Sunjic kommt, Kostic bleibt, Veh lässt die Punkte da — Rund um den Brustring am Freitag, 28. August 2015

Am Don­ners­tag hat der VfB einen, zumin­dest nomi­nel­len, Ersatz für Anto­nio Rüdi­ger ver­pflich­tet. Gleich­zei­tig über­rascht Filip Kostic kurz vor Ulti­mo mit Wech­sel­ab­sich­ten. Schließ­lich wirft auch das sams­täg­li­che Spiel gegen die Ein­tracht aus Frank­furt sei­ne Schat­ten vor­aus.Zunächst zum neu­en Mann im Brust­ing. Toni Sun­jic kommt von Kuban Kras­no­dar, wie der VfB heu­te bestä­tig­te. Der Innen­ver­tei­di­ger ist, wie bereits ges­tern geschrie­ben, bos­ni­scher Natio­nal­spie­ler und wird als kopf­ball­stark ein­ge­schätzt. Was bedeu­tet das jetzt für Adam Hlou­sek? Bereits gegen Ham­burg wur­de deut­lich, dass man mit ihm als Innen­ver­tei­di­ger nicht durch die gesam­te Sai­son gehen kann. Steht gegen Frank­furt bereit Sun­jic auf dem Platz, mit dem Timo Baum­gartl noch kein gemein­sa­mes Spiel bestrit­ten hat. Es wäre nicht die ein­zi­ge Unsi­cher­heit in der Ver­tei­di­gung: Auf die rech­te Außen­bahn rückt auf­grund der Gelb-Rot-Sper­re Flo­ri­an Kleins wahr­schein­lich Dani­el Schwa­ab nach, der es irgend­wie geschafft hat, sich bei Dutts Groß­rei­ne­ma­chen so geschickt zu ver­ste­cken, dass er immer noch im Kader steht. Glaubt man Dutts Wor­ten, ist Sun­jic jetzt die 1a-Lösung für die Innen­ver­tei­di­gung. Da ich immer noch nicht mehr weiß als ges­tern, bleibt mir nichts übrig, als mich über­ra­schen zu las­sen.

Kostics kalte Füße

Über­ra­schend kam heu­te auch die Ankün­di­gung im kicker, Filip Kostic wol­le den Ver­ein ver­las­sen. Es wird gemut­maßt, dass Kostic immer noch belei­digt sei, weil ihm im ers­ten Halb­jahr beim VfB die Qua­li­tät abge­spro­chen wur­de. Er wol­le sich nun wei­ter­ent­wi­ckeln. Am Mitt­woch­abend soll es des­halb ein Gespräch zwi­schen Dutt und Zor­ni­ger sowie Kostic und sei­nem Bera­ter gege­ben haben. Die Bild weiß dazu zu berich­ten:

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Damit ist das The­ma für mich auch ehr­lich gesagt erle­digt. Ich weiß nicht genau, was Kostic da rei­tet, viel­leicht hat er ange­sichts des Tabel­len­stan­des und des sich lang­sam schlie­ßen­den Trans­fer­fens­ters Muf­fen­sausen bekom­men. Auch bei Dida­vi wur­de ein Wech­sel kol­por­tiert und trotz­dem ist er momen­tan neben Gin­c­zek einer der wich­tigs­ten Spie­ler auf dem Platz. Erneut wird Dutt also den sport­li­chen Erfolg über eine mög­li­cher­wei­se hohe Ablö­se­sum­me (Kostics Ver­trag läuft bis 2019) stel­len. Wer die­se Ablö­se­sum­me bezah­len soll, ist auch noch offen. Laut kicker sind der FC Schal­ke und — kein Witz — der HSV inter­es­siert. Bei Schal­ke könn­te bei einem Abgang von Juli­an Drax­ler tat­säch­lich Bedarf bestehen, berich­tet fussballtransfers.com. Aber ich gehe wie gesagt nicht davon aus, dass Dutt da noch kurz­fris­tig schwach wird. Viel­leicht wäre es für Kostic auch hilf­reich, sich mal einen Moment zurück zu leh­nen und zu schau­en, was er hat, anstatt wie ein gewis­ser bel­gi­scher Natio­nal­spie­ler jedes Jahr für einen ande­ren Ver­ein auf­zu­lau­fen (oder auch nicht).

Die Rückkehr des “Glücklosen”

Das Spiel des VfB gegen die Ein­tracht hat zwei­er­lei Vor­zei­chen. Zum einen will, nein muss der VfB end­lich einen Drei­er ein­fah­ren. Zum ande­ren ist es die Rück­kehr von Armin Veh ins Neckar­sta­di­on. Ich muss ja sagen, ich war auch damals eupho­risch, als Veh zum VfB zurück kam. Auch wenn die Ver­göt­te­rung, die ihm bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung ent­ge­gen schlug, schon etwas absurd war. Viel absur­der war dann noch sein Abgang, den ich ihm bis heu­te übel neh­me. In die­ser Pha­se gab es eh schon vie­le Per­so­nen im Ver­ein, die sich sel­ber über den VfB gestellt haben. Vie­le davon tru­gen wöchent­lich einen roten Brust­ring spa­zie­ren. Dass dann auch noch Veh hin­wirft, der den Wech­sel zum VfB vor­her als Her­zens­an­ge­le­gen­heit bezeich­net hat­te, war das Sah­ne­häub­chen auf der deso­la­ten Situa­ti­on, in der sich der Ver­ein zu die­sem Zeit­punkt befand. Jetzt also wie­der die Ein­tracht. Soll er machen.
Natür­lich ist das gan­ze auch ein Medi­en­the­ma. Der Reut­lin­ger Gene­ral­an­zei­ger beschäf­tigt sich aus­führ­lich mit der The­ma­tik und wirft einen Blick auf die Zeit seit Vehs Abgang. Beim kicker blickt man sogar zurück bis zu sei­ner Ver­pflich­tung als Nach­fol­ger von Trapp­a­to­ni 2005. Die Frank­fur­ter Neue Pres­se betrach­tet das Gan­ze aus Frank­fur­ter Sicht. Hof­fen wir, dass Veh auch am Sams­tag wie­der dem Geg­ner zum Sieg gra­tu­lie­ren muss.

Meldungen

Die Stutt­gar­ter Nach­rich­ten spre­chen das The­ma Frau­en­fuß­ball beim VfB an.

Die U19 des VfB ist im DFB-Junio­ren-Ver­eins­po­kal gegen Han­no­ver 96 aus­ge­schie­den, Spiel­be­richt im kicker.

Das Stutt­gar­ter Wochen­blatt hat einen Sport­psy­cho­lo­gen zur aktu­el­len Situa­ti­on beim VfB befragt.

Auf Fupa.net gibt es ein sehr lesens­wer­tes Inter­view mit Odis­se­as Vlacho­di­mos, die Fra­gen wur­den zum Teil in der VfB-Twit­ter-Com­mu­ni­ty gec­rowd­sourct.

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