Neu beim Brustring: Sven Mislintat

Bereits bei sei­nem Amts­an­tritt als Sport­vor­stand hat­te Tho­mas Hitzl­sper­ger ange­kün­digt, dass er noch einen Sport­di­rek­tor sucht. Jetzt hat er ihn gefun­den: Sven Mislin­tat hat bis 2021 beim VfB unter­schrie­ben. Wir haben uns mit Fans und Exper­ten sei­ner bei­den ehe­ma­li­gen Ver­ei­ne, Borus­sia Dort­mund und Arse­nal, über ihn unter­hal­ten.

Als der Kicker am Don­ners­tag mor­gen mit der Mel­dung auf­mach­te, dass der VfB kurz davor ste­he, Sven Mislin­tat als Sport­di­rek­tor zu ver­pflich­ten, ging es mir wie vie­len ande­ren VfB-Fans: Erst kam die Über­ra­schung, dann kurz die Freu­de, die aber sofort von der Skep­sis ver­drängt wur­de: War­um wür­de der zu uns kom­men? Und wenn er kommt, wür­de der VfB damit nicht den Feh­ler wie­der­ho­len, den er mit Micha­el Resch­ke began­gen hat, näm­lich einen Kader­pla­ner, der bis­her kaum im Ram­pen­licht stand, auf eine her­vor­ge­ho­be­ne Posi­ti­on zu set­zen, mit der er viel­leicht nicht umge­hen kann? Außer­dem: Wie gut ist er wirk­lich, denn, wie heu­te auf Twit­ter tref­fend bemerkt wur­de:

Schließ­lich kam auch Resch­ke mit einem exzel­len­ten Ruf an den Neckar. Wobei hier erneut fest­ge­hal­ten wer­den muss, dass er sich den vor allem durch eine schlech­te Trai­ner­aus­wahl ver­dien­te und dadurch, den Kader zwar von den Spie­lern her ganz for­mi­da­bel zu pla­nen, aber lei­der am Trai­ner vor­bei. Abge­se­hen davon, dass ein Micha­el Resch­ke nicht fürs Ram­pen­licht gemacht zu sein scheint.

Kaderplaner sind keine Unbekannten mehr

Wer sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch nur ein biss­chen tie­fer­ge­hend mit Fuß­ball beschäf­tigt hat, für den sind Namen wie Micha­el Resch­ke, Ben Man­ga oder eben Sven Mislin­tat natür­lich kein Geheim­nis mehr. Die Zei­ten, in denen ein “Mana­ger” alles Sport­li­che abge­se­hen vom Trai­ning managt, sind lan­ge vor­bei. Zwar gibt es auch Ver­ei­ne, bei denen nur eine Per­son neben dem Trai­ner im sport­li­chen Bereich in der Öffent­lich­keit steht. Ande­re ver­tei­len die Ver­ant­wor­tung und die Zustän­dig­kei­ten jedoch auf meh­re­re Schul­tern, jetzt auch der VfB. Grund­sätz­lich ist das sicher­lich kei­ne schlech­te Idee, auch wenn ich natür­lich sel­ber kei­ne Erfah­rung in die­sem Bereich habe. Micha­el Resch­ke stell­te ja sel­ber fest, dass ihn die Auf­ga­be als Sport­vor­stand teil­wei­se über­for­der­te, schon Jan Schin­del­mei­ser woll­te Mislin­tat ver­pflich­ten und auch Fre­di Bobic gab an, dass sein Auf­rü­cken in den e.V.-Vorstand ihn damals zeit­lich belas­te­te. Abge­se­hen davon mag Tho­mas Hitzl­sper­ger auf­grund sei­ner Kar­rie­re stark ver­netzt sein und hof­fent­lich ein glück­li­ches Händ­chen bei der Men­schen­füh­rung haben — woher er die Fähig­keit zur Kader­pla­nung haben soll, hat sich mir von Anfang an nicht erschlos­sen. Aber wie ein­gangs erwähnt, weiß er das auch.

Wer Sven Mislin­tat ist, wis­sen die meis­ten mit Sicher­heit schon, des­we­gen möch­te ich an die­ser Stel­le nur kurz auf sei­ne Vita und viel mehr auf sein Wir­ken ein­ge­hen. Anders als bei vie­len akti­ven Fuß­ball­spie­lern sind sei­ne Kar­rie­re­sta­tio­nen über­schau­bar. Gebo­ren in Kamen im Kreis Unna, der im Wes­ten direkt an Dort­mund anschließt, spiel­te er für den SV Lünen, war mal Co-Trai­ner beim VfL Kamen und West­fa­lia Her­ne und begann 2006 bei Borus­sia Dort­mund zu arbei­ten, laut Wiki­pe­dia als Chef­scout und Lei­ter Pro­fi­fuß­ball. Elf Jah­re blieb er beim BVB, der zu sei­nem Amt­an­tritt bei­na­he in die zwei­te Liga abge­stie­gen wäre. Als er den Ver­ein ver­ließ, waren die Borus­sen zwei Mal Meis­ter und ein­mal Pokal­sie­ger gewor­den und hat­ten sich wie­der als fes­te Grö­ße an der Tabel­len­spit­ze der Liga eta­bliert. Ende 2017 zog er wei­ter zum Arse­nal FC, wo er Head of Recruit­ment wur­de, den Ver­ein aber bereits knapp 13 Mona­te spä­ter, also im Febru­ar die­ses Jah­res ver­ließ.

Großen Anteil am Dortmunder Erfolg

Über Mislin­tats Zeit in Dort­mund habe ich mich mit Jan-Hen­rik Grus­ze­cki (@JH_Gruszecki), einen BVB-Fan, der den neu­en Sport­di­rek­tor des VfB seit eini­gen Jah­ren kennt. Ange­spro­chen auf den Anteil, den Mislin­tat am eben beschrie­be­nen Auf­schwung des BVB in den letz­ten zehn Jah­ren hat­te, lau­tet die Ant­wort: “Einen Rie­sen­an­teil”. Natür­lich sei der Anteil von Jür­gen Klopp als Trai­ner, ohne den man in einen Abwärts­stru­del gera­ten wäre, grö­ßer, aber Mislin­tat habe eben auch die rich­ti­gen Spie­ler für das Sys­tem von Klopp gefun­den. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Robert Lewan­dow­ski, Pierre-Eme­rick Aub­ameyang, Shin­ji Kaga­wa. Der geneig­te VfB-Fan horcht hier natür­lich auf, denn eine ähn­li­che Lis­te lie­ße sich auch für Micha­el Resch­ke anfer­ti­gen.

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Mislin­tat beim BVB-Trai­ning
 

Einer sei­ner größ­ten Ver­diens­te, so Jan-Hen­rik, sei es, dass Mislin­tat beim BVB Struk­tu­ren im Scou­ting und in der Anbah­nung von Trans­fers kom­plett neu auf­ge­baut habe, die auch heu­te, ohne ihn, noch Bestand hät­ten. Auch Mar­kus Pila­wa, Mislin­tats Nach­fol­ger, den er sel­ber noch ange­lernt habe, pro­fi­tie­re davon. Die Struk­tu­ren beim BVB sei­en nicht ganz mit der des VfB ver­gleich­bar. Mislin­tat arbei­te­te Micha­el Zorc zu, der in Dort­mund die Funk­ti­on des Sport­di­rek­tors inne­hat, das Amt des Sport­vor­stands gibt es dort nicht. In Mislin­tats Zeit bei der Borus­sia fällt auch die Mit­be­grün­dung der Fir­ma matchme­trics GmbH, mit der Mislin­tat ein Ana­ly­se­tool für das Spie­lerscou­ting ent­wi­ckel­te, dass er sel­ber nutz­te und wel­ches beim BVB immer noch im Ein­satz ist.

Einen guten Ein­druck von Mislin­tats Arbeits­wei­se bie­tet die­ser Arti­kel von Johan­nes See­mül­ler beim SWR, der aus einem Zeit­ar­ti­kel zitiert, der sich lei­der hin­ter einer Pay­wall befin­det: 

“Und Mislin­tat ach­tet bei sei­ner Spie­ler­su­che vor allem auf die Klei­nig­kei­ten, die in den Daten über den Spie­ler nicht vor­kom­men.”

In jenem Zeit­ar­ti­kel wird auch deut­lich, war­um Mislin­tat den BVB nach elf Jah­ren ver­ließ, es war am Ende ein Zer­würf­nis mit dem dama­li­gen Trai­ner Tho­mas Tuchel. In Dort­mund sei die Bestür­zung über den Wech­sel von Mislin­tat groß gewe­sen, berich­tet Jan-Hen­rik, aber er habe dort ein bestell­tes Feld hin­ter­las­sen.

Große Vorfreude in London

Zu Mislin­tats Zeit in Lon­don konn­te ich mit drei Arse­nal-Exper­ten spre­chen: Dani­el (@KeenosAFC), Dau­er­kar­ten­in­ha­ber bei den Gun­ners und Betrei­ber des Blogs She Wore A Yel­low Rib­bon,  Tim Still­man (@Stillberto), Kolum­nist beim Arse­blog (von der bri­ti­schen Foot­ball Sup­port­ers Asso­cia­ti­on 2018 als Fan Media of the Year aus­ge­zeich­net) und Nitish Bhan, ein Arse­nal-Fan aus Mum­bai, der für goonernews.com schreibt und mit Bey­ond the posts auch sei­nen eige­nen Blog betreibt.

Alle drei sind sich einig dar­in, dass sie sich vor Mislin­tats Ankunft in Lon­don viel von ihm erwar­te­ten, beson­ders von sei­ner Fähig­keit, unbe­kann­te­re Spie­ler zu ent­de­cken, die der Ver­ein groß raus­brin­gen und gege­be­nen­falls für viel Geld ver­kau­fen konn­te, oder wie Dani­el es for­mu­liert: Man woll­te wie­der zurück zum Cre­do, dass in der Anfangs­zeit von Arsene Wen­ger gegol­ten habe, “Arse­nal do not buy super­stars, they make super­stars”. Tim erklärt, dass Arse­nal in einer ähn­li­chen Situa­ti­on wie Dort­mund sei: Man habe nicht die finan­zi­el­len Mit­tel, um mit den Ver­ei­nen aus Man­ches­ter, Bay­ern, Real oder Bar­ce­lo­na mit­hal­ten zu kön­nen und müs­se des­halb durch gutes Scou­ting einen Vor­teil haben. Nitish merkt an, dass sich die Fans vor allem nach guten jun­gen Abwehr­spie­lern sehn­ten, da der Club immer schon krea­ti­ve Offen­siv­spie­ler gehabt hät­te, es in der Defen­si­ve aber gefehlt habe.

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Mislin­tat und Wen­ger beim Arse­nal FC
 

Mislin­tat kam mit­ten in der letz­ten Sai­son der lan­gen Ära von Arsé­ne Wen­ger zum Club. Des­sen Nach­fol­ger Unai Eme­ry bil­de­te zusam­men mit Mislin­tat als Chef­scout und Raul Sanllehi, zustän­dig für Ver­trags­ver­hand­lun­gen ein Tri­um­vi­rat, wel­ches an Geschäfts­füh­rer Ivan Gazi­dis berich­te­te, erklärt Dani­el. Mislin­tat war also in Lon­don in einer ähn­li­chen, wenn auch expo­nier­te­ren Posi­ti­on als beim BVB. Alle drei Arse­nal-Exper­ten sind von den Spie­lern, die der Head of Recruit­ment an Land zog, begeis­tert. Dar­un­ter sind neben den Ex-Dort­mun­dern Sokra­tis, Aub­ameyang und Mkhi­ta­ryan und dem ehe­ma­li­gen VfB-Tor­hü­ter Bernd Leno auch Lucas Tor­rei­ra und Matteo Guen­dou­zi. Wobei Dani­el dar­auf hin­weist, dass Mislin­tat sich auch auf sein Netz­werk von Scouts ver­ließ um einen Spie­ler das ers­te Mal zu sich­ten, sich den Kan­di­da­ten vor einem Trans­fer aber sel­ber noch mehr­mals anschau­te. Tim sieht das ähn­lich und ver­weist auf einen in der Tat sehr lesens­wer­ten Arti­kel, den er auf dem Arse­blog geschrie­ben hat. Sein Ansatz: “Recruit­ment is about net­works and struc­tures rather than indi­vi­du­als and the net­work needs to be pul­ling tog­e­ther with a shared visi­on.” Über sei­ne Zeit bei Arse­nal hat Chris­toph Bier­mann, Redak­teur von 11Freunde und Autor des übri­gens sehr inter­es­san­ten Buches “Match­plan” einen auf­schluss­rei­chen Arti­kel auf 11Freunde.de geschrie­ben.

Warum zum VfB?

Über Mislin­tats Abgang in Lon­don gibt es, wie Dani­el auch in sei­nem am Don­ners­tag erschie­nen Blog­ar­ti­kel fest­hält, ver­schie­de­ne Spe­ku­la­tio­nen, von denen die für ihn wahr­schein­lichs­te jene ist, nach der Mislin­tat, nach­dem Gazi­dis Arse­nal ver­ließ, zum Techi­schen Direk­tor auf­stei­gen woll­te, die­sen Pos­ten aber nicht bekam. Das könn­te auch eine Ant­wort auf die ein­gangs und wahr­schein­lich von vie­len VfB-Fans gestell­te Fra­ge sein, war­um Mislin­tat aus­ge­rech­net bei einem Ver­ein wie dem VfB in des­sen his­to­risch schlech­tes­ter Bun­des­li­ga-Sai­son anheu­ert. Denn beim VfB hat er als Sport­di­rek­tor wesent­lich mehr Kom­pe­ten­zen als als Chef­scout oder Head of Recruit­ment, gleich­zei­tig ist es wei­ter­hin Tho­mas Hitzl­sper­ger, der die sport­li­che Gesamt­ver­ant­wor­tung trägt.

Auch die Aus­sicht auf einen wei­te­ren Inves­tor und damit für einen Umbau des Kaders zur Ver­fü­gung ste­hen­des Geld dürf­te nicht unbe­dingt ein Con­tra-Argu­ment gewe­sen sein. Ob es das war, was der VfB in der offi­zi­el­len Vor­stel­lung auf sei­ner Home­page mit einer “guten Ver­bin­dung zu Wolf­gang Diet­rich” mein­te? Wie auch immer. Klar ist aber auch, dass er beim VfB trotz wei­te­rer ver­kauf­ter Antei­le nicht annä­hernd die Sum­men zur Ver­fü­gung haben wird wie in Lon­don oder in Dort­mund in deren Hoch­pha­se. Wie Micha­el Resch­ke wird er auch ein oder zwei Rega­le tie­fer suchen müs­sen. Dani­el weist bei die­ser Gele­gen­heit auch dar­auf hin, dass auch bei Mislin­tat, wie wahr­schein­lich bei jedem Scout, nicht jeder Schuss ein Tref­fer war und dass Dort­mund trotz guter Schnäpp­chen auch viel Geld aus­ge­ge­be­ne habe. Sum­men, neben denen die 45 Mil­lio­nen von Micha­el Resch­ke eher mick­rig wir­ken.

Ehrlich und direkt

Jan-Hen­rik, der als BVB-Fan den VfB natür­lich näher ver­folgt und Mislin­tat auch gut kennt, traut ihm die Auf­ga­be auf jeden Fall zu. Mislin­tat habe eine kla­re Anspra­che, sei, typisch Ruhr­pott, “ehr­lich und direkt”. Also eigent­lich genau das, was Hitzl­sper­ger sich vor­stell­te, als er bei VfB im Dia­log sag­te, er brau­che jeman­den, der ihn auch her­aus­for­dert. Solan­ge Mislin­tat nicht auch genau­so ehr­lich und direkt in der Öffent­lich­keit agiert wie Resch­ke, soll mir das recht sein. Auch Dani­el kann sich gut vor­stel­len, dass er beim VfB Erfolg haben kann, weist jedoch auch auf Mislin­tats direk­te Art hin: “Histo­ry has shown us that he needs to get his way, and if he does not get his way he cau­ses trou­ble. He seems to be very easy to fall out with.”

Wie schon oben ange­spro­chen wird auch bei uns vie­les aufs Zwi­schen­mensch­li­che ankom­men: Wie gut arbei­tet Mislin­tat mit Tho­mas Hitzl­sper­ger zusam­men der ja lan­ge Zeit noch Spie­ler war, wäh­rend sein neu­er Sport­di­rek­tor schon Chef­scout in Dort­mund war? Wie sehr mischt sich Wolf­gang Diet­rich bei Miss­erfolg ins Sport­li­che ein und wie reagiert Mislin­tat dar­auf. Immer­hin: Es wirkt so, als sei wesent­lich mehr eine Ver­pflich­tung von Tho­mas Hitzl­sper­ger als von Wolf­gang Diet­rich, der ja in der Ver­gan­gen­heit schon bewie­sen hat, wie wenig er inter­nen Wider­spruch schätzt. Wie gut arbei­tet Mislin­tat mit dem der­zei­ti­gen Chef­scout Mar­kus Lösch zusam­men, bringt er eige­ne Scouts mit? Nitish ist da opti­mis­tisch: “If Sven and the Head Of Sport, along with the mana­ger share the same ideo­lo­gy. suc­cess isn’t too far off for Stutt­gart eit­her.”

Nächste Saison: Welcher Trainer, welche Liga, welcher Kader?

Was sei­ne sport­li­che Bilanz angeht, besteht wenig Zwei­fel an der Befä­hi­gung Mislin­tats für die neu geschaf­fe­ne Stel­le beim VfB. Wir ken­nen aber unse­ren Ver­ein nur zu gut und wis­sen, wie gut man in Bad Cannstatt dar­in ist, sich in das unvor­stell­bars­te Cha­os zu stür­zen. Was nicht ver­ges­sen wer­den darf: Nie­mand weiß der­zeit, wer nach die­ser Sai­son Trai­ner beim VfB ist, denn Mar­kus Wein­zierl hat nur einen Ver­trag für die ers­te Liga, wäre nach einem Abstieg wohl auch kaum halt­bar und selbst beim Klas­sen­er­halt ist ange­sichts sei­ner ver­hee­ren­den Bilanz alles ande­re als sicher, dass er nicht trotz­dem ent­las­sen wird. Gleich­zei­tig muss Mislin­tat bereits jetzt den Kader für die kom­men­de Sai­son pla­nen, ein­mal für die Erst­klas­sig­keit, ein­mal für die Zweit­klas­sig­keit. Es ist nicht zu erwar­ten, dass er am Mon­tag nach dem Schal­ke-Spiel wie letz­tes Jahr Micha­el Resch­ke fünf Spie­ler auf einen Schlag an Land zieht.

Ich wür­de mir wün­schen, dass Sven Mislin­tat in Stutt­gart ähn­li­che Struk­tu­ren auf­baut, wie er das in Dort­mund getan hat. Denn funk­tio­nie­ren­de Struk­tu­ren, gera­de im Nach­wuchs­be­reich, waren eigent­lich immer die Stär­ke des VfB. Das Pro­blem, mit dem Per­so­nal wech­sel­ten auch die Struk­tu­ren. Was die Phi­lo­so­phie und das Grund­ge­rüst des VfB sein soll, weiß heu­te kei­ner mehr. Kein Wun­der denn seit dem Abstieg 2016, der nach dem jah­re­lan­gen Ver­fall des Ver­eins eigent­lich eine Zäsur här­re dar­stel­len sol­len, hat­te der VfB drei ver­schie­de­ne Sport­vor­stän­de und eben­so vie­le Trai­ner, wenn an das Miss­ver­ständ­nis mit Jos Luhuk­ay raus­rech­net. Ich gehe davon aus, dass Tho­mas Hitzl­sper­ger aus dem Desas­ter mit Micha­el Resch­ke gelernt hat und nicht die glei­chen Feh­ler wie­der­ho­len will.

Viel­leicht bricht jetzt mit Mislin­tat und Rai­ner Wid­may­er, der als stän­di­ger Co-Trai­ner fun­gie­ren soll, end­lich die Ära der Kon­ti­nui­tät beim VfB an. Dar­an zu glau­ben ver­bie­te ich mir schon aus Selbst­schutz:

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