Ein Fest für Fußball-Romantiker

Der VfB gewinnt in der ersten Pokalrunde gegen den FC 08 Homburg/Saar mit 3:0 und nicht nur die Mannschaft holt sich die nötige Motivation für die kommenden Aufgaben.

Für uns VfB-Fans ungewohnt ging es Samstagmittag für uns Hessen besonders entspannt gegen 14:30 Uhr los in Richtung Saarland zur DFB-Pokalbegegnung gegen den FC 08 Homburg. Gegen 16:30 Uhr war unsere kleine Reisegruppe am Waldstadion angelangt und nach einigen Steakwecken vor dem Stadion ging es in die Kurve. Die Security war nett, wenn auch unsere Fahnenstange zunächst nicht als solche erkannt und zunächst konfisziert wurde. Nach einigen Erklärungen war aber auch diese Hürde genommen und wir waren in der Gästekurve in Block 5. Erster Eindruck: Geil, so muss Fußball. Genau solche Stadien machen den DFB-Pokal für uns Fans so interessant und spannend. Wenig Brimborium vor dem Spiel, einfach nur Fußball. Vielleicht erleben wir sowas diese Saison noch öfter? Wenigstens ein “Vorteil” des Abstiegs (naja, nicht wirklich).

© VfB-Bilder.de
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Vor dem Spiel zeigten die Stuttgarter Ultras um das Commando Cannstatt 97 eine Choreo die an bessere Zeiten erinnern: 20 Jahre Pokalsieg 1996/97 – ja, so lange ist das schon her.  Die Stimmung war in der ersten Halbzeit in Ordnung, die Mannschaft bemüht und etwas glücklos vor dem Tor (2x Aluminium), da musste mehr kommen. Zunächst kam aber nicht die Mannschaft, sondern unsere Ultras: Im Block wurden ab Halbzeit 2 für den Rest des Spiels alles abgebrannt was die polnischen Shops so her gaben: Bengalos, Blinker, Rauchtöpfe etc. Auf das Für und Wider von Pyrotechnik möchte ich hier nicht eingehen (okay, vielleicht der kleine Einwurf, dass die Hälfte der ca. 2 Tonnen auch gereicht hätte).

© VfB-Bilder.de
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Die Stimmung wurde besser und als Christian Gentner zum so wichtigen 1:0 für unseren VfB traf gab es in der Kurve kein halten mehr. Durch “leichte Rauchentwicklung” haben einige in der Kurve die weiteren Tore sicher nicht mehr mitbekommen. Ich habe die Kurve lange nicht mehr so euphorisch erlebt. All das “nur” weil wir das (pardon) kleine Homburg in der ersten Runde des Pokals halbwegs souverän ausgeschaltet haben. Motivation tanken könnte man das vielleicht nennen. So ging das Spiel mit 3:0 zu Ende, die Mannschaft machte noch eine Ehrenrunde durch die Kurve und gerade Gentner fiel mir sehr positiv im Gespräch mit den Fans auf. Da ist einer, der weiß wie wichtig es ist diese verrückte Fanmeute hinter der Mannschaft zu haben. Ein Abend auf den man aufbauen kann.

Besonderes Schmankerl aus der sehr schönen Liedauswahl:
“Wenn Du mich fragst wer Meister wird, dann sage ich zu Dir: Das können nur die Schwaben sein, die Jungs vom VfB!”.

In diesem Sinne: Weniger bruddeln, mehr durchdrehen! Packen wir es an: Alle nach Sandhausen!

 

Tom kommt aus der Nähe von Schwäbisch Gmünd und kann im Gegensatz zu Lennart auch richtig schwäbisch. Jetzt lebt er in Frankfurt. VfB-Fan ist er seit Mitte der 90er, in seinem ersten Spiel im Stadion stand er direkt am Spielertunnel und hat noch Carlos Dunga angefeuert. Auch Tom ist Mitglied bei den VfB-Supporters Hessen und hat eine Auswärtsdauerkarte. Auf Twitter heißt er @zwuggele.

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