Warum Dietrichs Gegner keine Alternativen präsentieren müssen

Dies ist eine Geschich­te, die ver­deut­li­chen soll, war­um Fans und Mit­glie­der sehr wohl den Rück­tritt Diet­richs for­dern kön­nen, ohne selbst eine Alter­na­ti­ve bereit zu haben.

Mit­un­ter wird gefor­dert, wer “Diet­rich raus!” schreie, müs­se auch eine Alter­na­ti­ve parat haben. An einem Bei­spiel wol­len wir zei­gen, war­um das nicht der Fall ist. In ecki­gen Klam­mern fin­det Ihr zur Ver­deut­li­chung die Ent­spre­chun­gen des Bei­spiels beim VfB:

Stellt euch vor, ein Phar­ma-Unter­neh­men [VfB-Auf­sichts­rat] stellt ein Medi­ka­ment [Wolf­gang Diet­richs Amts­zeit beim VfB] vor, das Krebs [Miss­erfolg des VfB] hei­len soll. Ganz Deutsch­land war­tet gespannt dar­auf, dass Ärz­te die­ses Medi­ka­ment ver­schrei­ben dür­fen und tau­sen­de geheilt wer­den.

Genau das pas­siert dann auch: Ärz­te ver­schrei­ben die­se „Wun­der­me­di­zin“ [Wolf­gang Diet­rich wird gewählt], Apo­the­ken ver­tei­len es und die ers­ten Erfol­ge stel­len sich ein: Es ver­brei­ten sich Geschich­ten von Geheil­ten, die end­lich wie­der fro­hen Mutes durch ihr Leben gehen kön­nen.

Doch nach weni­gen Mona­ten, viel­leicht einem Jahr, begin­nen die ers­ten kri­tisch nach­zu­fra­gen: Man ken­ne bis­her kei­nen, bei dem das Medi­ka­ment gehol­fen habe. Man ken­ne nur Leu­te, bei denen das Medi­ka­ment schlim­me Neben­wir­kun­gen ver­ur­sacht habe.

Es wird von der ver­trei­ben­den Fir­ma [VfB] eine Medi­en­kam­pa­gne gestar­tet: „Ja zur Hei­lung“. Für eini­ge Zeit geht das auch gut, ver­trau­ens­vol­le Chefs [Schin­del­mei­ser] zei­gen der Bevöl­ke­rung durch ihr ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tes Han­deln, dass die­se dem Medi­ka­ment ver­trau­en kann. Doch nach einer Wei­le offen­bart sich die Wahr­heit, was auch die Pati­en­ten [Fans und Mit­glie­der] anpran­gern: „Das Medi­ka­ment wirkt doch gar nicht!“, „Wie kann es sein, dass die Neben­wir­kun­gen nicht auf der Packungs­bei­la­ge stan­den!“. 

Die Phar­ma­fir­ma beruft sich dar­auf, dass alle Neben­wir­kun­gen mit dem Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel abge­klärt wor­den sind [Zustim­mung der DFL]. Und dass sie nach wie vor hin­ter dem Pro­dukt ste­he.

Sehr vie­le for­dern mitt­ler­wei­le, dass das Pro­dukt umge­hend aus dem Ver­kehr genom­men wer­den müs­se. Doch es gibt auch ande­re. Ande­re die sagen: „Es gibt doch gar kein bes­se­res Medi­ka­ment gegen Krebs! [An die Kri­ti­ker:] Zeigt uns doch erst­mal ein Medi­ka­ment, dass bes­ser gegen Krebs wirkt! Ihr könnt doch nicht for­dern, dass das Medi­ka­ment aus dem Ver­kehr genom­men wird, wenn ihr kei­ne bes­se­re Alter­na­ti­ve auf­zei­gen könnt!

Und das ist die Geschich­te, war­um Fans sehr wohl den Rück­tritt eines Prä­si­den­ten for­dern kön­nen, ohne eine Alter­na­ti­ve auf­zei­gen zu müs­sen: Das ist nicht ihre Auf­ga­be. Dass ein Medi­ka­ment, das nur Neben­wir­kun­gen ver­ur­sacht und nicht wirkt, aus dem Ver­kehr gezo­gen wird, kön­nen sie aller­dings schon for­dern.

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