Rund um das Spiel in Mainz

In Mainz trifft am Sams­tag­nach­mit­tag der Tabel­len­sechs­te auf den Tabel­len­vier­ten — ein Spit­zen­spiel der uner­war­te­ten Sor­te. Für den VfB gilt es, vor dem End­spiel in der Cham­pi­ons League am Mitt­woch nicht den Fokus auf die Liga zu ver­lie­ren.

Mainz und Paris sind sich, das kann ich als jemand, der acht Jah­re in der Stadt unse­res nächs­ten Geg­ners gewohnt hat, bezeu­gen, gar nicht so fern. Man den­ke nur an die Fas­se­n­achts-Uni­for­men als Par­odie auf die napo­leo­ni­schen Sol­da­ten oder die Tat­sa­che, dass das heu­ti­ge Rhein­land-Pfalz nach dem Krieg fran­zö­si­sches Besat­zungs­ge­biet war. In der Gegen­wart gilt aber heu­te: Mainz ist Mainz und nicht Paris. Und genau dort, also in Mainz, müs­sen Fans und Spie­ler auch mit dem Kopf sein, auch wenn jeder Blick auf die Cham­pi­ons League-Tabel­le bei mir Stress her­vor­ruft.

Denn stres­sig wird es auch gegen die Main­zer, die dem VfB im Hin­spiel unter gül­ti­ger Mit­hil­fe des Schieds­rich­ters zwei Punk­te ent­ris­sen und die von ihrem Trai­ner zu einem spä­ten Punkt­ge­winn gepusht wur­den. Wäh­rend Ex-Trai­ner Bo Svens­son mit sei­nem Stress-Fuß­ball bei Uni­on schei­ter­te, hat sein Nach­fol­ger die Main­zer wie­der zu einer Mann­schaft geformt, die extrem anstren­gend zu bespie­len ist. Nach den inten­si­ven Spie­len der letz­ten Wochen muss die Mann­schaft also die Kon­zen­tra­ti­on wei­ter hoch hal­ten, um die Euro­pa­po­kal­plät­ze zu ver­tei­di­gen.

Zwei Vor­tei­le hat der VfB dabei: Den Rhein­hes­sen fehlt ihr bes­ter Tor­jä­ger und der VfB kann gera­de fast nach Belie­ben rotie­ren.

Personalsituation

…denn auch Ata­kan Kara­zor ist wie­der fit und damit ste­hen außer den Lang­zeit­ver­letz­ten und dem gelb­ge­sperr­ten Enzo Mil­lot und anders als in der Cham­pi­ons League alle zur Ver­fü­gung.

Mögliche Aufstellung

Und so sähe die Rota­ti­on aus Rou­ault darf wie­der pau­sie­ren, eben­so Mit­tel­städt, weil Hen­driks nicht gegen Paris ran darf. Wol­te­ma­de und Demi­ro­vic wir­beln im Zen­trum, Rie­der rückt für Mil­lot rein.

Statistik

Es ist das 34. Auf­ein­an­der­tref­fen in der Bun­des­li­ga, wobei der VfB mit 15 Sie­gen die Nase vor­ne hat. Mainz, lan­ge Angst­geg­ner des VfB gera­de im eige­nen Sta­di­on, konn­te kei­nes der letz­ten neun Spie­le gegen uns gewin­nen, von den letz­ten vier Aus­wärts­spie­len in Mainz gewann der VfB drei. Mainz war aller­dings in den letz­ten Jah­ren auch nicht so gut wie in die­sem. Mit 23 haben sie die zweit­we­nigs­ten Gegen­to­re nach den Bay­ern in der obe­ren Tabel­len­hälf­te, die dritt­we­nigs­ten der Liga nach Bay­ern und St. Pau­li.

Bei vie­len Sta­tis­ti­ken gibt aller­dings auch ein aber: Denn 31 geschos­se­ne Tore sind der zweit­nied­rigs­te Wert der obe­ren Tabel­len­hälf­te. Vor Weih­nach­ten lehr­te man Bay­ern und Frank­furt das Fürch­ten, zuletzt setz­te es aber Nie­der­la­gen gegen Lever­ku­sen und Uni­on. John­ny Bur­kardt ist ihr bes­ter Tor­schüt­ze mit 12 Tref­fern, fällt aber ver­letzt aus, Jae-Sung Lee und Paul Nebel waren jedoch auch immer gefähr­lich zuletzt. Der VfB hat die meis­ten gewon­ne­nen Zwei­kämp­fe, Mainz die zweit­meis­ten  Kopf­ball­du­el­le und die dritt­meis­ten Fouls

Fazit

Auf die Jungs im Brust­ring war­tet das nächs­te inten­si­ve Spiel, das man anneh­men muss, ohne gleich­zei­tig völ­lig aus­ge­powert am Mitt­woch gegen Paris anzu­tre­ten. Es ist eine kör­per­li­che und men­ta­le Grat­wan­de­rung, auf der sich der VfB befin­det. Aber es macht Spaß!

Titel­bild: © Alex Grimm/Getty Images

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