Rund um das Spiel in Köln

Wenn man don­ners­tags inter­na­tio­nal spielt, ist die Woche ganz schön kurz. Das Gute ist: Der VfB kann den Schwung gleich mit­neh­men.

Kann man nach zwei Sie­gen und einem erfolg­rei­chen Auf­takt in die Euro­pa­po­kal­sai­son von Eupho­rie spre­chen? Auf jeden Fall hat die Mann­schaft zwei Mal gezeigt, dass ihr wie­der ein­ge­fal­len ist, wor­auf es ankommt: Gegen ein St. Pau­li im Auf­wind brach­te man Mut und indi­vi­du­el­le Qua­li­tät auf den Platz, gegen Cel­ta de Vigo erober­te man vie­le Bäl­le schon an der Mit­tel­li­nie, auch wenn man im Anschluss zu wenig dar­aus mach­te. Aus bei­den Spie­len kön­nen wir auf jeden Fall Selbst­ver­trau­en zie­hen, ohne dabei die kom­men­den Auf­ga­ben auf die leich­te Schul­ter zu neh­men. Köln erwar­tet uns mit der Leich­tig­keit eines gut gestar­te­ten und gut auf­ge­stell­ten Auf­stei­gers und wird auch wie­der nur durch Wider­stands­fä­hig­keit und Qua­li­tät zu schla­gen sein. Mit den anste­hen­den Spie­len in Basel und am kom­men­den Sonn­tag gegen Hei­den­heim wäre die Par­tie am Rhein die per­fek­te Gele­gen­heit, um wei­ter in Fahrt zu kom­men. Das gilt ins­be­son­de­re für unse­re Angriffs­rei­he um Bil­al El Khan­nouss und Erme­din Demi­ro­vic. Gegen offen­si­ve Köl­ner wird es aber auch nötig sein, hin­ten wei­ter sta­bil zu sein und sich kei­ne leicht­sin­ni­gen Feh­ler zu leis­ten.

Und damit zur

Personalsituation

Denn in der Defen­si­ve muss Sebas­ti­an Hoe­neß durch den Aus­fall “bis auf Wei­te­res” von Finn Jeltsch erneut umbau­en. Deniz Undav möch­te nach der nächs­ten Län­der­spiel­pau­se wie­der angrei­fen, muss aber noch aus­set­zen. Silas stand zwar schon wie­der auf dem Trai­nings­platz, ich den­ke aber, dass er noch etwas braucht. Mög­lich, dass Jus­tin Diehl gegen sei­nen Ex-Ver­ein wie­der in den Kader zurück­kehrt.

Mögliche Aufstellung

Ange­sichts der schon ange­spro­che­nen kur­zen Zeit zwi­schen den Spie­len und dem Penshm der nächs­ten Wochen soll­te Sebas­ti­an Hoe­neß defi­ni­tiv rotie­ren. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass Kara­zor wie­der rein­rutscht, wäh­rend hin­ten Mit­tel­städt und Assi­gnon pau­sie­ren, sehr wahr­schein­lich ist jeden­falls die Rück­kehr von Jeff Cha­b­ot. Vor­ne star­ten Füh­rich und Tomás anstel­le von Lewe­ling und Demi­ro­vic. Mag unter dem Strich etwas zu viel Rota­ti­on sein, aber lässt dir natür­lich viel­fäl­ti­ge Optio­nen von der Bank.

Statistik

Es ist das 97. Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne in der Bun­des­li­ga. Frü­her war klar, dass in die­ser Begeg­nung immer das Aus­wärts­team gewinnt und in der Tat hat der VfB in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren nur zwei von 15 Par­tien in Köln ver­lo­ren — aller­dings spiel­te man eben auch nicht so häu­fig gegen­ein­an­der. Vor der aktu­el­len Mann­schaft des FC soll­ten wir den­noch gewarnt sein. Denn die hat nach den Top­teams aus Mün­chen, Dort­mund, Lever­ku­sen und Frank­furt mit neun die fünft­meis­ten Tore der Liga erzielt — dabei liegt sie mit 56 ange­ge­ben Schüs­sen nur im Mit­tel­feld. Span­nend ist die Zahl der Schüs­se, die aufs Tor gin­gen. Das sind näm­lich nur 17, womit jeder zwei­te davon ein Tref­fer ist — Liga­best­wert. Gleich­zei­tig sind sie auch durch­aus anfäl­lig für Tref­fer, Mar­vin Schwä­be hat eine Fang­quo­te von 61 Pro­zent. Bemer­kens­wert ist außer­dem, dass nur eine Mann­schaft weni­ger Zwei­kämp­fe gewon­nen hat als der VfB, näm­lich eben unse­re Gast­ge­ber. Aber auch bei der Anzahl der Fouls lie­gen sie auf den hin­te­ren Plät­zen. Kein gewöhn­li­cher Auf­stei­ger also.

Fazit

Und den­noch muss der VfB die­ses Spiel gewin­nen. Die offen­si­ve Spiel­wei­se des Geg­ners birgt Risi­ken, wenn der VfB sich wie in Frei­burg über­lau­fen lässt. Hält man dem aber stand, öff­nen sich natür­lich Räu­me und zwar grö­ße­re als am Don­ners­tag. Und wer im Euro­pa­po­kal eine solch abge­zock­te Leis­tung zeigt, muss auch in der Lage sein, einen Auf­stei­ger zu schla­gen, so gut der auch drauf sein mag. Ein Aus­wärts­sieg wür­de den Sai­son­start lang­sam kon­so­li­die­ren und um mehr geht es aktu­ell erst­mal nicht. Erst wenn die Mann­schaft über eine Rei­he von Spie­len zeigt, dass sie ihr Poten­zi­al abru­fen kann, kann man wie­der auf die Tabel­le schau­en.

Titel­bild: © Chris­tof Koepsel/Getty Images

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