Rund um das Spiel in Berlin

Trotz Pokalaus bekom­men wir eine Art End­spiel in Ber­lin. Zwar ist mit einem Sieg die Klas­se noch lan­ge nicht sicher, aber ein drei­fa­cher Punkt­ge­winn könn­te uns in eine gute Aus­gangs­la­ge für die letz­ten drei Spie­le brin­gen, wäh­rend unser Geg­ner Her­tha BSC noch um den letz­ten Fünk­chen Hoff­nung kämpft.

Das Pokalaus gegen Frank­furt war teu­er. Nicht nur, dass Antons Magen­pro­ble­me wohl schlim­mer als gedacht sind, zudem fällt auch unser Greek Freak (Zitat @meinVfB) Mavro­pa­nos für min­des­tens die nächs­ten bei­den Spie­le defi­ni­tiv aus. Es könn­te auch sein, dass der grie­chi­sche Natio­nal­spie­ler wohl das letz­te Mal den Brust­ring sich über­streif­te. Die Ver­let­zung könn­te im Worst Case das Sai­son­aus bedeu­ten und einem Wech­sel scheint Dinos nicht abge­neigt zu sein. Das Spiel gegen Frank­furt stimmt mich trotz­dem posi­tiv. Zwar sind wie­der VfB typi­sche Sachen pas­siert, aber wir waren trotz einen Mann weni­ger dem Aus­gleich sehr nah. Hät­te der Münz­wurf  in Köln auch all­ge­mein­hin als VAR bekannt zu unse­ren Guns­ten ent­schie­den und hät­te Sosa nicht aus Pro­test den Ball gen Cannstat­ter Him­mel geyee­ted, hät­ten wir viel­leicht eine zwei­te Rei­se ins Ber­li­ner Olym­pia­sta­di­on die­se Sai­son pla­nen kön­nen. Aber naja, Hät­te Hät­te Fahr­rad­ket­te. Was eben­falls sehr schön war, war die Sze­nen nach dem Schluss­pfiff: Trotz Nie­der­la­ge und trotz Pokalaus wur­de die Mann­schaft von der Kur­ve gefei­ert. Sel­ten habe ich eine so gro­ße Ver­bin­dung zwi­schen Mann­schaft und Fans gese­hen als in der jet­zi­gen Pha­se. Viel­leicht ist das ein biss­chen Recen­cy-Bias, aber selbst nach dem letz­ten Der­by­sieg gegen Karls­ru­he war die Stim­mung bei wei­tem nicht so gut wie nach den Spie­len gegen die bei­den Borus­si­as.

Und jetzt kommt Her­tha BSC. Man, ich lei­de wirk­lich mit den Ber­li­ner Fans. Nicht nur, dass die Hoff­nun­gen und Träu­me vom sport­li­chen Erfolg Dank Wind­horst-Mil­lio­nen sich in Rauch auf­lös­ten, nicht nur dass sie ein mitt­le­res Wun­der brau­chen um die Klas­se zu hal­ten, nein, dazu kommt der sport­li­che Erfolg vom Stadt­ri­va­len. Die nicht nur die Stadt­meis­ter­schaft qua­si abon­niert haben, sie wer­den wohl nächs­tes Jahr inter­na­tio­nal in der Euro­pa League oder sogar in der Cham­pi­ons League spie­len. Bei Her­tha wie­der­um schei­nen die Lich­ter aus­zu­ge­hen. Der Trai­ner­wech­sel­ef­fekt ist qua­si her­tha här­ter ver­pufft als der Bru­no Lab­ba­dia Effekt. Also Eupho­rie auf unse­rer Sei­te gegen Resi­gna­ti­on auf der ande­ren Sei­te. Was soll schon schief gehen? Nun, unter ähn­li­chen Umstän­den stand unser letz­ter Besuch in Ber­lin-West­end. Haben wir gewon­nen und uns so von unten abset­zen kön­nen? Haben wir Her­tha den Todes­stoß Rich­tung zwei­te Liga ver­passt? Nein. Wir haben 0:2 ver­lo­ren. Es war ein sehr ängst­li­cher, sehr schwa­cher und kläg­li­cher Auf­tritt. Obwohl alles auf dem Spiel stand. Das war der sport­li­che Tief­punkt der letz­ten Sai­son. Ähn­lich ist die Aus­gangs­la­ge für mor­gen. Ich hof­fe die Mann­schaft hat aus den Feh­lern der Ver­gan­gen­heit gelernt. So ein Spiel wie letz­tes Jahr DARF es nicht geben.  Wir müs­sen gewin­nen, denn wir kön­nen uns auch nicht wie­der auf Ande­re ver­las­sen. Wäh­rend letz­tes Jahr mit Bie­le­feld und Fürth zwei Abstei­ger schon qua­si vor Sai­son­be­ginn fest­stan­den, dre­hen die­se Sai­son die Teams im Kel­ler jetzt rich­tig auf. Der FC Schal­ke 04 erlebt eine kaum vor­her­zu­se­hen­de Renais­sance, die Knap­pen fei­er­ten  Dank eines VAR-Elf­me­ters in letz­ter Sekun­de den zwei­ten Last-Minu­te-Sieg in Fol­ge. Spit­zen und Anspie­lun­gen auf Dani­el Schla­gers Ent­schei­dung im Pokal­halb­fi­na­le spar ich mir lie­ber.

Mor­gen sind drei Punk­te Pflicht. Alles Ande­re wäre ein her­ber Schlag im Kampf um den Klas­sen­er­halt.

Personalsituation

Wie oben schon erwähnt fällt Mavro­pa­nos sicher aus. Dazu kommt noch die unnö­ti­ge Gelb­sper­re von Kara­zor, weil er einen Frei­stoß durchs Ball­fest­hal­ten ver­zö­gert hat­te. Ansons­ten ste­hen alle ande­ren Spie­ler zur Ver­fü­gung. In der Innen­ver­tei­di­gung kann Zag­adou rein­rut­schen und für den gesperr­ten Kara­zor gibt es mit Füh­rich, Mil­lot, Hara­guchi und Nar­tey eini­ge Alter­na­ti­ven.

Mögliche Startaufstellung 

meineaufstellung.de

Ich könn­te mir vor­stel­len, das Füh­rich für Kara­zor rein­rutscht aber den­ke mit Hara­guchi ist man da ein Spur defen­siv sta­bi­ler. Zag­adou wird wohl den ver­letz­ten Mavro­pa­nos erset­zen und ich bete zu allen Göt­ter die­ser und allen ande­ren exis­tie­ren­den Erden, dass er kei­nen sei­ner Trade­mark Elf­me­ter ver­ur­sacht. Silas und Mil­lot auf den (Halb-)Flügeln fühlt sich trotz guter Leis­tung von Tomas rich­tig an. Ich fin­de Mil­lot ist deut­lich sprit­zi­ger und Zwei­kampf­stär­ker, als der jun­ge Por­tu­gie­se. Wer auf wel­chen Flü­gel spielt ist zudem nicht wich­tig, da sie bei­de regel­mä­ßig den Flü­gel wech­seln.

Statistik

Die Bilanz gegen die alte Dame ist sehr aus­ge­gli­chen. Der VfB konn­te bei 18 Unent­schie­den 27 mal das Spiel für sich ent­schei­den, wäh­rend die Ber­li­ner 28 mal gewin­nen konn­ten. Ein Sieg und es steht unent­schie­den zwi­schen den bei­den Tra­di­ti­ons­clubs. Her­tha ist sta­tis­tisch gese­hen ein Trau­er­spiel. Die alte Dame hat die zweit­schwächs­te Defen­si­ve und die dritt­schwächs­te Offen­si­ve der Liga. In der Rück­run­den­ta­bel­le ste­hen sie zudem bei mage­ren 8 Punk­te. Sie sind der ein­zi­ge Ver­ein der Bun­des­li­ga, der kei­ne zwei­stel­li­gen Punk­te hat. Sie sind zusam­men mit dem VfB die schwächs­te Mann­schaft nach Stan­dards. Bei­de Ver­ei­ne sind sehr schwach dar­in, nach Stan­dards Tore zu erzie­len. Wie das Spiel mor­gen ablau­fen wird ver­ra­tet die Ball­be­sitz­sta­tis­tik. Wäh­rend der VfB die acht­höchs­te Ball­be­sitz­quo­te (49 %) besitzt, hält Her­tha mit 43 % Ball­be­sitz­quo­te am Wenigs­tens den Ball. Dazu kommt noch, dass Her­tha die meis­ten Shot crea­ting plays nach einer Defen­siv­ak­ti­on aller Bun­des­li­gis­ten besitzt. Ber­lin wird also wenig den ball haben, pres­sen, umschal­ten und mög­lichst schnell ein Tor schie­ßen. Die Brust­rin­ger soll­ten gewarnt sein.

Fazit

Es wird sehr sehr ernst. Das ist Abstiegs­kampf pur, es wird nicht schön aber es wird sehr wich­tig. Wir müs­sen dis­zi­pli­niert ver­tei­di­gen, kon­zen­triert blei­ben und vor­ne unse­re Chan­cen effek­tiv nut­zen. Eine Wie­der­ho­lung des Spiels 21/22 wür­de unse­re halb­wegs gute Aus­gangs­la­ge vor dem Spiel­tag zunich­te machen.

Titel­bild: © Maja Hitij/Getty Images

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