Schongang mit Wohlfühlfaktor

In Regens­burg macht der VfB mit dem Zweit­li­ga-Schluss­licht kur­zen Pro­zess und zieht mühe­los in Pokal-Vier­tel­fi­na­le ein. Für Moral und Kno­chen eine Erho­lung.

Ein Pokal­a­bend wie man ihn sich wünscht: Der VfB kann die hal­be Mann­schaft aus dem letz­ten Bun­des­li­ga-Spiel auf die Bank set­zen, gewinnt trotz­dem sou­ve­rän im Pokal und muss gegen einen muti­gen, aber über­for­dern­den Zweit­li­gis­ten weder in die Ver­län­ge­rung, noch sich beson­ders anstren­gen. Da war das Span­nends­te an die­sem Diens­tag schon der Hin­weis der Fan­be­auf­trag­ten zur Anrei­se

Info zur Anrei­se nach Regens­burg:

aus Stutt­gart machen sich heu­te nicht nur etwa 2.000 VfB-Fans auf den Weg nach Regens­burg. Die Jahn-Fans pfle­gen eine Freund­schaft zu den Stutt­gar­ter Kickers und rech­nen heu­te mit derer Unter­stüt­zung im unte­ren drei­stel­li­gen Bereich.
Auf der Auto­bahn kön­nen sich in einem Fahr­zeug mit Stutt­gar­ter-Kenn­zei­chen, also Rote oder Blaue befin­den.

sowie die blau­en Schals in der Heim­kur­ve und Gesän­ge, die nur sel­ten von ande­ren Fern­seh­ka­me­ras als denen des SWR oder von Regio TV Stutt­gart ein­ge­fan­gen wer­den.

Denn die Mann­schaft des VfB zeig­te im Ach­tel­fi­na­le des DFB-Pokals zwei­er­lei: Zum einen, dass sie direkt für kla­re Ver­hält­nis­se sor­gen woll­te und das gegen eine Mann­schaft zwi­schen drit­ter und zwei­ter Liga auch pro­blem­los kann. Und das auch ohne eine Rei­he von Stamm­spie­lern, die es sich, mit Aus­nah­me von Ange­lo Stil­ler und Enzo Mil­lot auf der Ersatz­bank bequem machen durf­ten. Anders als Kai­sers­lau­tern stell­ten die Regens­bur­ger die Mann­schaft auch spie­le­risch vor kei­ne all­zu gro­ße Auf­ga­be, so dass die Spie­ler mit dem Brust­ring zum einen ihr Pass­spiel auf­zie­hen konn­ten und gleich­zei­tig von der eige­nen Qua­li­tät pro­fi­tier­ten, etwa bei Mil­lots Dreh­schuss zur Füh­rung.

Platz zum Glänzen

Schön auch, dass am Diens­tag­abend Platz für ande­re Spie­ler zum Glän­zen war. Zum Bei­spiel Anrie Cha­se, der sein ers­tes Tor für den VfB erziel­te oder Jus­tin Diehl, der sei­ne auf­stei­gen­de Form bestä­tig­te und Wol­te­ma­de mit einem tol­len Pass in Sze­ne setz­te, bevor der den Ball am Tor­wart vor­bei ins Tor storch­te. Auf­fäl­lig war aller­dings, dass sein U21-Natio­nal­mann­schafts­kol­le­ge Frans Krät­zig gar nicht im Kader stand und auch sonst aus der zwei­ten Mann­schaft nur Jar­z­in­ho Malan­ga die Chan­ce erhielt, sich zu bewei­sen. Für einen Tho­mas Kas­t­a­n­a­ras bei­spiels­wei­se scheint die Tür Rich­tung ers­te Mann­schaft erst­mal zu zu sein.

Abge­se­hen von sol­chen Neben­tö­nen war es aber wirk­lich ein Spiel, wie ein­gangs gesagt, wie man es sich nur wün­schen kann. Der ers­te Pokal­tag hielt mit dem Heim­sieg der Bie­le­fel­der schon die ers­te Über­ra­schung parat, bleibt zu hof­fen, dass wir auch im Vier­tel­fi­na­le Lever­ku­sen und dem Sie­ger aus Frank­furt gegen Leip­zig aus dem Weg gehen kön­nen. Ein Trip auf die Alm oder ein Der­by — das wär doch was. Zunächst aber steht bereits am Frei­tag nicht nur der Niko­laus, son­dern auch Uni­on vor der Tür, bevor die Mann­schaft vor dem wich­ti­gen Cham­pi­ons League-Spiel gegen Bern ein paar Tage mehr zur Erho­lung hat. Dies­mal aber die gan­ze Mann­schaft.

Zum Wei­ter­le­sen: Der Ver­ti­kal­pass merkt an: “Pas­schär­fe und ‑genau­ig­keit waren auf Stutt­gar­ter Sei­te oft­mals nicht auf dem Niveau, das man am Frei­tag gegen Uni­on brau­chen wird. Um sich aus dem hohen Pres­sing der Regens­bur­ger zu befrei­en, war mehr Auf­wand nötig, als man sich gewünscht hät­te. Das Selbst­ver­ständ­nis und die Leich­tig­keit aus der Vor­sai­son fehl­te auch am Diens­tag­abend.”

Titel­bild: © Sebas­ti­an Widmann/Getty Images

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