Köln kommt — Rund um den Brustring am Donnerstag, 13. August 2015

Die heu­ti­ge Pres­se- und Blog­schau befasst sich größ­ten­teils mit dem ers­ten Heim­spiel des VfB am Sonn­tag gegen den 1. FC Köln. Der Blick geht dabei nicht nur in die Stutt­gar­ter Medi­en, son­dern auch in die Dom­stadt.

Zunächst zur Info für alle, die am Sonn­tag da sind (ich muss lei­der aus gesund­heit­li­chen Grün­den pas­sen): Zum Einen

zum Ande­ren kommt es, wie der VfB ankün­digt, am Sonn­tag zu Ein­schrän­kun­gen im S‑Bahn-Ver­kehr.

Dass der 1. FC Köln der Angst­geg­ner des VfB ist, ist all­ge­mein bekannt. Die sta­tis­ti­sche Unter­füt­te­rung die­ses Fakts gibt es mor­gen an die­ser Stel­le. Die Stutt­gar­ter Nach­rich­ten schau­en sich die Bilanz des VfB gegen die Geiß­bö­cke der letz­ten zehn Jah­re an, gar­niert mit einer Bild­stre­cke, auf der man unter ande­rem auch mal wie­der Zvo­ni­mir Sol­do sieht, der nach sei­ner Zeit beim VfB ja eine Wei­le FC-Trai­ner war.

Die Köl­ni­sche Rund­schau macht bei den Köl­nern auch eine gewis­se Eupho­rie aus. Natür­lich wird da auch die grot­ten­schlech­te Bilanz des VfB her­an­ge­zo­gen. Hoff­nung soll den Köl­nern auch Milos Jojic machen, der laut FC-Trai­ner Stö­ger ein “Unter­schieds­spie­ler” ist. Wenn mach sich den Team­check der Rund­schau vor dem ers­ten Spiel­tag durch­liest, tau­chen dort auch eini­ge Namen auf, vor denen der VfB auf jeden Fall Respekt haben soll­te. Einer davon ist Antho­ny Mode­s­te, den die Köl­ner durch den Ver­kauf von Ujah aus Hof­fen­heim holen konn­ten.

Im kicker wird der­zeit dar­über spe­ku­liert, ob die Köl­ner ihr Sta­di­on für die EM 2024 even­tu­ell erwei­tern oder sogar von der Stadt kau­fen.

Ehemalige Brustringträger

Ori­ol Rom­eu ist nach der ver­gan­ge­nen Sai­son zum Chel­sea FC zurück gekehrt, hat es aber dort nicht lan­ge aus­ge­hal­ten. Jetzt wech­selt er zum Sout­hamp­ton FC, wie Goal.com berich­tet. Hof­fen wir für ihn, dass es dort bes­ser für ihn läuft.

Transfergerüchte

Sportal.de setzt die Wahr­schein­lich­keit für einen Ver­bleib Anto­nio Rüdi­gers beim VfB bei 70 Pro­zent an, ver­bun­den mit dem Hin­weis, dass im Win­ter bereits die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de ansteht.

Vermischtes

Beim Ver­ti­kal­pass haben sie schon ein­mal die Hin­run­de durch­ge­tippt, natür­lich mit dem bereits bekann­ten Humor und einem Augen­zwin­kern. Kost­pro­be:

4. Spiel­tag
Kef­fin Kuranyi schießt sein ers­tes Tor für Hof­fen­heim und träumt von einer Rück­kehr in die Natio­nal­mann­schaft. Ulreich bekommt einen Scorer-Punkt, nach­dem er einen Schuss so weit abpral­len läßt, dass ihn Arjen Rob­ben an der Mit­tel­li­nie auf­neh­men kann und nach einem unwi­der­steh­li­chen Solo zum 4:1 End­stand gegen Augs­burg ein­netzt. Nach sei­nen zwei Toren bei der 2:5‑Niederlage gegen Wolfs­burg muss Lukas Hin­ter­seer vom FC Ingol­stadt im „Aktu­el­len Sport­stu­dio“ nicht auf die Tor­wand schie­ßen, son­dern „Komm‘ auf ein Bier zu mir“ sei­nes Onkels Han­si sin­gen.

Die Hei­den­hei­mer Zei­tung blickt eben­so auf den Sai­son­start des VfB wie die Heil­bron­ner Stim­me. Wie auch schon ande­re hier ver­link­te Sai­son­aus­bli­cke wird auf die ver­hal­te­ne Eupho­rie im Umfeld eben­so ein­ge­gan­gen wie auf den Bezug auf bezie­hungs­wei­se die Abgren­zung von den letz­ten Jah­ren.

Die Stutt­gar­ter Zei­tung hat vier ehe­ma­li­ge VfB-Spie­ler — Karl All­gö­wer, Gui­do Buch­wald, Tho­mas Bert­hold und Karl­heinz Förs­ter  zur Sai­son des VfB befragt. Auch die vier geben sich vor­sich­tig opti­mis­tisch.

Auf der VfB-Home­page wird noch ein­mal Emi­lia­no Insua vor­ge­stellt, der erst der vier­te Argen­ti­ni­er beim VfB ist, nach Basu­al­do, Cen­tu­ri­on und Camo­ra­ne­si. Gera­de die bei­den letz­ten haben ja in Stutt­gart nicht gera­de einen posi­ti­ven Ein­druck hin­ter­las­sen. Und auch Insua war für mich das schwächs­te Glied in der Vie­rer­ket­te gegen Kiel. Hof­fen wir mal, dass er sich noch fängt.

Die Tiro­ler Tages­zei­tung gibt einen Über­blick über alle Öster­rei­cher in der Bun­des­li­ga. Mit dabei sind natür­lich auch die VfB-Spie­ler aus dem Nach­bar­land. Inter­es­sant: Die Öster­rei­cher sind nach den Schwei­zern und den Bra­si­lia­nern die dritt­größ­te Grup­pe aus­län­di­scher Spie­ler in der Bun­des­li­ga.

Gun­ter Bar­ner hat für die Stutt­gar­ter Nach­rich­ten ein län­ge­res Stück über Fans, Tra­di­ti­on und Kom­merz geschrie­ben und mit der alten Fra­ge beti­telt, wem der Fuß­ball gehö­re. Die Aus­füh­run­gen sind durch­aus inter­es­sant. Beim VfB möch­te man natür­lich die Waa­ge zwi­schen Tra­di­ti­on und Moder­ne hal­ten:

So weit soll es in der Bun­des­li­ga nicht kom­men. Bei allen Über­le­gun­gen, dem Ver­ein die eine oder ande­re finan­zi­el­le Infu­si­on durch Inves­to­ren zu ver­pas­sen, legt VfB-Chef Bernd Wahl­er gestei­ger­ten Wert auf eine Kon­stel­la­ti­on, die an den kul­tu­rel­len Fun­da­men­ten des Fuß­balls nicht rührt. „Er muss ein Erleb­nis blei­ben, bei dem alle Men­schen zusam­men­kom­men kön­nen.“ Wahl­er attes­tiert dem Publi­kum in der Mer­ce­des-Benz-Are­na zwar eine gewis­se Hete­ro­ge­ni­tät, aber auch die gegen­sei­ti­ge Wert­schät­zung. Was Mar­ke­ting­chef Jochen Rött­ger­mann so aus­drückt: „Unse­re Busi­ness­kun­den schät­zen die Stim­mung im Sta­di­on extrem. Wir brau­chen die Cannstat­ter Kur­ve auch, um unse­re Logen zu ver­kau­fen.“ Aber auch umge­kehrt wird irgend­wie ein Schuh draus: Ohne die Ein­nah­men der Event-Socie­ty, die über den Bon­zen­steg vom Park­haus zum Stöß­chen mit Pro­sec­co ins Busi­ness-Cen­ter wackelt, wären die mode­ra­ten Ticket­prei­se auf den Steh­plät­zen (ca. 20 Euro) kaum zu hal­ten.

Ach­so, mode­ra­te Ticket­prei­se von 20 Euro. Na dann. Ein­ge­gan­gen wird natür­lich auch auf den eng­li­schen Fuß­ball, aber auch ange­merkt, dass die­ser zwar mehr Geld an die Ver­ei­ne aus­schüt­tet, sei­nen Fans aber auch des­sen mehr aus der Tasche zieht.

Pas­send dazu der Arti­kel bei jp4sport.biz über den Fan, das bekann­te Wesen. Gemeint ist eine Typo­lo­gie von Fuß­ball­fans, der zufol­ge vor allem “mani­sche” und “lei­den­schaft­li­che” Fans den Ver­ei­nen das meis­te Geld besche­ren. Beim VfB wer­den 4,8 Pro­zent der Fans als sol­che ein­ge­schätzt. Ein ganz inter­es­san­ter Arti­kel, aller­dings glau­be ich nicht, dass die Ergeb­nis­se der Stu­die den Ver­ei­nen so viel mehr Umsatz brin­gen.

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