Bevor es zum nächsten Champions League-Auswärtsspiel zu Galatasaray geht, muss der VfB-Tross erst nach Leverkusen reisen. Was letzte Saison nach einem Topspiel klang, hört sich dieses Mal nach einer klaren Sache an.
Es war das entscheidende Spiel der Saison. Am 33. Spieltag der vergangenen Saison erwartete der VfB Stuttgart den TSV Bayer 04 Leverkusen zum Duell um den vierten Platz und somit um die Champions League. Trotz früher Führung konnte der VfB sich mit 3:1 durchsetzen und somit quasi mit der Königsklasse planen. Kein halbes Jahr später treffen die beiden Vereine nochmal aufeinander und während die Pillen wieder im Kampf um Europa mit winzig-kleinen Außenseiter-Chancen auf die Meisterschaft stecken, steckt der VfB Stuttgart weiterhin im Tabellenkeller fest. So richtig will der VfB nicht in Fahrt kommen. Zuerst die unglückliche Niederlage in Hamburg und dann diese sehr verdiente Niederlage gegen die Gladbacher. Zwei Gegner, die nicht gerade zur Creme de la Creme der Bundesliga gehören, und dazu im Falle der Gladbacher sehr verletzungsgeplagt waren.
Auch der Sieg im Pokalspiel in Paderborn lässt bei den VfB-Fans mehr Zweifel als Freude aufkommen… und dann verletzt sich auch noch Angelo Stiller. Nichtsdestotrotz ist da ein Funke Hoffnung. Einerseits weil Hoeneß ein Top-Trainer ist, andererseits weil wir dieses Mal nicht der Favorit sind und wir nicht unter Zugzwang stehen. Vielleicht ist das alles doch eine mentale Blockade, die in einer nichts-zu-verlieren-Situation gelöst wird, wodurchder VfB überraschen kann? Ich hoffe es zumindest, denn all zu spät sollte das nicht passieren, sonst sollten wir ganz schnell das Thema Europa vergessen und den Blick nach unten richten. Das soll keine Panikmache sein, aber wer gegen drei Abstiegskandidaten so spielt hat nichts in Europa zu suchen und ist ganz schnell selber wieder ein Kandidat für den Gang nach unten. Wir wissen alle wo wir herkommen, dass haben wir die letzten Jahre alle oft genug betont und verdammt nochmal keiner von uns will wieder dahin.
Wacht endlich auf, verdammt nochmal!
Personalsituation
Zwar ist Nartey endlich wieder zurück, doch fällt dafür Angelo Stiller aufgrund von Adduktorenproblemen aus. Auch Leo Sauer zwickt es im Gesäßmuskel. Allerdings habe ich nicht mit einem Einsatz von ihm gerechnet.
Mögliche Startelf
Prömel rutscht für den verletzten Stiller in die Startelf. Auch wenn ich Spalt spannend finde, gegen Leverkusen sollte man sich keine Experimente erlauben. Vorne setze ich den starken El Khannouss ins Zentrum, Undav bleibt erstmal rotationsbedingt auf der Bank.
Statistik
Leverkusen ist keine Mannschaft, die dem VfB liegt. In 90 Bundesliga-Duellen setzten sich die Aspirin-Verkäufer 41 Mal durch. Wir dagegen konnten nur 25 Mal gewinnen bei 24 Unentschieden. In der BayArena ist die Bilanz aber tatsächlich relativ ausgeglichen. Mit 17 Siegen, 9 Unentschieden und 19 Niederlagen fehlen uns noch zwei Auswärtserfolge, um gleichzuziehen. Der letzte Bundesliga-Heimerfolg der Werkself gegen uns ist dementsprechend auch relativ lange her. Im November 2022 musste sich die Mannschaft von Interimstrainer Michael Wimmer 0:2 geschlagen geben.
Fazit
Wird ein schwieriges Spiel, bei dem jeder Punkt ein Gewinn ist. Ich hoffe, der VfB straft alle Zweifler Lügen und reist mit was Zählbarem nach Hause.
Titelbild: © Lars Baron/Getty Images