Rund um das Spiel gegen Freiburg

Am Samstag trifft der VfB Stuttgart auf den SC Freiburg zum “Derbyle”. Mit dem Europa-League-Teilnehmer wartet der nächste schwierige Gegner auf die jungen Wilden, gegen den man das letzte Mal 2018 in der Bundesliga gewinnen konnte.

Wenn Freiburg auf Stuttgart trifft, trifft ein Europa-League-Teilnehmer auf einen Abstiegskandidat. Es gab Zeiten, da waren wir die Eurofighter während Freiburg um den Klassenerhalt bangen musste. Die Zeiten haben sich zu unserem Leidwesen geändert. Jetzt sind es die Freiburger, die magische Europapokalnächte erleben und jetzt sind wir es, die um die Bundesliga kämpfen müssen. Wir sind jetzt der Underdog. Doch ist das keineswegs ein Nachteil. Für die Freiburger, auch wenn sie Deutscher Meister im Tiefstapeln sind, wäre alles andere als ein Sieg enttäuschend. Wir dagegen könnten mit einem dritten Punkt in Folge leben. Matarazzo muss dafür die Jungs von Anfang an auf Betriebstemparatur bringen. Denn in den ersten beiden Saisonspielen kassierten wir in den ersten zehb Minuten immer ein Tor und Freiburg gelang es bei seinem letzten Besuch am Neckar traf gleich zweimal nach neun(!) Minuten. Es musste sogar ein drittes Gegentor fallen, damit die Stuttgarter Schlafmützen endlich aufwachten und eine Aufholjagd gestartet haben. Am Ende haben wir trotzdem das Spiel verloren. Kommen wir zur

Personalsituation

Außer Coulibaly und Faghir sind eigentlich alle Spieler wieder fit. Für Kastanaras käme ein Einsatz noch zu früh und er wird wahrscheinlich auf der Tribüne Platz nehmen. Bei Vagnoman, der gegen Bremen verletzt ausgewechselt wurde, steht nur ein kleines Fragezeichen. Nur über Dinos Mavropanos müssen wir uns Sorgen machen. Der griechische Nationalspieler konnte aufgrund von Knieproblemen mit der Mannschaft nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich. Churlinov ist auch keine Option. Sein Wechsel nach Burnley wird wohl demnächst verkündet werden.

Mögliche Aufstellung

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Sosa ist wieder da! Der kroatische Flankengott kehrte schon gegen Bremen zurück und konnte überzeugen. So wird er wieder die Wingback-Rolle auf Links übernehmen, während Silas der Sturmpartner von Sasa wird. Dafür wird der zuletzt schwächelnde Tomas wohl wieder auf der Bank Platz nehmen. Sollte Mavropanos doch ausfallen, könnte Stenzel übernehmen. Es ist auch realistisch, dass der VfB gegen den Ball auf ein 5-2-3 setzt, wo Silas und Führich dann auf die Flügel ausweichen um gegen die im Streichs 4-4-2 die doppelbesetzten Flügel besser verteidigen zu können, während wir dann im eigenen Ballbesitz wieder auf das bewährte 5-3-2 umstellen und die Überzahl im Mittelfeld für uns ausnutzen könnten. Der kopfballstarke Anton wird wohl Gregoritsch in Manndeckung nehmen, schließlich ist der Freiburger sehr kopfballstark und und gewann mit Abstand die meisten Kopfballduelle.

Statistik

Insgesamt traffen die beiden Baden-Württemberger 47 Mal aufeinander. Der VfB konnte 26 mal das Spiel für sich entscheiden, während die Freiburger nur 15 Siege gegen uns aufzuweisen haben. Doch der letzte Dreier gegen die Breisgauer gelang uns im Frühjahr 2018. Damals traf Gomez doppelt und unser Cheftrainer hieß Tayfun Korkut. Es wird also mal wieder Zeit für ein Sieg! Freiburg traf in den letzten Jahren regelmäßig mindestens zweimal gegen uns. Sie sind was Tore schießen angeht auch eine sehr effektive Mannschaft. In den ersten zwei Spieltagen erzielte Freiburger 2,8 Tore mehr als ihr xG-Wert, während der VfB wieder sehr verschwenderisch mit seinen Torchancen umgeht.

Fazit

Es wird ein schweres Spiel gegen die Breisgauer. Doch wir sind nicht chancenlos. Schaffen wir es von Anfang online zu sein, können wir kontern und trifft Sosa wieder regelmäßig Sasas Kopf , dann könnte ein Heimsieg drin sein. Hinten müssen wir stets konzentriert bleiben und uns keine unnötige Patzer erlauben. Auch sollten wir unnötige Freistöße in Strafraumnähe unterlassen. Ansonsten könnte uns Vicenzo Grifo das Leben schwer machen.

Titelbild: © Alexandra Beier/Getty Images

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