Arbeit der aktu­el­len Bei­rats­mit­glie­der zu bewer­ten. Viel­mehr möch­te ich die Mög­lich­keit nut­zen um den Mit­glie­dern dar­zu­le­gen was mir wich­tig ist und was ich ein­brin­gen wür­de.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Ich höre oft, dass wir uns für star­ke Mit­glie­der­rech­te ein­set­zen sol­len. Das ist für mich eine Selbst­ver­ständ­lich­keit aber noch kei­ne Lösung. Wich­tig sind für mich gemein­sa­me Zie­le von AG und e.V. , eine maxi­ma­le Trans­pa­renz und gegen­sei­ti­ger Respekt. Dafür möch­te ich ein­ste­hen.

Kei­ne Mit­glieds­bei­trä­ge für Fir­men wie Ese­con,… ver­schleu­dern.

Die Nach­wuchs­ar­beit und der Brei­ten­sport beim VfB sol­len von der Auf­merk­sam­keit, die der Pro­fi­sport bie­tet, pro­fi­tie­ren. Das soll sich auf die Struk­tu­ren, Finan­zen, Spon­so­ren und Medi­en in allen Abtei­lun­gen posi­tiv aus­wir­ken. Jeder Pro­fi muß mit sei­ner Unter­schrift beim VfB wis­sen, dass er nicht nur Ange­stell­ter der AG ist son­dern Teil des Ver­eins und Teil der VfB Fami­lie. So hat er sich auch für den Nach­wuchs und den Brei­ten­sport ein­zu­brin­gen.

Fan­nä­he soll im Ver­ein gelebt und nicht nur dar­über gere­det und geschrie­ben wer­den.
Einen respekt­vol­len Umgang zwi­schen den Fan­grup­pen möch­te ich för­dern.

Die Fans und Mit­glie­der sol­len sich mit der Arbeit im e.V. und in der AG iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.
Ich möch­te dass der VfB von Fans außer­halb Stutt­garts mehr pro­fi­tiert & Poten­zia­le genutzt wer­den.
Der VfB soll sozia­les Enga­ge­ment leben. Dafür wer­de ich für jede Stim­me, die ich bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung anver­traut bekom­me, 0,50 € für die Kin­der­krebs­hil­fe spen­den.

Susanne Schosser

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Schon lan­ge, spä­tes­tens nach der Mit­glie­der­ver­samm­lung im Juni 2019 war ich ent­täuscht von der Ent­wick­lung, die unser VfB in den letz­ten 10–20 Jah­ren genom­men hat. Wäh­rend ande­re Ver­ei­ne sich neu erfan­den oder kom­plett aus dem Boden gestampft wur­den, schien der VfB wenig pro­fes­sio­nell in einem ewi­gen Wei­ter-so von einem selbst­zu­frie­de­nen Manage­ment geführt. 2019 habe ich mich — von Kind­heit an mit dem VfB-Gen ver­se­hen — nach mei­ner Lauf­bahn als Pro­gramm­che­fin, Geschäfts­füh­re­rin und Auf­sichts­rä­tin im TV-Bereich ent­schlos­sen, nicht mehr taten­los zuzu­schau­en, son­dern als Kan­di­da­tin für die Prä­si­dent­schaft selbst Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

Dar­aus ent­stand eine noch grö­ße­re Ver­bun­den­heit und ein tie­fe­rer Ein­blick in den Ver­ein und die han­deln­den Per­so­nen, so dass ich die­ses Wis­sen und mei­ne gesam­te Exper­ti­se heu­te ger­ne in den Dienst des Ver­eins und sei­ner groß­ar­ti­gen Mit­glie­der und Fans stel­len möch­te. Der VfB mit sei­nem sen­sa­tio­nel­len Umfeld soll in all sei­nen Facet­ten pro­fes­sio­nell geführt und wei­ter ent­wi­ckelt wer­den. Dabei möch­te ich das Prä­si­di­um mit mei­ner Füh­rungs­er­fah­rung bera­ten, unter­stüt­zen und Brü­cken bau­en – zwi­schen dem Ver­ein und sei­nen Mit­glie­dern, Fans, den Abtei­lun­gen unter­ein­an­der und der AG. Im Fuß­ball ist jetzt der rich­ti­ge Zeit­punkt für Ver­än­de­rung — Stich­wort „Fai­rer Wett­be­werb“. Daher befür­wor­te ich die Initia­ti­ven „Zukunft Pro­fi­fuß­ball“ und „Fuß­ball kann mehr“, die Struk­tur­ver­än­de­run­gen in Liga und DFB for­dern, und in denen auch die Fans mit ihrer Exper­ti­se zu Wort kom­men.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

Für mich als Kan­di­da­tin ist der Bewer­bungs­pro­zess intern 2019 und auch jetzt pro­fes­sio­nell und demo­kra­tisch gelau­fen. Ver­bes­sert wer­den muss die Trans­pa­renz und die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und außen und zwar in allen Berei­chen und allen Medi­en. Unter Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­ste­he ich Gesprä­che und Dis­kus­sio­nen mit allen Betei­lig­ten. Anfang 2021 bei den Vor­gän­gen rund um die Nach­we­hen der Daten­af­fä­re und die Bewer­bung von Tho­mas Hitzl­sper­ger zeig­ten sich die Schwä­chen der Sat­zung und der Aus­glie­de­rung. Bei­des muss über­ar­bei­tet wer­den und kla­re und ein­deu­ti­ge Regeln vor­ge­ben. Es kann nicht sein, dass ein Ver­ein exter­ne Bera­ter, Anwäl­te und Media­to­ren braucht um sei­ne eige­nen Leit­li­ni­en zu inter­pre­tie­ren und die durch die Aus­glie­de­rung ent­stan­de­nen Span­nungs­fel­der zwi­schen Ver­ein, AG und Geschäfts­stel­le zu lösen.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Als Ver­eins­bei­rä­tin möch­te ich dazu bei­tra­gen, im Mit­glie­der­kreis Ver­trau­en zu schaf­fen, indem ich mich für eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on wich­ti­ger Ent­schei­dun­gen und Vor­gän­ge und die Ver­mitt­lung von Zuge­hö­rig­keit ein­set­ze. Ich möch­te Mit­glie­der und Fans zuhö­ren und ihnen eine Stim­me geben. Neben den bereits genann­ten The­men wür­de ich mir ein leben­di­ges Ver­eins­le­ben wün­schen, das über den Fuß­ball hin­aus mög­lichst vie­le Men­schen ein­bin­det und ihnen ein Zuhau­se gibt.

Ich bin sicher, dass der Höhe­punkt der Kom­mer­zia­li­sie­rung im Pro­fi­fuß­ball wenn nicht schon jetzt, dann sehr bald über­schrit­ten sein wird. Als Ver­eins­bei­rä­tin möch­te ich dazu bei­tra­gen, dass der VfB in der Nach-Coro­na-Zeit für jede Posi­ti­on auf und jen­seits des Rasens die Per­so­nen und Part­ner anzieht – und im Nach­wuchs­be­reich selbst her­an führt — die gemein­sam mit den Mit­glie­dern und Fans eine posi­ti­ve und erfolg­rei­che Iden­ti­tät ent­wi­ckeln und ver­ste­hen, dass wir nur als Team erfolg­reich sein kön­nen. Und ja – ich möch­te mit dem VfB noch mal etwas ande­res fei­ern als einen Auf­stieg — aller­dings nicht um den Preis der Inte­gri­tät unse­res VfB.

Rainer Weninger

Bit­te stel­len Sie sich kurz vor: War­um kan­di­die­ren Sie für den Ver­eins­bei­rat und wel­che Exper­ti­se brin­gen sie in Bezug auf die Grup­pe, in der sie kan­di­die­ren, in den Ver­eins­bei­rat ein?

Rai­ner Wenin­ger, 55 Jah­re alt, ver­hei­ra­tet 2 Kin­der und wohn­haft in Waib­lin­gen. Mit 8 Jah­ren das ers­te Mal im Neckar­sta­di­on und ab die­ser Zeit VfB Fan. Spä­ter als Jugend­li­cher in der Kur­ve im  C – Block gestan­den. Über 30 Jah­re Dau­er­kar­ten­in­ha­ber (heu­te auf der Haupt­tri­bü­ne) und Mit­glied seit 1994. Breit ver­netzt und dadurch in Kon­takt zu unter­schied­li­che Fan- und Mit­glie­der­krei­sen. Regel­mä­ßi­ger Leser und Hörer der VfB — Blogs und Pod­cast. Wur­de dann Ende 2017 in den Ver­eins­bei­rat gewählt und lei­te die­ses Gre­mi­um seit Febru­ar die­sen Jah­res. Die bis­he­ri­ge Mit­ar­beit im Ver­eins­bei­rat war span­nend, lehr­reich und hat Spaß gemacht, dies wür­de ich ger­ne fort­füh­ren. Durch mei­ne Tätig­keit als tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer und sehr lan­ge ehren­amt­li­chen Tätig­keit als Vor­stands­mit­glied in dem Sport­ver­ein mei­nes Hei­mat­dor­fes brin­ge ich das nöti­ge Rüst­zeug und Erfah­rung für das Amt mit. Zudem sel­ber von der Kind­heit bis heu­te im Ama­teur­sport mit Fuß­ball, Lau­fen und Ski­fah­ren aktiv.

Dies ist die zwei­te Legis­la­tur des Ver­eins­bei­rats. Was hat das Gre­mi­um in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gut gemacht, was kann in Zukunft ver­bes­sert wer­den?

Es ist immer schwie­rig sich sel­ber und sei­ne Arbeit zu bewer­ten. Ich den­ke aber, dass wir in jedem Fall immer die Sat­zungs­vor­ga­ben gut umge­setzt haben und wir kei­ner
inter­nen und exter­nen Dis­kus­si­on aus dem Weg gegan­gen sind. Wir im Regel­fall lösungs­ori­en­tiert unter­wegs und kom­pro­miss­fä­hig waren. Aller­dings auch bei der ein oder ande­ren Stel­le bes­ser
agie­ren hät­ten kön­nen. Das Gre­mi­um soll­te in Zukunft sei­ne Ent­schei­dun­gen schnell und offen kom­mu­ni­zie­ren, Hin­ter­grün­de erklä­ren und für die Mit­glie­der sicht­ba­rer sein. Der Ver­eins­bei­rat für Mit­glie­der­fra­gen direkt und jeder­zeit erreich­bar ist. Der Besuch von Spie­len und Wett­kämp­fen in den Abtei­lun­gen und im NLZ inten­si­viert wird.

Wel­che Schwer­punk­te und The­men wol­len Sie in den kom­men­den vier Jah­ren im Ver­eins­bei­rat bear­bei­ten?

Als ers­tes muss sich das neue Gre­mi­um orga­ni­sa­to­risch aber auch mensch­lich zusam­men­fin­den. Dann ist es wich­tig eine gute Arbeits­ebe­ne mit dem Prä­si­di­um, den Abtei­lun­gen und allen ande­ren Schnitt­stel­len im Ver­ein hin­zu­be­kom­men. Es gilt die ope­ra­ti­ven Orga­ne und Mit­ar­bei­ter im e.V. und der AG best­mög­lich zu unter­stüt­zen. Grund­sätz­lich möch­te ich mit­hel­fen den e.V. wei­ter zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren und struk­tu­rell zu ver­bes­sern. Die Mit­ar­beit in dem Pro­jekt Sat­zung wür­de ich ger­ne fort­füh­ren. Zudem fän­de ich es gut, wenn der regel­mä­ßi­ger Mit­glie­der­aus­tausch wie z.B. dun­kel­ro­te Tische als fes­ter Bestand­teil unse­rer Ver­eins­kul­tur ver­an­kert wer­den.


Vie­len Dank an alle Kan­di­da­tIn­nen für ihre Ant­wor­ten und den der­zei­ti­gen Ver­eins­bei­rat für die Unter­stüt­zung beim Ver­tei­len des Fra­ge­bo­gens!

Bil­der: alle © VfB Stutt­gart 1893 e.V.

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