Neu im Brustring: Ermedin Demirović

Der VfB hat mit Augs­burgs Kapi­tän Erme­din Demi­ro­vić einen Nach­fol­ger für den vor einem Wech­sel zu Borus­sia Dortmnd ste­hen­den Rekord­stür­mer Ser­hou Gui­ras­sy ver­pflich­tet. Aber kann er ihn auch erset­zen? Wir haben uns Demi­ro­vic näher ange­schaut.

Eigent­lich bahn­te sich der Trans­fer ja schon kurz vor Ende des ver­gan­ge­nen Jah­res an, als der VfB sich kurz vor Weih­na­chen mit einer fast tadel­lo­sen Leis­tung gegen den FC Augs­burg beschenk­te und des­sen Kapi­tän Erme­din Demi­ro­vić vor den Kame­ras zu Pro­to­koll gab, er sei noch nie so her­ge­spielt wor­den, nicht mal von den Bay­ern. So viel Lob für die eige­ne Mann­schaft ist man als VfB-Fan eigent­lich nur von Geg­nern gewohnt, die uns zuvor trotz guter Leis­tung der Brust­ring­trä­ger geschla­gen haben. Nun also kann Demi­ro­vić künf­tig im Brust­ring Geg­ner her­spie­len und gleich­zei­tig wird die­ses Weih­nachts­mär­chen zur bis­lang größ­ten Trans­fer­in­ves­ti­ti­on der Ver­eins­ge­schich­te. Nur logisch nach der sta­tis­tisch bes­ten Sai­son der Ver­eins­ge­schich­te, sagen die einen, im Ver­bund mit einer mög­li­chen Ver­pflich­tung von Deniz Undav zu ähn­li­chen Kond­tio­nen sehen die ande­ren schon wie­der die gefürch­te­te Cham­pi­ons League-Fal­le zuschnap­pen. Dass beim VfB so viel Geld in einem Som­mer bewegt wird, ist auf jeden Fall neu und bedarf des­halb der genaue­ren Betrach­tung — und viel­leicht gibt es ja auch etwas zwi­schen blin­dem Ver­trau­en in die Ver­ant­wort­li­chen und der Furcht vor einer wei­te­ren Deka­de Schei­ße nach der Rei­se.

Wenig Perspektive in Hamburg, Leipzig und Alavés

Zunächst wol­len wir uns aber erst­mal dem Spie­ler Erme­din Demi­ro­vić wid­men, der heu­te einen Vier­jah­res­ver­trag beim VfB unter­schrie­ben hat und dem Ver­neh­men nach ähn­lich viel ver­die­nen wird wie Gui­ras­sy zuletzt. Demi­ro­vić wur­de am 25. März 1998 in Ham­burg gebo­ren, ist also 26 Jah­re alt. Mit sechs Jah­ren kam er zum HSV, dort traut man ihm mit 16 aller­dings auch aus phy­si­schen Grün­den eine Pro­fi­kar­rie­re nicht zu, wie er ein­mal dem Schwei­zer Tag­blatt ver­riet. Demi­ro­vić arbei­te­te eigen­stän­dig an sei­ner Fit­ness und mach­te damit Red Bull Leip­zig auf sich auf­merk­sam, die ihn in ihr NLZ hol­ten. 2014/2015 lief er sowohl für die B‑, als auch für die A‑Junioren auf und erziel­te in ins­ge­samt 33 Spie­len 18 Tore, schei­ter­te aber mit bei­den Mann­schaf­ten in der Meis­ter­schafts­end­run­de. Nach neun Tref­fern in der Fol­ge-Sai­son für die U19 debü­tier­te 2016/2017 für die zwei­te Mann­schaft in der Regio­nal­li­ga Nord­ost, traf dort direkt bei sei­nem ein­zi­gen Ein­satz und war mit 14 Toren erneut in der A‑Ju­gend-Bun­des­li­ga Nord-/Nord­ost ziem­lich erfolg­reich.

2017 ende­te sei­ne Zeit in der Salz­bur­ger Geträn­ke­markt-Filia­le, aus zwei Grün­den. Laut Lokal­pres­se fehl­te es dem “RB-Talent” an Geschwin­dig­keit für die Bun­des­li­ga, hin­zu kam, dass er nicht wei­ter für die zwei­te Mann­schaft auf­lau­fen konn­te, weil die­se abge­mel­det wur­de. So zog es ihn ins Bas­ken­land zu Depor­tivo Ala­vés, die ihn bei einem Nach­wuchs­län­der­spiel ent­deck­ten. Die Sai­son lief aller­dings alles ande­re als opti­mal für Demi­ro­vić: Wie er Ste­fan Rom­mel in einem Inter­view auf Spox erzählt, hat­te er im ers­ten hal­ben Jahr kei­ne Spiel­be­rech­ti­gung, weil man im Ver­ein davon aus­ging, als gebür­ti­ger Ham­bur­ger habe er einen deut­schen Pass — was aber nicht der Fall war. So debü­tie­re er erst im Janu­ar 2018 in La Liga und dann gleich im Camp Nou gegen den FC Bar­ce­lo­na mit Lio­nel Mes­si. Zu der einen Minu­te dort kamen nur noch zwei Ein­sät­ze über die vol­le Distanz und immer­hin ein Tor und eine Vor­la­ge kurz vor Sai­son­ende hin­zu. Wie im sehr lesens­wer­ten Inter­view mit Max Din­ke­la­ker auf 11Freunde.de nach­zu­le­sen ist, auch emo­tio­nal bei sei­nem ers­ten Aus­lands­ein­satz kein leich­tes Jahr für Demi­ro­vić.

Durchbruch bei St. Gallen

In der Fol­ge­sai­son 2018/2019 wur­de er dann in der Hin­run­de an den fran­zöi­schen Zweit­li­gis­ten FC Soch­aux aus­ge­lie­hen, in der zwei­ten Sai­son­hälf­te an UD Alme­ría in die zwei­te spa­ni­sche Liga. Wäh­rend er in Frank­reich immerhn vier Tore erziel­te blieb er bei sei­nem zwei­ten Leih­ver­ein erfolg­los, kehr­te nach Ala­ves zurück und wur­de zur nächs­ten Sai­son erneut ver­lie­hen, dies­mal an den FC St. Gal­len unter Trai­ner Peter Zeid­ler, der ihn schon aus dem Red-Bull-Geflecht kann­te. Wie immer, wenn es um den grün­wei­ßen Ver­ein süd­lich des Boden­sees geht, konn­te uns Mar­co vom Fan­zine SENF mehr erzäh­len, so auch bei Demi­ro­vićs Sai­son beim FCSG. Man könn­te die­se durch­aus als Durch­bruch bezeich­nen: Demi­ro­vić traf erst­mals seit der A‑Jugend wie­der zwei­stel­lig — näm­lich 14 Mal und berei­te­te wei­te­re sie­ben Tref­fer vor. St. Gal­len lag zeit­wei­se auf Platz 1 und wur­de am Ende hin­ter den Young Boys Bern unter Trai­ner Gerar­do Seo­ane Vize­meis­ter. Demi­ro­vic ent­schied bei­spiel­wei­se das Spiel bei Ser­vet­te Genf mit zwei Tref­fern allei­ne:

Auch gegen den FC Sion gelang ihm ein Dop­pel­pack. Man habe ange­sichts der erfolg­lo­sen Lei­hen und weil er bis dahin noch weit­ge­hend unbe­kannt war, kei­ne gro­ße Erwar­tung an ihn gehabt, so Mar­co, und ihn nicht direkt als Sofort­hil­fe ange­se­hen. Demi­ro­vić habe sich jedoch direkt gut ins Team ein­ge­fun­den und neben sei­nen Toren auch Füh­rungs­qua­li­tä­ten in die Mann­schaft ein­ge­bracht. Auf und neben dem Feld sei die Mann­schaft — zu der übri­gens auch schon Leo­ni­das Ster­giou gehör­te —  “ein rich­tig gei­ler Hau­fen” gewe­sen, mit sei­nen Sturm­part­nern Ced­ric Itten (20 Tref­fer) und Boris Babic (sie­ben Tore) habe Demi­ro­vić auch auf dem Feld sehr gut har­mo­niert. Nach einem Jahr ende­te jedoch die Zeit in St. Gal­len für Demi­ro­vic wie­der und er kehr­te zurück nach Deutsch­land, zum SC Frei­burg. Die Ablö­se­sum­me von angeb­lich knapp vier Mil­lio­nen Euro ging selbst­ver­ständ­lich an sei­nen Leih­ve­ren Ala­vés und nicht an St. Gal­len, was Demi­ro­vić im Inter­view mit 11Freunde durch­aus bedau­ert.

Erst Schwung, dann Tragik

Demirovic im Trikot des SC Freiburg. © Matthias Hangst/Getty Images
Demi­ro­vic im Tri­kot des SC Frei­burg. © Mat­thi­as Hangst/Getty Images

In Frei­burg habe man sich schon vor dem Wech­sel im August wäh­rend der Coro­na-Pau­se sehr um ihn bemüht, ist in Inter­views zu lesen. Wie Patrick vom Spod­cast Frei­burg erklärt, sei Demi­ro­vić als per­spek­ti­vi­scher Nach­fol­ger von Nils Peter­sen im Sturm ein­ge­plant gewe­sen. Durch das Jahr in St. Gal­len hat­te er sich also durch­aus einen Namen gemacht. Die Sai­son 2020/2021 schloss der SCF auf Platz 10 ab, punkt­gleich mit Auf­stei­ger VfB. Demi­ro­vić erziel­te dabei fünf Tref­fer und berei­te­te zehn vor, bei­des gelang ihm im Janu­ar 2021 im Heim­spiel gegen den VfB, als er die Füh­rung von Silas in der 14. Minu­te ega­li­sier­te und dann, ja rich­tig, das Tor von Jeong Woo-yeong auf­leg­te — eines der ent­täu­schen­de­ren Spie­le der aus heu­ti­ger Sicht immer noch guten VfB-Sai­son. Der Anfang sei holp­rig für ihn gewe­sen, so Patrick — so saß er beim 3:2‑Auswärtssieg im Hin­spiel noch 90 Minu­ten auf der Bank — zum Jah­res­wech­sel 2020/2021 hin kam Demi­ro­vić jedoch in Schwung und sam­mel­te im Dezem­ber und im Janu­ar zehn Scor­er­punk­te.

In der dar­auf­fol­gen­den Sai­son lief es für die Frei­bur­ger wesent­lich bes­ser, sie qua­li­fi­zier­ten sich als Sechst­plat­zier­ter für Euro­pa und stie­ßen bis ins Pokal­fi­na­le, wo sie jedoch im Elf­me­ter­schie­ßen an Demi­ro­vićs Ex-Ver­ein schei­ter­ten — letzt­end­lich, wenn auch nicht ursäch­lich, weil er sei­nen Elf­me­ter an die Lat­te setz­te (Trig­ger-War­nung: jubeln­de Salz­bur­ger):

Und auch abge­se­hen von die­sem Schluss­ak­kord der Sai­son konn­te Demi­ro­vić nicht zufrie­den sein: Er traf in der Bun­des­li­ga nur zwei Mal (in Leip­zig und in Dort­mund) und lie­fer­te drei Assists (eins zu Kevin Scha­des Tref­fer gegen den VfB. Hin­zu kamen nur zwei Scorer beim 4:1 im Pokal in Hof­fen­heim. Patrick erklärt sich die­sen Leis­tungs­ab­fall bei Demi­ro­vic vor allem durch “feh­len­den Flow”. Höler und Jeong hät­ten sich in einer erfolg­rei­chen Sai­son vor­ne fest­ge­spielt und als Joker kam meist Nils Peter­sen in Fra­ge und mach­te sei­ne Sache gut. Bei den kur­zen Ein­sät­zen — Demi­ro­vićs Spiel­zeit hal­bier­te sich im Ver­gleich zur Vor­sai­son — habe er dann sehr ver­krampft gewirkt, als wol­le er es allen zei­gen, so Patrick. Wäh­rend er sich in der ers­ten Sai­son im Breis­gau also sehr schnell wei­ter­ent­wi­ckelt hat­te, wirk­te die Sai­son 2021/2022 wie ein Rück­schritt für vie­le Fans.

Das Tauschgeschäft

Im Som­mer 2022 kam es dann zu einem Trans­fer, wie man ihn nur noch sel­ten in der Bun­des­li­ga sieht: Der SC Frei­burg und der FC Augs­burg tausch­ten ihre Stür­mer. Erme­din Demi­ro­vić ging nach Bay­risch Schwa­ben, dafür wech­sel­te Micha­el Gre­go­rit­sch nach Süd­ba­den. Bei­de hat­ten recht ähn­li­che Zah­len vor­zu­wei­sen — Demi­ro­vić mit sie­ben Tref­fern und 13 Assists in 61 Spie­len für Frei­burg, Gre­go­rit­sch mit zehn Tore und zwei Assist in 49 Spie­len für Augs­burg — die Bewer­tung die­ses Tausch­han­dels fiel aller­dings durch­aus unter­schied­lich aus. So erzählt Patrick, dass Demi­ro­vic nach dem ver­schos­se­nen Elf­me­ter und der ent­täu­schen­den Sai­son in Frei­burg in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on gewe­sen sein und Gre­go­rit­sch ein spie­le­ri­sches Ele­ment mit­brach­te, wel­ches dem SC fehl­te. Gleich­zei­tig gab es auch Fans, die nicht auf Demi­ro­vićs Stär­ken ver­zich­ten woll­ten. In Augs­burg sei man Gre­go­rit­sch zwar dafür dank­bar gewe­sen, dass er den Ver­ein in der Vor­sai­son durch star­ke Leis­tun­gen in der Liga gehal­ten habe, erklärt uns FCA-Fan Amir, man habe aber auch in Demi­ro­vić viel Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al gese­hen, gera­de weil er über bei­de Spiel­zei­ten im Ver­hält­nis zu sei­nen Ein­satz­zei­ten vie­le Scor­er­punk­te gesam­melt habe.

Mit zwei Jah­ren Abstand fällt die Bilanz aber auf bei­den Sei­ten ein­deu­tig aus. Patrick bezeich­net das Tausch­ge­schäft für alle vier Sei­ten (Spie­ler und Ver­ei­ne) als Gewinn, was eben­so sel­ten vor­kommt wie so ein Tausch­ge­schäft an sich. Natür­lich bli­cke man in Frei­burg etwas weh­mü­tig auf Demi­ro­vićs Ent­wick­lung — dazu gleich mehr — Gre­go­rit­sch habe sich aber mit 17 Toren und zehn Vor­la­gen in den letz­ten bei­den Jah­ren sport­lich und dar­über hin­aus auch mensch­lich gut ein­ge­fügt in Frei­burg und iden­ti­fi­zier­te sich mit dem Ver­ein. Amir sieht Demi­ro­vić als den bes­se­ren Spie­ler an, auch wenn er Gre­go­rit­sch sehr sym­pa­thisch fin­det. Allein durch den Wei­ter­kauf an den VfB und die Ablö­se­sum­me, die auch für den FCA einen Rekord dar­stellt, habe sich der Tausch damals gelohnt. Und auch sport­lich sei Demi­ro­vić mit 23 Toren und 16 Assists “ein abso­lu­ter Voll­tref­fer” gewe­sen.

Nah am Abstieg

In Aktion für den FCA. © Sebastian Widmann/Getty Images
In Akti­on für den FCA. © Sebas­ti­an Widmann/Getty Images

Als Demi­ro­vić nach Augs­burg kam, hat­te dort gera­de Enri­co Maa­ßen Ex-VfB-Trai­ner Mar­kus Wein­zierl als Übungs­lei­ter abge­löst. Amir erzählt, dass Maa­ßen dafür war, bereits im Vor­feld von Trans­fers aktiv auf Spie­ler zuzu­ge­hen, um die­se von einem Wech­sel zu über­zeu­gen. Bei Demi­ro­vić scheint das gefruch­tet zu haben, Amir gibt auch zu beden­ken, dass es mit einem Trai­ner Wein­zierl wahr­schein­lich nicht zu die­sem Trans­fer gekom­men sei, weil Demi­ro­vić nicht in des­sen Sys­tem gepasst hät­te, wäh­rend Gre­go­rit­sch für ihn ein Schlüs­sel­spie­ler gewe­sen sein. Es kam aber wie wir wis­sen anders und Demi­ro­vic ver­half der Mann­schaft mit acht Toren und sechs Vor­la­gen — immer­hin kei­ne davon gegen uns — zum hauch­dün­nen Klas­sen­er­halt. Der kam aber vor allem dadurch zustan­de, dass wir gegen Hof­fen­heim nicht über ein 1:1 hin­aus­ka­men, so dass sich der FCA eine 0:2‑Niederlage in Glad­bach erlau­ben konn­te.

So nah am Abstieg, erklärt Amir, sei man seit knapp zehn Jah­ren nicht mehr gewe­sen. Auch als VfB-Fan erin­nert man sich ja durch­aus dar­an, dass man sich frag­te, wie die­ser FCA die Klas­se hal­ten konn­te. Amir sah zwar gute Ansät­ze und führt auch eini­ge Ver­letz­te als Grund an, die Sai­son habe aber auch vie­le Tie­fen gehabt und vie­le der Neu­zu­gän­ge im Win­ter hät­ten den Ver­ein längst wie­der ver­las­sen. Demi­ro­vić und sein Sturm­part­ner Mer­gim Beri­sha hät­ten jedoch einen gro­ßen Anteil an den weni­gen Sie­gen gehabt und sei­en mit Leis­tung und Men­ta­li­tät vor­an­ge­gan­gen. Sein Urteil: “Ohne die bei­den wären wir sicher­lich abge­stie­gen.” Demi­ro­vić habe zudem die Fans im Abstiegs­kampf mit­ge­ris­sen. Die ver­gan­ge­ne Sai­son war dann am Ende wie­der eine ruhi­ge­ren Sor­te für die Nach­barn hin­ter der bay­ri­schen Lan­des­gren­ze. Nach nur einem Sieg aus sie­ben Spie­len tausch­te der Ver­ein zwar Maa­ßen gegen Jess Thorup aus, mit die­sem erreich­te die Mann­schaft aber einen kom­for­ta­blen elf­ten Tabel­len­platz. Demi­ro­vić steu­er­te dazu nicht nur 15 Tore und zehn Assists bei, son­dern führ­te die Mann­schaft zudem als Kapi­tän aufs Feld.

Wichtige Rolle als Kapitän

Für Amir eine nach­voll­zieh­ba­re Ent­schei­dung. Demi­ro­vić sei bereits im Abstiegs­kampf mit sei­ner Men­ta­li­tät vor­an­ge­gan­gen und habe die­se Rol­le auch mit der Bin­de am Arm aus­ge­füllt. Auch sport­lich sei er ein abso­lu­ter Schlüs­sel­spie­ler gewe­sen, der auch mal aus dem Nichts traf und dem FCA damit wich­ti­ge Punk­te sicher­te und zugleich sei­nem Sturm­part­ner Phil­ip Tietz die Mög­lich­keit gab, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die Sai­son sei am Ende eine der bes­ten seit Jah­ren gewe­sen, Thorup habe seit Amts­an­tritt viel bewegt. Auch wenn am Ende mit sechs Nie­der­la­gen aus den letz­ten sie­ben Spie­len etwas die Luft raus gewe­sen sei, kön­ne man auf den guten Leis­tun­gen wäh­rend der Sai­son auf­bau­en, so dass er opti­mis­tisch in die nähe­ren Zukunft sei­nes Ver­eins blickt — auch wegen der Trans­fer­ein­nah­men durch den Wech­sel.

Demi­ro­vićs Zukunft liegt jetzt in Stutt­gart, ein Wech­sel den ihm in Augs­burg trotz sei­ner Rol­le als Kapi­tän die wenigs­ten übel neh­men, auch weil er sich im Vor­hin­ein stets ein­wand­frei ver­hal­ten habe, so Amir. Kön­nen sich ande­re Ex-Kapi­tä­ne durch­aus eine Schei­be von abschnei­den. Auch wenn er beim VfB als Neu­zu­gang sicher­lich nicht direkt die Bin­de über­neh­men wird, sind sich alle drei Exper­ten einig, dass er auch im Brust­ring nicht viel Anlauf­zeit brau­chen und direkt eine Füh­rungs­rol­le ein­neh­men wird — zumal er auch Kapi­tän der bos­ni­schen Natio­nal­mann­schaft ist, für die er mitt­ler­wei­le 26 Spie­le absol­viert hat und, wie Mar­co bemerkt, im per­fek­ten Alter für eine Füh­rungs­rol­le in einer Mann­schaft ist.

Der fallende Stürmer

Was das angeht, scheint er also durch­aus gut zum VfB zu pas­sen und kann nach dem Abgang von Anton auch eine Lücke in der Mann­schafts­hier­ar­chie fül­len. Aber was bringt er abseits der bereits bekann­ten Zah­len mit? Alle vier Trai­ner bei sei­nen letz­ten drei Ver­ei­nen lie­ßen ihre Mann­schaf­ten meis­tens im 4–4‑2 mit unter­schied­li­chen Mit­tel­feld-For­ma­tio­nen auf­lau­fen, also mal mit Dop­pel­sechs oder auch mit Rau­te. In St. Gal­len bil­de­te Demi­ro­vić einen Dop­pel­sturm mit Ced­ric Itten, in Frei­burg agier­te er in einem 3–4‑3 oder einem 4–4‑2 vor allem als Wand­stür­mer mit zwei Halb­stür­mern oder einem wei­te­ren Sturm­part­ner um sich her­um in Augs­burg wich er unter Maa­ßen zwar auch mal auf den lin­ken Flü­gel außs und zog dann mit Wucht nach innen, wie Amir erklärt, als zen­tra­ler Stür­mer unter Thorup habe er jedoch noch bes­ser gespielt.

Was auf­fällt: Demi­ro­vić ist nicht der klas­si­sche Straf­raum­stür­mer, der vor­ne auf die Bäl­le war­tet. Im Gegen­teil, in Augs­burg ließ er sich zuletzt häu­fi­ger hin­ter Tietz fal­len und ver­schaff­te sich damit viel Platz, in Frei­burg konn­te er auch mal auf die Flü­gel aus­wei­chen und auch Mar­co hebt sei­ne Fähig­kei­ten her­vor, sei­ne Mit­spie­ler in Sze­ne zu set­zen und sieht ihn eher als Zeh­ner oder hän­gen­de Spit­ze. Soll­te Undav beim VfB blei­ben, sieht Amir ihn eher im Zen­trum, da bei­de Spie­ler ein ähn­li­ches Spiel­ver­ständ­nis hät­ten und die Gefahr bestün­de, dass sich bei­de fal­len lie­ßen. Auf jeden Fall pro­fi­tiert Demi­ro­vićs Spiel davon, einen Spie­ler als Zulie­fe­rer und Anspiel­sta­ti­on um sich her­um zu haben. Hier kom­men unse­ren Exper­ten zufol­ge auch sei­ne Stär­ken zum Tra­gen.

Hohe Spielintelligenz, wechselhafte Effizienz

Die­se sind neben den bereits erwähn­ten men­ta­len und Füh­rungs­fä­hig­kei­ten sei­ne gute Tech­nik, sein Spiel­ver­ständ­nis und sein Zug zum Tor. Amir erklärt, Demi­ro­vić kön­ne Räu­me sehr gut nut­zen und lesen, eine Fähig­keit, die ihm in Sebas­ti­an Hoe­neß von prä­zi­sem Passpiel getrie­be­nen Sys­tem durch­aus nütz­lich ist. Zudem brin­ge Demi­ro­vić ein gutes Tem­po mit. Der Spiel­stil sei zwar ein ande­rer als in Augs­burg, er brin­ge dafür aber alle Fähig­kei­ten mit. Mit dem Ball am Fuß sei er nicht leicht davon zu tren­nen, ergänzt Patrick. Auch er lobt sei­ne Spiel­in­tel­li­genz, sei­ne Zwei­kampf­stär­ke und sei­ne Fähig­kei­ten mit bei­den Füßen. In St. Gal­len sei sein schwä­che­rer Fuß noch eine der weni­gen Schwä­chen gewe­sen, eben­so das Kopf­ball­spiel, sowohl Patrick, also auch Amir beschrei­ben zudem sei­ne noch wech­sel­haf­te Effi­zi­enz vor dem Tor. Patrick bringt das auch mit dem Selbst­ver­trau­en in Ver­bin­dung wäh­rend Amir erzählt, dass er “das ein oder ande­re Mal schon gro­ße Chan­cen leicht­sin­nig ver­ge­ben hat, wäh­rend er schwie­ri­ge Chan­cen genutzt hat”. Patrick ist zudem gespannt, wie sich sei­ne Fähig­kei­ten am Ball in engen Räu­men durch­set­zen.

Mit dem VfB spielt Demi­ro­vić erst­mals euro­pä­isch und dann direkt in der Cham­pi­ons League. Auch dort sei­ne Leis­tung zu zei­gen, trau­en ihm alle drei Exper­ten gera­de nach der Ent­wick­lung der let­zen Jah­re defi­ni­tiv zu, natür­lich im Ver­bund mit der rest­li­chen Mann­schaft. Amir ver­weist auf sei­ne kör­per­li­che Spiel­wei­se und die guten Leis­tun­gen gegen die deut­schen Cham­pi­ons League-Teil­neh­mer der ver­gan­ge­nen Sai­son. Aber kann er auch, wie ein­gangs gefragt, Ser­hou Gui­ras­sy erset­zen oder, falls die­ser doch nicht nach Stutt­gart zurück­kehrt, Deniz Undav — dann natür­lich im Ver­bund mit einem wei­te­ren Stür­mer?

Ein anderer Spieler

Nun muss man natür­lich erst ein­mal fest­hal­ten, dass es sowie­so schwer ist, den Stür­mer mit der bes­ten Sai­son­leis­tung der Ver­eins­ge­schich­te zu erset­zen und auch die 28 Scor­er­punk­te von Undav sind so fan­tas­tisch, dass man da nicht mal so eben her­an­kommt. Amir traut Demi­ro­vić aber des­halb durch­aus zu, sich in Stutt­gart erneut zu stei­gern, weil er bei uns bes­se­re Mit­spie­ler hat als beim FCA — was ja für einen Spie­ler, der nicht als Ein­zel­kämp­fer agiert, durch­aus ein Fak­tor ist. Eine Fabel­sai­son wie die von Gui­ras­sy, was die Tore angeht, traut ihm des­halb auch nie­mand unbe­dingt zu, die­sen Ver­gleich kann man aber wie gesagt auch eigent­lich nur ver­lie­ren.

Schaut man sich die Zah­len von Demi­ro­vić im Ver­gleich zu ande­ren Offen­siv­spie­lern an, wir­ken die­se zunächst ernüch­ternd. Hier Demi­ro­vić im Ver­gleich zu ande­ren Stür­mern:

und im Ver­gleich zu offen­si­ven Mit­tel­feld­spie­lern:

Vor allem, wenn man sich die Gra­fi­ken für Gui­ras­sy (im Ver­gleich mit Stür­mern) und Undav (im Ver­gleich mit Stür­mern und offen­si­ven Mit­tel­feld­spie­lern) anschaut:

Man soll­te hier aller­dings zum einen natür­lich, wie Amir sagt, die Qua­li­tät der Mit­spie­ler und den Mann­schafts­er­folg nicht ver­nach­läs­si­gen und außer­dem nicht ver­ges­sen, dass Ser­hou Gui­ras­sy bei aller Fle­xi­bi­li­tät, die er mit­un­ter zeig­te, doch noch vor allem ein klas­si­scher Straf­raum­stür­mer ist, des­sen pri­mä­res Ziel es ist, den Ball im Straf­raum an den Fuß und ins Tor unter­zu­brin­gen. Demi­ro­vić ist da noch varia­bler unter­wegs, kommt aber trotz­dem nicht an Undavs Zah­len — im Ver­gleich zu ande­ren Spie­lern auf der glei­chen Posi­ti­on — her­an. Demi­ro­vić zeigt sei­ne Stär­ken eher im Umschalt­ver­hal­ten nach hin­ten und bei den Assists. Zum VfB-Sturm­duo der ver­gan­ge­nen Sai­son fehlt ihm also noch etwas. Gleich­zei­tig ließ er mit 0,38 Toren pro Schuss aufs Tor Deniz Undav (0,35) hin­ter sich, und auch die 14 goal crea­ting actions (der Schuss der zum Tor führt und die zwei Bal­lak­tio­nen vor­her laut fbref.com) sind im Bun­des­li­ga­ver­gleich durch­aus respek­ta­bel, vor allem wenn vor ihm in die­ser Sta­tis­tik vor allem Spie­ler von Spit­zen­mann­schaf­ten ste­hen.

Der Königstransfer?

Demi­ro­vić, in Augs­burg und Frei­burg mit dem Spitz­na­men “Demi” ver­se­hen und mit einem Insta­gram-Pro­fil aus­ge­stat­tet, in dem er durch­aus extro­ver­tiert auf­tritt, macht also mit dem Wech­sel zum VfB den nächs­ten Schritt auf der Kar­rie­re­lei­ter und stellt sich einer neu­en Her­aus­for­de­rung. Auch wenn er anders als ande­re Neu­zu­gän­ge von einem ande­ren Level zum VfB kommt. Man kann ihn also durch­aus als Königs­trans­fer der bis­he­ri­gen Wech­sel­pe­ri­ode bezeich­nen. Der VfB, der bei einem Abstieg in die zwei­te Liga vor einem Jahr mit einem gera­de umge­bau­ten Sta­di­on finan­zi­ell ziem­lich ange­schla­gen gewe­sen wäre, pul­ve­ri­siert nur eine Vize­meis­ter­schaft und einen Inves­to­ren­ein­stieg spä­ter also sei­nen bis­he­ri­gen Trans­fer­re­kord, der bei 11 Mil­lio­nen für Nico Gon­za­lez lag. War die ver­gan­ge­ne Sai­son die gro­ße Zäsur, müs­sen wir in Stutt­gart jetzt, wenn wir drei Spie­ler für min­des­tens 60 Mil­lio­nen Euro ver­kau­fen und uns nächs­te Sai­son mit den Bes­ten des Kon­ti­nents mes­sen, ein­fach in grö­ße­ren Dimen­sio­nen den­ken? Oder kriegt da manch einer in den obe­ren Eta­gen den Hals nicht voll?

Ich muss zuge­ben, ich weiß nicht, wie viel zusätz­li­che Liqudi­tät uns die Peep Show am Spie­ler­tun­nel und das fer­tig umge­bau­te Sta­di­on ein­bringt. Die Mil­lio­nen von Por­sche sol­len ja vor­nehm­lich in die Stär­kung des Eigen­ka­pi­tals flie­ßen, was den VfB natür­lich vor allem finan­zi­ell auf eine brei­te­re Basis stellt und Ver­hand­lun­gen aller Arten erleich­tert. Es war aber eben auch jenes Eigen­ka­pi­tal, wel­ches durch zwei Abstie­ge und den vor­her­ge­hen­den sport­li­chen Miss­erfolg im letz­ten Jahr­zehnt dahin­schmolz wie Eis in der Son­ne. Eben weil man nach den Cham­pi­ons League-Teil­nah­men 2007/2008 und 2009/2010 Geld in Spie­ler wie Cipri­an Mari­ca, Yil­di­ray Bas­türk, Mau­ro Camo­ra­ne­si oder Pavel Pogreb­nyak ver­senk­te, befand man sich in der Situa­ti­on, die uns Ser­dar Tas­çi im Pod­cast-Inter­view schil­der­te, näm­lich dass er den VfB ver­ließ, um mit sei­ner Ablö­se dem Ver­ein finan­zi­ell zu hel­fen. Sport­lich konn­ten wir ihn erst vier Jah­re und einen Abstieg spä­ter durch Ben­ja­min Pavard erset­zen.

Was ist das Saisonziel?

Alex­an­der Wehr­le sag­te kurz nach Sai­son­ende den durch­aus sinn­vol­len Satz, dass man einen Kader zusam­men­stel­len wol­le, den sich der Ver­ein auch leis­ten kön­ne, wenn er 2025/2026 nicht inter­na­tio­nal spie­le. Die Rede ist davon, dass man bei euro­päi­schen Ein­nah­men ent­spre­chen­de Gehäl­ter zah­le und wenn die­se weg­fal­len eben nicht. Das klingt zunächst viel­ver­spre­chend auf lan­ge Sicht und die bis­he­ri­ge Ent­wick­lung von Demi­ro­vić oder auch Undav spricht nicht not­wen­di­ger­wei­se dafür dass es mit ihren Kar­rie­ren berg­ab geht. Den­noch wür­den bei­de Wech­sel zusam­men ein Gesamt­vo­lu­men in für uns schwin­del­erre­gen­den Höhen bedeu­te­ten, selbst wenn die ein­zel­nen Jah­res­ge­häl­ter sich der sport­li­chen Situa­ti­on anpas­sen. Schon allein durch die Ablö­se­sum­men und weil der VfB nach wie vor finan­zi­ell nicht auf Rosen gebet­tet ist, ergibt sich ein gewis­ses Risi­ko.

Nicht unbe­dingt weil man Demi­ro­vić oder Undav nicht zutraut, an die bis­he­ri­gen Leis­tun­gen anzu­knüp­fen. Son­dern weil auch der Rest der Mann­schaft wei­ter­hin per­for­men muss, um erneut die­ses Level zu errei­chen. Das ist nach einer sehr guten Sai­son kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich. Vor kur­zem schrieb ich an die­ser Stel­le, der VfB müs­se die­se außer­ge­wöhn­li­che Situa­ti­on nut­zen, um sich finan­zi­ell und sport­lich in der Bun­des­li­ga zu kon­so­li­die­ren. Aktu­ell ist für mich ange­sichts von (poten­zi­el­len) Trans­fers in die­ser Grö­ßen­ord­nung nicht ganz klar, mit wel­cher Hal­tung man in die neue Sai­son geht. Kann man bei die­sem Trans­fer­vo­lu­men ernst­haft die 40-Punk­te-Mar­ke als Sai­son­ziel aus­ge­ben, also qua­si wie in Augs­burg? Oder muss man, um die Spie­ler wie Undav oder Demi­ro­vić hal­ten zu kön­nen und womög­lich nicht man­gels sport­li­cher Per­spek­ti­ve unter Ein­kaufs­wert ver­kau­fen zu müs­sen, auch in der über­nächs­ten Sai­son euro­pä­isch spie­len?

Alles anders

Nicht falsch ver­ste­hen: Ich freue mich aus sport­li­cher Sicht auf den Trans­fer von Demi­ro­vić, weil ich mir vor­stel­len kann, dass er mensch­lisch und sport­lich gut in die Mann­schaft passt. Mit sei­ner Ver­pflich­tung schafft Fabi­an Wohl­ge­muth aber intern und extern auch eine Erwar­tungs­hal­tung, wie es sie viel­leicht zuletzt bei der Rück­hol­ak­ti­on von Alex Hleb oder dem Wech­sel von Jon Dahl Tom­asson gab und die es bei Stür­men mit weni­ger Erfah­rung und ähn­li­chem Poten­zi­al ein Regal wei­ter unten viel­leicht nicht gege­ben hät­te. 2024 ist jeden­falls alles etwas anders als wir es ken­nen beim VfB. Hof­fen wir, dass das auch in der kom­men­den Sai­son — im posi­ti­ven Sin­ne — der Fall ist und “Demi” Ser­hou Gui­ras­sy so schnell ver­ges­sen macht wie Ange­lo Stil­ler Wata­ru Endo.

Das sehr net­te Schluß­wort möch­te ich Mar­co von SENF über­las­sen, mit lie­ben Grü­ßen nach St. Gal­len:

Der VfB hat sich da einen tol­len Spie­ler geholt, fuss­bal­le­risch und so weit ich das beur­tei­len kann auch mensch­lich. Wir haben hier in St. Gal­len sei­ne Kar­rie­re immer noch mit­ver­folgt und eini­ge über­le­gen sich das Stutt­gart-Tri­kot mit sei­nem Namen drauf für die neue Sai­son zu holen. Allein das zeigt, dass er bei uns einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen hat und das als Leih­spie­ler. Hof­fe sehr, dass er bei euch per­formt und freue mich, sei­nen Namen dann bei einem Tor für Stutt­gart zu skan­die­ren 😉

Zum Wei­ter­le­sen: Der Ver­ti­kal­pass hat zur Ver­pflich­tung ein schö­nes Pro und Con­tra ver­fasst und fragt, ob das jetzt ein State­ment-Trans­fer oder ein Risi­ko-Trans­fer ist.

Titel­bild: Leon­hard Simon/Getty Images

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