Rund um die Mitgliederversammlung: Im Gespräch mit Präsidiumskandidat Stefan Jung

Bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung am Sams­tag wird auch des Prä­si­di­um des e.V. neu besetzt. Wir haben mit Ste­fan Jung über sei­ne Kan­di­da­tur und sei­ne Zie­le gespro­chen.

Rund um den Brust­ring: Wie ist der Ent­schluss ent­stan­den, für das Prä­si­di­um des VfB zu kan­di­die­ren?

Ste­fan Jung: Ich ver­fol­ge die Ver­eins­po­li­tik des VfB seit 20 Jah­ren inten­siv und war sowohl mit der Art und Wei­se der Aus­glie­de­rung, als auch beim Bre­chen des Mit­glie­der­ver­spre­chens mit dem Vor­sitz im Auf­sichts­rat, ent­täuscht. Ich woll­te des­halb mich selbst ein­brin­gen als Mit­glied. Ich bin der Über­zeu­gung, dass wir jeman­den benö­ti­gen mit mei­ner Kom­pe­tenz und Erfah­rung (15 Jah­re als erfolg­rei­cher Unter­neh­mer und Auf­sichts­rats­mit­glied), als auch mei­ner Per­sön­lich­keit (Team Play­er, der lie­ber ande­ren das Schein­wer­fer­licht über­lässt), als auch mei­nen Wer­ten und Prin­zi­pi­en (Lei­den­schaft­li­ches Ein­set­zen für Mit­glie­der­rech­te und Stär­kung von 50+1).

Was wol­len Sie anders und/oder bes­ser machen als Ihre Vor­gän­ger im Prä­si­di­um?

Was zählt sind Resul­ta­te. Von Stär­kung der Mit­glie­der­rech­te bis trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ein­bin­dung der Mit­glie­der mit offe­ner und ehr­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on, weg von popu­lis­ti­schen Kam­pa­gnen wie „Ja zum Erfolg“ bei der Aus­glie­de­rung, hin zu ehr­li­chen Debat­ten. Nur so kann Glaub­wür­dig­keit und Ver­trau­en auf­ge­baut wer­den. Durch bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­steht dann auch wie­der ein Gemein­schafts­ge­fühl und Team­geist aller VfBler.

Wo sehen Sie die wich­tigs­ten Hand­lungs­fel­der im VfB e.V. in den nächs­ten Jah­ren? 

  • Stär­kung der Mit­glie­der­in­ter­es­sen des e.V. in der AG: a) Auf­sichts­rats­vor­sitz, b) Prä­si­di­al­aus­schuss Zusam­men­set­zung c) Mehr direkt gewähl­te Mit­glie­der­ver­tre­ter im Auf­sichts­rat der AG

  • Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des e.V., z.B. zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter in Kom­mu­ni­ka­ti­on, VfB Mit­glie­der­ver­an­stal­tun­gen, Rechts­exper­ti­se

  • Die Rah­men­be­din­gun­gen wei­ter ver­bes­sern, so dass wir sowohl für Spit­zen­sport­ler als auch für Brei­ten­sport­ler attrak­ti­ver wer­den, spe­zi­ell wei­te­re Infra­struk­tur für die Jugend und Frau­en. Auf­bau eines NLZ für Mäd­chen mit Ziel­set­zung #1 in Baden-Würt­tem­berg für Mäd­chen zu sein

  • Gesell­schaft­li­che Vor­bild­funk­ti­on aus­bau­en, z.B. durch VfB Stif­tung Brust­ring der Her­zen

  • Eine geschlos­se­ne Ein­heit aller Gre­mi­en des e.V., von Prä­si­di­um, Ver­eins­bei­rat, Wahl­aus­schuss, Sat­zungs­kom­mis­si­on, Fan­aus­schuss und aller Abtei­lun­gen bil­den zusam­men mit der AG

  • Den VfB noch mehr als nah­ba­rer und greif­ba­rer Ver­ein in der Regi­on aus­bau­en, der sym­pa­thisch auf­tritt bei Initia­ti­ven wie „VfB im Länd­le“ bis zu Kin­der­kran­ken­haus­be­su­chen in der Regi­on

  • Gemein­schafts­ge­fühl und Ver­eins­le­ben mit Leben fül­len

  • Pro­jekt Neckar­park umset­zen, mit neu­em Sta­di­on für Frauen/U21/Jugend/ Leicht­ath­le­tik und sozia­len Treff­punk­ten für Mit­glie­der (z.B. Muse­um).

Und was sind Ihre Zie­le für Ihre Amts­zeit?

Das wir hin­ter allen genann­ten wich­ti­gen Hand­lungs­fel­der aus der vor­he­ri­gen Fra­ge einen Haken set­zen kön­nen — dass wir alles gemein­sam erfolg­reich umge­setzt haben. Und das auf eine Art und Wei­se, dass Mit­glie­der stolz sind.

Mit wel­chen Maß­nah­men wol­len sie die Abtei­lun­gen des VfB e.V. — abge­se­hen vom Jugend­fuß­ball — wei­ter stär­ken?

Wir haben finan­zi­ell einen bes­se­ren Spiel­raum durch die stark gestie­ge­nen Mit­glie­der­zah­len, des­halb:

  • Bes­se­re Trai­nings­be­din­gun­gen für Sport­ler und Ath­le­ten

  • Grö­ße­re Wert­schät­zung aller Ehren­amt­ler, die das Fun­da­ment des e.V. bil­den

  • Pro­fes­sio­nel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, dass die tol­len Geschich­ten und Erfol­ge aus den Abtei­lun­gen bes­ser bei den Mit­glie­dern ankom­men

  • Auch gemein­sa­me Ver­an­stal­tun­gen aller Abtei­lun­gen, um so den VfB als eine Ein­heit zu stär­ken

Hal­ten Sie die Ein­rich­tung eines fes­ten Ver­eins­mu­se­ums für sinn­voll und umsetz­bar?

Ja, natür­lich. Dafür gibt es ja auch seit Jah­ren brei­te Unter­stüt­zung im Ver­ein. Das Pro­blem, dass wir noch kei­nen idea­len Platz dafür haben, kann hof­fent­lich durch das Pro­jekt Neckar­park gelöst wer­den, dann hät­ten wir eine tol­le lang­fris­ti­ge Lösung, um unse­re Tra­di­ti­on aus­stel­len zu kön­nen.

Der VfB hat über 120.000 Mit­glie­der. Wie wol­len Sie die­se in das Ver­eins­le­ben ein­bin­den?

Wir kön­nen sicher­lich sowohl mehr sozia­le als auch sport­li­che Ange­bo­te auf­bau­en. Wir haben gute For­ma­te, von Dun­kel­ro­ter Tisch (Ver­eins­po­li­tik und Ver­eins Gestal­tung), VfB im Länd­le (sozia­le Tref­fen und Tra­di­tio­nen fei­ern), VfB im Dia­log (z.B. Auf­sichts­rat und wei­te­re Füh­rungs­per­so­nen stel­len sich Mit­glie­dern per­sön­lich vor), etc., die wir kon­sis­tent aus­bau­en kön­nen und dann mehr Mit­glie­der in Ihrer Regi­on teil­neh­men kön­nen. Ich wür­de auch ger­ne mehr sport­li­che Ange­bo­te an Mit­glie­der machen. Momen­tan gibt es noch sehr über­schau­ba­re Mög­lich­kei­ten für Mit­glie­der beim VfB selbst aktiv am Brei­ten­sport teil­zu­neh­men und ich fän­de es toll, da Neu­es auf­zu­bau­en, ent­we­der in Koope­ra­ti­on mit ande­ren Ver­ei­nen in Stutt­gart und der Regi­on oder selbst neue Sport­ar­ten auf­zu­bau­en.

Wie ste­hen Sie zur Mög­lich­keit einer hybri­den Mit­glie­der­ver­samm­lung?

Ich bin grund­sätz­lich offen für eine hybri­de MV, aber es ist selbst­ver­ständ­lich, dass das Votum der Mit­glie­der auf der MV über den recht­li­chen Rah­men und die Details ent­schei­det, wie weit eine hybri­de MV gehen soll­te.

Wel­ches Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al sehen Sie noch bei der Sat­zung des e.V.?

Die wich­tigs­ten Sat­zungs­än­de­run­gen sehe ich momen­tan in der Mit­glie­der­stär­kung des e.V. und betref­fen daher auch die AG:

  • Stär­kung der Mit­glie­der­rech­te durch 3 direkt gewähl­te Prä­si­di­ums­mit­glie­der im Auf­sichts­rat der AG

  • Auf­sichts­rat­vor­sitz der AG soll­te der  Prä­si­dent sein und des­halb über eine mora­li­sche Soll Ver­pflich­tung fest­ge­hal­ten wer­den.

  • Prä­si­di­al­aus­schuss auf 5 Sit­ze erhö­hen, so dass alle 3 Prä­si­di­ums­mit­glie­der den e.V. ver­tre­ten kön­nen.

Wür­den Sie im Fal­le einer Wahl und der gleich­zei­ti­gen Wahl von Diet­mar All­gai­er zum Prä­si­den­ten die Ein­füh­rung eines/r lei­ten­den Ange­stell­ten im Ver­ein, der dem Prä­si­den­ten die ope­ra­ti­ve Arbeit abnimmt, begrü­ßen und unter­stüt­zen?

Mein Ange­bot an Mit­glie­der ist, dass ich mein Amt im Prä­si­di­um Voll­zeit aus­fül­le und des­halb eine Ein­füh­rung eines Geschäfts­füh­rers im e.V. nicht nötig ist. Dadurch ver­mei­den wir ein Sze­na­rio, dass wir über die Ent­schei­dungs­ge­walt eines nicht direkt von den Mit­glie­dern gewähl­ter Ver­tre­ter dis­ku­tie­ren müs­sen. Dass wir den e.V wei­ter pro­fes­sio­na­lie­ren müs­sen und dazu meh­re­re neue Mit­ar­bei­ter brau­chen ist außer Fra­ge, aber einen Geschäfts­füh­rer der eigen­stän­dig Ent­schei­dun­gen trifft, brau­chen wir dann nicht mehr.

Wie ist Ihre Hal­tung zum Auf­sichts­rats­vor­sitz der VfB AG: Soll­te die­ser nur vom Prä­si­den­ten des e.V. gestellt wer­den oder kann es auch ein Prä­si­di­ums-Mit­glied sein? Oder muss es über­haupt ein/e Vertreter/in des Ver­eins sein?

Der Prä­si­dent soll­te immer den Vor­sitz im AR der AG ein­neh­men. Dass der Prä­si­dent dafür gut geeig­net ist, ist ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um für mei­ne Aus­wahl, wem ich letzt­end­lich als Mit­glied mei­ne Stim­me gebe bei der Wahl. Eine kla­re Rol­len­ver­tei­lung im Prä­si­di­um ist bes­ser, um kei­ne Unklar­hei­ten oder gar Kon­kur­renz­si­tua­ti­on inner­halb des Prä­si­di­ums auf­kom­men zu las­sen.

Aktu­ell ist der Auf­sichts­rat der VfB AG mit 10 Per­so­nen besetzt, wovon fünf den VfB e.V. ver­tre­ten (Diet­mar All­gai­er, Andre­as Grupp, Bea­te Beck-Dehar­de, Tan­ja Gön­ner und Alex­an­der Klä­ger) je zwei den Inves­tor Mer­ce­des (Peter Schy­mon und Franz Rei­ner), je zwei den Inves­tor Por­sche (Lutz Mesch­ke und Albrecht Rei­mold) sowie mit Tobi­as Rös­chl ein Ver­tre­ter des Inves­tors JAKO. Ein wei­te­rer Platz ist noch frei. Wie ist Ihre Hal­tung zur Sitz-Ver­tei­lung im Auf­sichts­rat? Soll­te die­ser dem Ver­hält­nis der Antei­le an der VfB AG ent­spre­chen (78,2 Pro­zent VfB e.V., 10,4 Pro­zent Por­sche, 10,4 Pro­zent Mer­ce­des, 1 Pro­zent JAKO) oder reicht eine ein­fa­che Mehr­heit des e.V.?

Das Ent­schei­den­de sind sowohl die Sitz­ver­tei­lung, als auch die fest­ge­leg­ten Hür­den in der AG Sat­zung, um Ent­schei­dun­gen durch­zu­set­zen. Wäh­rend der Groß­teil der Ent­schei­dun­gen eine ein­fa­che Mehr­heit benö­tigt, gibt es auch ⅔ Mehr­hei­ten, wes­halb der e.V. bei 12 Sit­zen dann eben 8 Sit­ze benö­tigt.

Zuerst gel­ten für die 8 e.V. Ver­tre­ter 3 Kri­te­ri­en: 1) Sie müs­sen die fach­li­che Kom­pe­tenz für ihre Rol­le mit Exper­ti­se aus­fül­len, 2) Sie müs­sen die Wer­te des VfB vor­le­ben (z.B. kein poli­ti­sches Amt in einer Par­tei, die sich nicht zu den Grund­wer­ten von Tole­ranz offen bekennt) und 3) Sie müs­sen für Ihre Rol­le als Reprä­sen­tant für den e.V. sen­si­bi­li­siert sein und sich der Bedeu­tung ihrer Auf­ga­be als Mit­glie­der­ver­tre­ter bewusst sein.

Als zwei­ter Schritt, brau­chen wir ein Team mit kom­ple­men­tä­ren Exper­ti­sen. Dazu sind 1–2 Sport­ex­per­ten Prio­ri­tät. Die­se soll­ten über ein gro­ßes Netz­werk ver­fü­gen und kon­zep­tio­nell als Spar­ring Part­ner für Fabi­an Wohl­ge­muth, Chris­ti­an Gent­ner und alle sport­li­chen Lei­ter die­nen und kon­trol­lie­ren, dass die sport­li­chen Leit­plan­ken wie die För­de­rung der eige­nen Jugend oder die stän­di­ge Ver­bes­se­rung des Scou­tings umge­setzt wer­den. Die nächs­te Prio­ri­tät ist ein Fan-Ver­tre­ter. Wir haben in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit gemerkt, wie wert­voll ein sol­ches Auf­sichts­rat­mit­glied sein kann, um die Mei­nun­gen der Fans im Gre­mi­um zu ver­tre­ten. Für die rest­li­chen e.V. Ver­tre­ter müs­sen wir zuerst schau­en, wel­che Kom­pe­ten­zen wir bereits im Gre­mi­um haben durch die Prä­si­di­ums­mit­glie­der und wel­che Exper­ti­se dann noch fehlt.

Um den Haf­tungs­ver­pflich­tun­gen eines Auf­sichts­rat nach­kom­men zu koen­nen, brau­chen wir aus mei­ner Erfah­rung nach, wie jeder höchst pro­fes­sio­nell geführ­te Auf­sichts­rat, meh­re­re Sub-Kom­mit­tes, z.B. das Audit-Kom­mit­te das eng mit den Wirt­schafts­prü­fern arbei­ten oder das Kom­pen­sa­tio­nen-Komi­tee, das für die Ver­trags­ge­stal­tung der Vor­stands­mit­glie­der ver­ant­wort­lich ist.

Zuletzt wür­de ich auch ändern, dass zukünf­tig alle drei direkt von den Mit­glie­dern gewähl­ten Prä­si­di­ums­mit­glie­der auto­ma­tisch in den Auf­sichts­rat ent­sandt wer­den. Neh­men wir die letz­ten Wah­len als Bei­spiel, als sich Claus Vogt an Tag 1 nach der Wahl zwi­schen Rai­ner Adri­on und Chris­ti­an Rieth­mül­ler ent­schei­den muss­te. Dies kann nicht die bes­te Kon­stel­la­ti­on sein für uns Mit­glie­der, dass sofort ein Kon­flikt­po­ten­ti­al besteht, wo wir Mit­glie­der doch einen Team­geist inner­halb des Prä­si­di­ums sehen wol­len.

Dar­an anschlie­ßend: Soll­te der Auf­sichts­rat in sei­ner jet­zi­gen Grö­ße bei­be­hal­ten, ver­grö­ßert oder ver­klei­nert wer­den?

Wenn man alles neu von Anfang an auf­bau­en könn­te, dann wür­de ich sicher­lich einen klei­ne­ren Auf­sichts­rat fest­le­gen. Aber da wir 4 Sit­ze für Inves­to­ren Ver­tre­ter haben und eini­ge Ent­schei­dun­gen laut AG Sat­zung eine ⅔ Mehr­heit der Stim­men benö­ti­gen, brau­chen wir laut DFL Auf­la­gen zur 50+1 Regel, eben 12 Sit­ze ins­ge­samt. Da ich die Gesell­schaf­ter­ver­trä­ge und die Akti­en-Zeich­nungs­ver­trä­ge unse­rer Anteils­eig­ner noch nicht ken­ne, weiß ich nicht wie rea­lis­tisch eine Ände­rung der momen­tan 12 Sit­ze ist, auch wenn eine Ver­klei­ne­rung wün­schens­wert wäre.

Soll­te der Prä­si­di­al­aus­schuss die Mehr­heits­ver­hält­nis­se eben­so wider­spie­geln oder sind Sie mit der der­zei­ti­gen Beset­zung (zwei e.V.-Vertreter, je ein Inves­to­ren-Ver­tre­ter, Mehr­heit des e.V. ist durch dop­pel­tes Stimm­recht des Prä­si­den­ten gewahrt) zufrie­den?

Beim Prä­si­di­al­aus­schuss kön­nen wir sowohl die Zusam­men­set­zung, als auch die Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se hin­ter­fra­gen. Mei­ne Mei­nung ist wir soll­ten den Prä­si­di­al­aus­schuss umge­hend nach der Wahl auf 5 Mit­glie­der erhö­hen, so dass alle 3 direkt von den Mit­glie­dern gewähl­ten Prä­si­di­ums­mit­glie­der auch eine Stim­me im Prä­si­di­al­aus­schuss haben, zusam­men mit 2 Inves­to­ren­ver­tre­tern.

Sehen Sie die Not­wen­dig­keit, den Auf­sichts­rat vor Ablauf der Amts­zeit 2027 neu zu beset­zen, was die Ver­tre­tung des VfB e.V. angeht?

Wir soll­ten so früh wie mög­lich den bes­ten Auf­sichts­rat für den VfB zusam­men­stel­len.

Sehen Sie die Not­wen­dig­keit, die Mit­glie­der über einen Ver­kauf von Antei­len über die 2017 beschlos­se­nen 24,9 Pro­zent abstim­men zu las­sen? War­um oder war­um nicht?

Ich sehe der­zeit kei­nen Grund, die­se Fra­ge bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung als höchs­tes Organ des Ver­eins zur Abstim­mung zu stel­len.

Wel­che The­men, die Fans abseits des sport­li­chen Erfolgs bewe­gen, hal­ten Sie für am wich­tigs­ten?

  1. Mit­glie­der­in­ter­es­sen in Gre­mi­en stär­ken

  2. Tickets, Tickets, Tickets

  3. Infra­struk­tur­aus­bau Neckar­park: Sta­di­on Frauen/U21/Leichtathletik/Breitensport, Muse­um, sozia­le Treff­punk­te für Fans

  4. Gesell­schaft­li­che Vor­bild­funk­ti­on mit Leben fül­len durch Initia­ti­ven von eV, AG und Stif­tung Brust­ring der Her­zen

  5. EV pro­fes­sio­na­li­sie­ren, von trans­pa­ren­ter  Kom­mu­ni­ka­ti­on bis sozia­les Ver­eins­le­ben mit mehr Leben fül­len.

Wel­che Lösun­gen sehen Sie für eine nach­voll­zieh­ba­re Ver­tei­lung von Ein­tritts­kar­ten?

Wir sind in der ers­ten Sai­son nach der Umstel­lung auf SAP und ich gehe davon aus, dass wir vie­les ver­bes­sern wer­den zur nächs­ten Sai­son. Es wur­de viel Feed­back gesam­melt inner­halb der AG, des Prä­si­di­ums, des Ver­eins­bei­rats und des Fan Aus­schus­ses. Zum Bei­spiel haben Frau­en geschil­dert, dass Sie sich nicht sicher füh­len allei­ne nach dem Spiel auf dem nach Hau­se­weg, nach­dem bspl. bei Cham­pi­ons League Spie­len die Zutei­lung auf 1 Kar­te begrenzt war. Auch wenn die ursprüng­li­che Inten­ti­on, so vie­len Mit­glie­der wie mög­lich Kar­ten zu ermög­li­chen gut gemeint war. Die Mög­lich­keit eine Grup­pen ID zu kre­ieren mit Familie/Freunden, wie es die UEFA bei Tur­nie­ren ange­wandt hat, erhöht die Chan­ce, dass man nach der Ver­tei­lung zusam­men sit­zen kann, was für vie­le Mit­glie­der einen gro­ßen Unter­schied beim Sta­di­on­eleb­nis­ses aus­macht.

Wel­che Rol­le kön­nen Sie als Prä­si­di­ums­mit­glied des e.V. im Span­nungs­feld zwi­schen orga­ni­sier­ten Fans, der Poli­zei und der Liga spie­len?

Die skan­di­na­vi­schen Ligen leben es vor in Pilot­pro­jek­ten, wie gemein­sam mit orga­ni­sier­ten Fans nach Lösungs­vor­schlä­gen bei Kon­flik­ten­the­men gesucht wer­den. Ein zen­tra­ler  Punkt dabei ist auch die Incen­ti­vie­run­gen in Fra­ge zu stel­len, da der DFB durch sei­nen Stra­fen­ka­ta­log letz­te Sai­son allei­ne 12.5M EUR an Ein­nah­men gene­riert hat, den Groß­teil durch Pyro Stra­fen an Ver­ei­ne. Eine der­ar­ti­ge Incen­ti­vie­rung ist wenig hilf­reich, um gemein­schaft­li­che Lösun­gen zu fin­den, die alle zufrie­den stel­len und soll­te des­halb auf der Agen­da oben ste­hen.

Vie­len Dank für das Gespräch!

Titel­bild: © Ste­fan Jung

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