Der richtige Gegner zur richtigen Zeit

Gegen Mön­chen­glad­bach fei­ert der VfB einen knap­pen Sieg, der nach einer auf­re­gen­den Woche zumin­dest reicht, um die Gemü­ter etwas zu beru­hi­gen — aber mehr auch nicht.

Ein Spiel als Ruhe­pol. In einer Zeit, in der der VfB sei­nen Trans­fer­re­kord direkt ver­drei­facht und dem­entspre­chend im Som­mer­schluss­ver­kauf noch mal rich­tig aktiv wer­den muss und in der 20 Elf­me­ter geschos­sen wer­den müs­sen, damit der Titel­ver­tei­di­ger die ers­te Run­de des DFB-Pokals über­steht, ist ein 1:0 gegen Mön­chen­glad­bach der bes­te Kon­tra­punkt. Sicher­lich, die Ver­let­zung von Deniz Undav, die Ein- und wie­der Aus­wechs­lung von Chris Füh­rich, eine atem­be­rau­ben­de Cho­reo­gra­phie über vier Tri­bü­nen und ein unwahr­schein­li­cher Sieg­tor­schüt­ze Che­ma Andrés: Gesprächs­the­men gab es am Sams­tag genug. Aber eben nicht den ganz gro­ßen Auf­re­ger.

Man kann sagen, dass mit der Borus­sia der rich­ti­ge Geg­ner zur rich­ti­gen Zeit kam. In einem Spiel auf Augen­hö­he mit Chan­cen auf bei­den Sei­ten setz­te sich der Brust­ring (ohne Wap­pen) knapp mit 1:0 durch. Wobei das mit der Augen­hö­he natür­lich so eine Sache ist, wenn der VfB der­zeit mit Geld nur so um sich wirft um sich für Platz 6 und den Euro­pa­po­kal zu rüs­ten, wäh­rend beim VfL der Trai­ner zu wackeln scheint und der Ver­ein kaum Geld für Neu­zu­gän­ge hat. Ande­rer­seits hat­ten die Brust­ring­trä­ger am Sams­tag den zwei­ten Leis­tungs­trä­ger in die­sem Som­mer ver­kauft und lie­fen wie schon im Pokal hin­ten in einer Zweit­be­set­zung auf. Dass Braun­schweig uns vier Tore ein­schenk­te und Alex Nübel am zwei­ten Spiel­tag sei­ne ers­te wei­ße Wes­te sam­mel­te, soll­te den Ver­ant­wort­li­chen in Glad­bach zu den­ken geben.

Zurück zur Normalität

Für den VfB ist es ein Schritt zurück in die Nor­ma­li­tät, dem nun schein­bar noch ein paar Trans­fers fol­gen wer­den. Das Spiel gegen Mön­chen­glad­bach war erfolg­reich, auch wenn es nicht gera­de die Fan­ta­sie anreg­te. Es war immer wie­der durch­zo­gen von Stock­feh­lern und Unge­nau­ig­kei­ten, aber nicht so kata­stro­phal wie das am Diens­tag, als wir zeit­wei­se die Kon­trol­le ver­lo­ren und uns von  einem Zweit­li­gis­ten über­ren­nen lie­ßen. Auf jeden Fall lässt es sich mit drei Punk­ten und der zwei­ten Pokal­run­de etwas ent­spann­ter in die Län­der­spiel­pau­se gehen.

Wäre da nicht die Tat­sa­che, dass mit Deniz Undav zwar ein zuletzt glück­lo­ser, aber den­noch zen­tra­ler Spie­ler für min­des­tens sechs Wochen aus­fällt und dass Sebas­ti­an Hoe­neß nach der Pau­se min­des­tens einen, wenn nicht mehr Neu­zu­gän­ge in eine Mann­schaft inte­grie­ren muss. Immer­hin stimm­te gegen Glad­bach die Ein­stel­lung zu Geg­ner und Spiel wie­der, auch wenn man sich mit­un­ter dann wie­der sel­ber ein Bein stell­te. Den­noch: Das drit­te Liga­spiel in Frei­burg läu­tet nicht nur die Pha­se der eng­li­schen Wochen ein, son­dern bedeu­tet für Trai­ner und Kader auch einen gewis­sen Neu­start nach zwei tur­bu­len­ten Wochen. Es ist zu hof­fen, dass wir nach dem Dead­line Day und dem unauf­re­gen­den Spiel gegen Glad­bach dafür gerüs­tet sind.

Zum Wei­ter­le­sen: Der Ver­ti­kal­pass stellt fest: “Das war schon ein ziem­li­ches Gegur­ke, was der VfB sei­nen eupho­ri­sier­ten Fans zum 100. Geburts­tag des Brust­rings anbot” und Stuttgart.international geht in eine ähn­li­che Rich­tung: “Trotz des glück­li­chen 1:0‑Siegs ist auf dem Nach­hau­se­weg jedem klar, dass die noch jun­ge Sai­son sport­lich eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für den VfB wird.”

Titel­bild: © Hel­ge Prang/Getty Images

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