Rund um das Spiel gegen Düsseldorf

Vor dem Frei­tag­abend-Spiel gegen For­tu­na Düs­sel­dorf haben wir uns mit For­tu­na-Fan Sue (@Medienfreundin) über ihren Ver­ein und die Begeg­nung unter­hal­ten.

Rund um den Brust­ring: Hal­lo Sue, vie­len Dank, dass Du dir Zeit für unser Gespräch nimmst.

Sue: Sehr ger­ne – wobei die­se Sache mit der Zeit rela­tiv bzw. der Don­ners­tag schon fast vor­bei ist…

Zunächst ein­mal: Wie bist Du eigent­lich For­tu­na-Fan gewor­den?

Als ich in den Kin­der­gar­ten ging, hat­te ich das außer­ge­wöhn­li­che Glück, For­tu­nas Rekord­spie­ler Gerd Zewe als Nach­barn zu haben. Er war sich nie zu scha­de dafür, mit einem klei­nen Mäd­chen ein paar Bäl­le auf der Stra­ße zu kicken und ihre Schuss­tech­nik zu ver­bes­sern. Ich habe ihn ange­mes­sen ange­him­melt und der Legen­de nach in sei­nem Tri­kot gelebt, bis es sich in ein­zel­ne Fäden auf­lös­te (und ja, ich habe mei­ner Mut­ter bis heu­te nicht ver­zie­hen, dass sie es ent­sorg­te).

Und was hat es mit Fan.Tastic Fema­les auf sich?

“Fan.Tastic Fema­les — Foot­ball Her.Story” ist eine mul­ti­me­dia­le Wan­der­aus­stel­lung über weib­li­che Fan­kul­tur in Fuß­ball­eu­ro­pa — und ein Rea­li­tät gewor­de­ner Traum. Für sei­ne Umset­zung sind wir in den letz­ten zwei Jah­ren in inter­na­tio­na­len Teams durch ganz Euro­pa gereist, um die Viel­falt und Far­ben­freu­de weib­li­cher Fuß­ball­fans mit der Welt zu tei­len. Über ihre Lie­be und Lei­den­schaft für den Sport, über ihren Weg auf die Tri­bü­nen, ihre groß­ar­tigs­ten, ein­drucks­volls­ten, lus­tigs­ten aber auch weni­ger schö­nen Momen­te im Fuß­ball. Das Ergeb­nis der uner­müd­li­chen Arbeit von ins­ge­samt etwa 70 selbst­ver­ständ­lich unbe­zahl­ten, dafür aber umso enthu­si­as­ti­sche­ren Frei­wil­li­gen, sind über 80 Mini­vi­de­os von Fuß­ball­frau­en aus 20 Län­dern Euro­pas und sogar ein paar dar­über hin­aus. Vom weib­li­chen Ultra über den Frau­en­fan­club zur Alles­fah­re­rin, von der Auf­sichts­rats­chefin zur Spie­ler­frau bis zur ältes­ten Dau­er­kar­ten­in­ha­be­rin ihres Lan­des. Wir wol­len so die gan­ze Band­brei­te von Frau­en in den Fan­kur­ven zum Leben erwe­cken, posi­ti­ve Vor­bil­der schaf­fen und Frau­en ermu­ti­gen, selbst­be­wusst aus dem Schat­ten zu tre­ten und die Fan.Tastic Fema­le raus­zu­las­sen, die in jeder von uns schlum­mert. Die Inhal­te wer­den auf Deutsch und Eng­lisch auf mobi­len Dis­plays und Ban­nern dar­ge­stellt, die Vide­os sind über QR-Codes auf Smart­phones ein­scann- und anseh­bar. Wer die Aus­stel­lung sehen oder zei­gen möch­te, kann auf unse­rer Web­sei­te www.fan-tastic-females.org den aktu­el­len Tour­plan ein­se­hen und sich dort auch über die Anfor­de­run­gen für Aus­stel­ler infor­mie­ren.

Düs­sel­dorf ist zum ers­ten Mal seit fünf Jah­ren wie­der erst­klas­sig. Kam der Auf­stieg nach durch­wach­se­nen Plat­zie­run­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für Dich über­ra­schend und glaubst Du, die For­tu­na kann die­ses Jahr die Klas­se hal­ten? Wie wich­tig ist die Bun­des­li­ga für den Ver­ein?

Ja und Nein. Einer­seits war es von Anfang an klar, dass wir dank soli­den Wirt­schaf­tens und eines im Liga­ver­gleich durch­aus star­ken Kaders das Poten­ti­al hat­ten, auf­zu­stei­gen. Ande­rer­seits sind war das in den Jah­ren davor nicht viel anders und wir haben es den­noch guter Pro­gno­sen und Vor­aus­set­zun­gen immer wie­der geschafft, gegen den Abstieg zu kämp­fen statt um den Auf­stieg zu spie­len. Viel­leicht war es dann auch ein biss­chen aus­glei­chen­de Gerech­tig­keit, dass wir letz­te Sai­son dann genau die Spie­le in der Nach­spiel­zeit gewan­nen, die wir in den Jah­ren zuvor stets knapp ver­lo­ren hat­ten. Ein Hauch von Kar­ma – und ganz viel For­tu­na.

Oder es lag dar­an, dass letz­te Sai­son die wirk­lich dicken Bro­cken als Abstei­ger fehl­ten, so wie in der Sai­son zuvor ihr und Han­no­ver, oder die­se Sai­son Köln und der HSV. So konn­ten wir es uns nach einer sehr guten Anfangs­pha­se sogar leis­ten, schlecht zu spie­len — im Zwei­fel spiel­ten die ande­ren Teams ein­fach noch schlech­ter. Nach­dem die Mann­schaft zu Sai­son­be­ginn selbst nach dem schmerz­haf­ten Ver­lust von Ihlas Bebou noch für unse­re Ver­hält­nis­se fuß­bal­le­risch gera­de­zu glänz­te, leg­te sich kurz nach dem Abgang von Peter Her­mann als teu­ers­ter Co-Trai­ner aller Zei­ten erst ein­mal eine für uns typi­sche Schwä­che­pha­se ein. Doch ent­ge­gen mei­ner Befürch­tun­gen, dass die­se län­ger anhal­ten wür­de, berap­pel­te sich die Mann­schaft nach kur­zer Zeit wie­der. Axel Bel­ling­hau­sen und Tom Klei­ne haben damals als unver­hoff­te Neu-Co-Trai­ner ange­sichts der Umstän­de echt einen rie­sen Job gemacht. Ich per­sön­lich woll­te zwar gar nicht so unbe­dingt auf­stei­gen, aber den Schluss­spurt gegen Nürn­berg zu gewin­nen und letzt­end­lich sogar Meis­ter zu wer­den war ein­fach nur glor­reich — und eine rie­sen Par­ty.

Natür­lich wird es schwer die Klas­se zu hal­ten, wir sind als Auf­stei­ger im Ver­gleich zur rest­li­chen Liga finan­zi­ell klar schlech­ter auf­ge­stellt und wahr­schein­lich ist bereits ein durch­schnitt­li­cher Bay­ern­spie­ler teu­rer als unser gesam­ter Kader. Aber letzt­end­lich braucht man ja nur drei Mann­schaf­ten hin­ter sich zu las­sen, um die Klas­se zu hal­ten — und dass ist mit etwas Glück immer zu schaf­fen. Wir sind schließ­lich For­tu­na, wir kön­nen alles.

Die Bun­des­li­ga bie­tet dem Ver­ein finan­zi­ell natür­lich ganz ande­re Mög­lich­kei­ten als die 2. Liga, ist aber ent­spre­chend kom­mer­zi­ell über­frach­tet und ent­fernt sich immer wei­ter von der Basis. Für akti­ve Fans hat sie mei­ner Ansicht nach in den letz­ten Jah­ren viel an Attrak­ti­vi­tät ver­lo­ren. Dass wir unse­ren eige­nen Weg gegan­gen sind und es als mit­glie­der­ge­führ­ter e.V. ohne Aus­glie­de­rung und Inves­tor geschafft haben, in die­sen illus­tren Kreis der Finanz­rie­sen auf­zu­stei­gen, macht uns mei­ner Ansicht nach jetzt schon zu Gewin­nern — egal wel­chen Platz wir am Ende der Sai­son bele­gen. Wir haben allen gezeigt, dass es auch anders geht und wür­den nie­mals unse­re See­le ver­kau­fen, nur um erst­klas­sig zu blei­ben. For­tu­na ist eben mehr als nur Fuß­ball – und das ist gut so.

Einer der höchs­ten Heim­sie­ge des VfB gegen Düs­sel­dorf: 6:0 im April 1984. Mehr Vide­os fin­det Ihr in unse­rem Video­ar­chiv.

Euer Sai­son­start ist ja soweit ziem­lich pas­sa­bel für einen Auf­stei­ger. Sowohl gegen Leip­zig, als auch gegen Cham­pi­ons League-Teil­neh­mer Hof­fen­heim konn­tet Ihr punk­ten, gegen letz­te­re sogar drei­fach. Auf­stei­ger­glück oder Sys­tem?

Wir zei­gen eine kla­re Ten­denz noch oben. Gegen Augs­burg waren wir am Anfang noch super ner­vös und haben das Spiel die ers­te hal­be Stun­de kom­plett abge­ge­ben. Das Tor hat uns dann etwas mehr Selbst­ver­trau­en gege­ben und wir sind bes­ser ins Spiel gekom­men. Den­noch hat man der Mann­schaft ihre Unsi­cher­heit wei­ter­hin ange­merkt. Wir haben uns dann viel zu leicht die But­ter vom Brot neh­men las­sen und etwas unglück­lich ver­lo­ren. Gegen die Dosen haben wir dann aus­wärts schon einen guten Auf­tritt hin­ge­legt. Gif­ti­ges Zwei­kampf­ver­hal­ten und hin­ten viel siche­rer gestan­den, aber gera­de im Spiel­auf­bau noch immer den Ball zu schnell ver­lo­ren. Nach erneu­ter Füh­rung so lei­der wie­der den Aus­gleich kas­siert. Wie sich die Mann­schaft dann aber mit aller Macht gegen die Nie­der­la­ge gestemmt hat war beein­dru­ckend. Also sagen wir mal alles in allem etwas unglück­lich nicht gewon­nen. Im drit­ten Anlauf war For­tu­na uns dann end­lich hold und wir konn­ten gegen Hof­fen­heim mit einer ins­ge­samt star­ken Leis­tung und Rensing etwas glück­lich gewin­nen. Die Vor­be­rei­tung für das 1:0 kam übri­gens per Traum­pass von einem gewis­sen Jean Zim­mer… Die Start­elf eta­bliert sich mehr und mehr, die Mann­schaft ist lang­sam ein­ge­spielt und glaubt an ihre eige­ne Stär­ke. Und um Dei­ne Fra­ge zu beant­wor­ten: Hin­ten Gra­nit und vor­ne For­tu­na – also ganz ein­deu­tig Auf­stei­ger­glück mit Sys­tem.

Drei Spie­ler wech­sel­ten in die­sem Som­mer vom Neckar an den Rhein: Jean Zim­mer war letz­te Sai­son schon aus­ge­lie­hen, Mat­thi­as Zim­mer­mann wur­de fest ver­pflich­tet, Mar­cin Kamin­ski für eine Sai­son gelie­hen. Mit Kevin Stö­ger spielt ein wei­te­rer ehe­ma­li­ger Brust­ring­trä­ger bei Euch. Uns inter­es­siert natür­lich vor allem, wie sich Kamin­ski bei Euch macht, aber auch wie es den ande­ren drei Ex-VfBlern bei Euch ergeht. Und wie zufrie­den bist Du all­ge­mein mit der som­mer­li­chen Trans­fer­pha­se?

Fest bei der Fortuna: Matthias Zimmermann. Bild: © VfB-exklusiv.de
Fest bei der For­tu­na: Mat­thi­as Zim­mer­mann. Bild: © VfB-exklusiv.de
Nach Leihe auch fest bei der Fortuna: Jean Zimmer . Bild: © VfB-exklusiv.de
Nach Lei­he auch fest bei der For­tu­na: Jean Zim­mer . Bild: © VfB-exklusiv.de

Wir hat­ten zwar mit Flo­ri­an Neu­haus oder Gen­ki Hara­guchi eini­ge schmerz­haf­te Abgän­ge zu ver­kraf­ten, konn­ten die­se aber im Rah­men unse­rer finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten vor allem dank der her­vor­ra­gen­den Arbeit unse­rer Scou­ting-Abtei­lung gut kom­pen­sie­ren.

Die Trans­fer­pe­ri­ode ver­lief im Rah­men unse­rer finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten — auch Dank des VfB – mei­ner Ansicht nach rich­tig gut. Jean Zim­mer hat bereits letz­tes Jahr über­zeugt und ist längst eine fes­te Grö­ße in Düs­sel­dorf. Die­se Sai­son wirkt er kämp­fe­risch sogar noch stär­ker. ​Mat­thi­as Zim­mer­mann erscheint eben­falls sehr viel­ver­spre­chend und Mar­cel Kamin­sky konn­te sich mit dem zweit­bes­ten Zwei­kampf­wert der Liga bereits in der 3er Ket­te der Innen­ver­tei­di­gung eta­blie­ren. Kevin Stö­ger ist von den ehe­ma­li­gen Brust­ring­trä­gern bis­lang am wenigs­ten zum Ein­satz gekom­men und wird es schwer haben, sich bei For­tu­na durch­zu­set­zen.
Mit Mar­vin Ducksch konn­te For­tu­na dazu noch den Top­tor­jä­ger der letz­ten Zweit­li­ga­sai­son ver­pflich­ten, der aller­dings eben­falls noch nicht so ganz in der Bun­des­li­ga ange­kom­men ist. Wei­te­re beson­ders erwäh­nens­wer­te Neu­zu­gän­ge sind Dodi

Schon länger nicht mehr beim VfB, aber jetzt bei der Fortuna: Kevin Stöger. Bild: © VfB-exklusiv.de
Schon län­ger nicht mehr beim VfB, aber jetzt bei der For­tu­na: Kevin Stö­ger. Bild: © VfB-exklusiv.de

Luke­bak­io und Alfre­do Mora­les. Wäh­rend sich die Leih­ga­be des FC Wat­ford mit sei­nem Dop­pel­pack im Pokal und sei­nem Sieg­tref­fer gegen Hof­fen­heim in die Her­zen der Fans geschos­sen hat, ist der Ex-Ingol­städ­ter und frü­he­re Her­tha­ner Mora­les eher der Mann fürs Rus­ti­ka­le. Hin­zu kommt, dass der lauf­star­ke defen­si­ve Mit­tel­feld­spie­ler als einer der weni­gen For­tu­nen im Kader bereits eini­ge Bun­des­li­ga-Erfah­rung mit­bringt.

Nur an die Fortuna ausgeliehen: Marcin Kaminski. Bild: © VfB-exklusiv.de
Nur an die For­tu­na aus­ge­lie­hen: Mar­cin Kamin­ski. Bild: © VfB-exklusiv.de

Fried­helm Fun­kel ist jetzt schon seit zwei Jah­ren Trai­ner in Düs­sel­dorf. Was hat er anders gemacht als sei­ne Vor­gän­ger? Und glaubst Du, der Ver­ein wür­de auch bei einem Abstieg an ihm fest­hal­ten?

Er hat den dama­li­gen Kader von Mar­co Kurz im März 2016 mit­ten im Abstiegs­kampf in einem deso­la­ten Zustand über­nom­men und mit der geball­ten Gelas­sen­heit sei­ner enor­men Erfah­rung wie­der Ruhe in das Cha­os gebracht. Er hat die Mann­schaft sta­bi­li­siert, in dem er zuvor zum Teil unver­dient aus­sor­tier­te, „alte“ bzw. ver­dien­te Spie­ler zurück in den Kader geholt hat, die For­tu­na im Her­zen tra­gen und alles für den Klas­sen­er­halt gege­ben haben. Sein ers­tes Spiel war dann auch gleich eine unver­gess­li­che emo­tio­na­le Ach­ter­bahn­fahrt gegen Kai­sers­lau­tern, die 4:3 ende­te und nach des­sen Abpfiff gefühlt die gan­ze Süd vor Erschöp­fung erst ein­mal kol­lek­tiv auf den Boden sank. Mit die­sem Erfolg des Wil­lens im Rücken kehr­te der Glau­be an die eige­ne Stär­ke zurück und wir schaff­ten tat­säch­lich wie­der knapp den Klas­sen­er­halt.

Unver­meid­ba­re Abgän­ge wur­den viel­ver­spre­chend kom­pen­siert, neue, jun­ge Spie­ler gut in die Mann­schaft inte­griert und auf allen Posi­tio­nen eine posi­ti­ve Kon­kur­renz geschaf­fen. Eine der gro­ßen Stär­ken Fun­kels ist die Ana­ly­se des Geg­ners und eine ent­spre­chend ange­pass­te Tak­tik und Spiel­wei­se. Auch in den ein­stu­dier­ten Stan­dards – die in Düs­sel­dorf lan­ge als „nicht trai­nier­bar“ gal­ten — haben wir uns im Ver­gleich zu frü­her stark ver­bes­sert.

Natür­lich hat Fried­helm Fun­kel als Auf­stiegs­trai­ner einen Bonus in Düs­sel­dorf. Der Ver­ein wür­de ihm je nach Sai­son­ver­lauf wohl auch bei einem direk­ten Wie­der­ab­stieg wei­ter­hin das Ver­trau­en schen­ken, soll­te er dann nicht von sich aus in den Ruhe­stand gehen wol­len. Schließ­lich ist Auf­stei­gen sei­ne Stär­ke, nicht die Klas­se zu hal­ten.

Wo lie­gen die Schwä­chen der For­tu­na-Mann­schaft? Und vor wem müs­sen wir uns am Frei­tag­abend in Acht neh­men?

Wir haben sicher­lich nicht die glei­che indi­vi­du­el­le Klas­se wie der VfB, konn­ten dafür aber zuletzt mit einer enor­men Lauf­be­reit­schaft, Zwei­kampf­stär­ke und mann­schaft­li­cher Geschlos­sen­heit über­zeu­gen. Bei uns müsst ihr euch also weni­ger vor Ein­zel­spie­lern in Acht neh­men, son­dern vor einer mit Lei­den­schaft und Herz­blut kämp­fen­den Mann­schaft, die kei­nen Ball ver­lo­ren gibt.
Unse­re größ­te Schwä­che ist es wohl nach wie vor selbst das Spiel zu machen. Frei nach dem Mot­to „Ball­be­sitz ist Dieb­stahl“ sind wir in Sachen Päs­se liga­weit Schluss­licht und bei den Tor­schüs­sen sieht es wahr­schein­lich auch nicht viel bes­ser aus. Aber es kommt ja zum Glück nicht dar­auf an, wie oft man aufs Tor schießt, son­dern wie oft man es trifft. Und in Sachen Effi­zi­enz macht uns da glück­li­cher Wei­se kaum jemand was vor.

Gegen euer tief­stehen­des 4–4‑2 wer­den wir wohl mit einer 5–3‑2 Grund­ord­nung und 3–5‑2 Sys­tem bei Ball­be­sitz spie­len. Mit zwei Spit­zen ist unser Spiel vor­ne zwar mitt­ler­wei­le etwas weni­ger aus­re­chen­bar als frü­her, trotz­dem wird eure qua­li­ta­tiv gut besetz­te Innen­ver­tei­di­gung für uns schwer zu über­win­den sein. Auf­pas­sen müss­te ihr dabei beson­ders auf unse­re star­ken Kon­ter über die schnel­len Außen. Einer der spiel­ent­schei­den­den Knack­punk­te aus unse­rer Sicht ist Gomez aus dem Spiel zu neh­men, der ja zuletzt wie­der zu sei­ner Form gefun­den haben scheint. Aber Rensing ist ja auch noch da und in Sachen Team­geist könnt ihr euch von uns eine Schei­be abschnei­den.

Dein Tipp fürs Spiel?

Wir sehen gegen Mann­schaf­ten aus dem Tabel­len­kel­ler tra­di­tio­nell schlecht aus und nach­dem wir uns bis­lang von Spiel zu Spiel kon­ti­nu­ier­lich gestei­gert und zum Teil sogar erschre­ckend guten Fuß­ball gespielt haben, wäre es eigent­lich mal wie­der Zeit für einen für For­tu­na typi­schen Grot­ten­kick zum Haa­re rau­fen. Der Sieg gegen den Cham­pi­ons League Teil­neh­mer Hof­fen­heim hat erneut unter­stri­chen, dass wir Geg­ner und kei­ne Opfer brau­chen. Und wie wir alle wis­sen, kann man Stutt­gart inter­na­tio­nal nur besof­fen sehen.

Scherz bei­sei­te: Der VfB wird im Ver­gleich zu Leip­zig und Hof­fen­heim tie­fer und kom­pak­ter ste­hen, was zu einem neu­tra­li­sie­ren­den Spiel im Mit­tel­feld füh­ren könn­te. Und auch wenn wir natür­lich auf einen glor­rei­chen Aus­wärts­sieg mit vie­len Toren hof­fen, wären wir mit einem 1:1 wahr­schein­lich wesent­lich zufrie­de­ner als ihr.

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