Daten-Dienstag: Ein Blick in die Zahlen

Mit einer neuen Rubrik wollen wir jeden Dienstag einen Blick in die Daten, Zahlen und Statistiken rund um den VfB werfen.

Ihr kennt es aus unseren Spielberichten und Podcast-Folgen: Wir sind zwar keine kompletten Daten- und Statistiknerds, aber ein bisschen schauen wir schon immer auf die Zahlen zu den Spielen des VfB. Das wollen wir jetzt regelmäßig jeden Dienstag tun, so umfassend wie es die Zeit zulässt. Dabei wollen wir natürlich nicht die Bundesliga-Tabelle oder die Torschützenliste runterbeten, sondern einen Blick auf besondere Zahlen werfen – und auf den jeweils nächsten Gegner.

Fangen wir mal mit den positiven Aspekten an und das betrifft beim VfB aktuell die Offensive. Es gibt nur zwei Bundesliga-Spieler, die an allen drei bisherigen Spieltagen getroffen haben: Robert Lewandowski und Sasa Kalajdzic. Sieben Tore in den ersten drei Spielen – mehr hat der VfB in den vergangenen 25 Jahren übrigens nur zwei Mal erzielt: 2004 und 1996. 5,93 expected goals hat Understat übrigens bisher errechnet, die der VfB damit leicht übertrifft und damit auf Platz 5 der Liga landet. Mit 49 hat der VfB aktuell immerhin nach München und Leipzig die drittmeisten Torschüsse der Liga, bei den Aluminiumtreffern liegen wir mit Bayern und Köln an der Spitze, es sind allerdings bisher auch nur 2.

Übrigens hat der VfB mit durchschnittlich 24,7 Jahren zusammen mit Leipzig die jüngste Elf der Liga. Bei den Ballkontakten liegt der VfB auf Platz 6 der Liga, bei der Laufleistung allerdings eher im unteren Mittelfeld. Ein kurzer Vergleich zu anderen Mannschaften zeigt ähnliche Diskrepanzen: Augsburg läuft am Meisten, hat die wenigsten Ballkontakte. Ergo: Wer den Ball hat, muss weniger laufen? Vielleicht nicht zu 100 Prozent zutreffend, aber eine Tendenz ist erkennbar.

Mit 83 Prozent hat der VfB die fünftbeste Passquote der Liga, wie wir wissen, sagt der Wert alleine wenig über den Wert der Pässe aus. Aussagekräftiger sind hingegen die Zahlen von Wataru Endo, neben Dreifach-Torschütze Sasa Kalajdzic sicherlich einer der auffälligsten VfB-Spieler bisher. Er hat nicht nur nach Dortmunds Giovanni Reyna mit 44 die zweitmeisten Zweikämpfe gewonnen, sondern mit 8 auch die zweitmeisten Fouls begangen. Da stellt sich, auch im Hinblick auf das Spiel am Samstag die Frage: Ist Endo der bessere Ascacíbar, weil er sich auch ins Angriffsspiel einschaltet und nicht ausschließlich nach hinten arbeitet?

Ganz oben in dieser Statistik ist auch unser nächster Gegner, die Hertha. Die hat nämlich mit 48 die meisten Fouls der Liga begangen. Zum Spiel selber: Im Olympiastadion hat der VfB zuletzt im September 2013 gewonnen. Christian Gentner schoss das einzige Tor für die Mannschaft des damaligen Trainers Thomas Schneider.

Christian Gentner feiert das Tor des Tages beim letzten VfB-SIeg in Berlin. Bild: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Das war damals übrigens die erste Heimniederlage der Hertha unter dem späteren VfB-Kurzzeit-Trainer Jos Luhukay seit Mai 2012. Insgesamt ist die Statistik gegen Hertha recht ausgeglichen. Hertha hat bereits acht Mal in dieser Saison getroffen, auch kein schlechter Wert. Bei den expected goals liegt Berlin nur einen Platz hinter dem VfB, was bedeutet, dass sie ihre Chancen besser genutzt haben. Heraus sticht bei den Berlinern Lucas Tousart, der mit 38,3 gelaufenen Kilometern ligaweit auf Platz 2 liegt.

So, das war unser, zeitbedingt etwas oberflächlicher Blick in die Daten. Mehr und hoffentlich Tiefschürfenderes gibt es nächsten Dienstag, mit einem Rückblick aufs Hertha und einem Ausblick aufs Köln-Spiel.

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