Rund um das Spiel in Heidenheim

Am Ende der letz­ten eng­li­schen Woche des Jah­res emp­fängt uns der 1.FC Hei­den­heim. Die Rol­len sind zwar klar zuguns­ten des VfB ver­teilt, doch konn­ten uns die Hei­den­hei­mer bis jetzt immer ärgern.

Hei­den­heim erlebt gera­de das ver­flix­te zwei­te Bun­des­li­ga-Jahr. Nach einem über­ra­schen­den Debüt mit Qua­li­fi­ka­ti­on für die UEFA Con­fe­rence League fin­den sich die Ostälb­ler zum Ende des Jah­res 2024 im Abstiegs­kampf wie­der. Hei­den­heim erleb­te wie der VfB einen klei­nen Kader­um­bruch, Leis­tungs­trä­ger wie Klein­dienst, Bes­te und Dink­ci ver­lie­ßen den Ver­ein und konn­ten nicht adäquat ersetzt wer­den. Auch wenn es für Hei­den­heim ein Traum ist, in Euro­pa zu spie­len, dem Abstiegs­kampf tut die­se zusätz­li­che Belas­tung nicht gut. Zudem ist die Con­fe­rence League im Ver­gleich zu den ande­ren Wett­be­wer­ben finan­zi­ell nicht so lukra­tiv. Beim VfB dage­gen läuft die Sai­son zum Jah­res­en­de doch ganz ver­söhn­lich. Die Sie­ge gegen Uni­on und Bern taten dem Selbst­ver­trau­en gut. Man geht mit fri­schen Wind und brei­ter Brust ins Hin­run­den­fi­na­le. Der gro­ße VfB gegen das klei­ne Hei­den­heim, David gegen Goli­ath. Was soll schon schief gehen?

Doch wie in der Bibel konn­te der klei­ne David aus Hei­den­heim den gro­ßen Kes­sel­stadt-Goli­ath das ein oder ande­re Mal ärgern. In der Bun­des­li­ga und unter Hoe­neß konn­te der VfB noch kein Pflicht­spiel gegen “Hoid­na” gewin­nen. Das Hin­spiel auf der Ost­alb ging 0:2 ver­lo­ren und zuhau­se ver­spiel­te der VfB eine 2:0‑Führung, die Hei­den­heim zu einem 2:3 dre­hen konn­te, ehe Deniz Undav den 3:3 in aller­letz­ter Minu­te erziel­te. Doch wor­an liegt das? War­um tun wir uns aus­ge­rech­net gegen das ver­meint­lich klei­ne Hei­den­heim immer so schwer? Ich glaub, dass für die Hei­den­hei­mer das Spiel gegen den größ­ten schwä­bi­schen Ver­ein immer etwas Beson­de­res ist, dazu kommt noch, dass die Tak­tik von Erfolgs­trai­ner Frank Schmidt ein gutes Mit­tel gegen Sebas­ti­an Hoe­neß’ Ball­be­sitz­spiel ist und dann kommt noch Glück hin­zu. Die bei­den letzt­jäh­ri­gen Spie­le lie­fen nach Tor­chan­cen und nach xG zuguns­ten des VfB und natür­lich sah Nübel beim letz­ten Auf­ein­an­der­tref­fen nicht gera­de sehr sou­ve­rän aus.

Wo wir beim The­ma Nübel sind: Die Bay­ern-Leih­ga­be sah zuletzt nicht ganz sou­ve­rän aus. Gegen Uni­on patz­te er beim 0:1 und auch beim Ber­ner Füh­rungs­tref­fer am Mitt­woch­abend sah er nicht gut aus. Doch auch ohne Pat­zer kann Nübel nicht an die letz­te Sai­son anknüp­fen. Er fängt pro­zen­tu­al gese­hen die dritt­we­nigs­ten Flan­ken ab und kas­sier­te 5 Tore (xG — Gegen­to­re) mehr als er ver­hin­dern soll­te. Sei­ne Ent­wick­lung über die Sai­son könn­te inter­es­sant wer­den. Anschei­nend könn­te der VfB die Lei­he über 2025 hin­aus ver­län­gern, doch ob das Stand jetzt der Fall sein wird, ist eine ande­re Fra­ge. Zudem schart mit Den­nis Sei­men ein Eigen­ge­wächs und ein gro­ßes Tor­wart­ta­lent schon mit den Hufen. Das wird auf jeden Fall noch eine inter­es­san­te Geschich­te.

Personalsituation

Zum Spiel gegen Bern hat sich wenig geän­dert. Ein­zig Neu­zu­gang Al-Dak­hil wird feh­len um bei der zwei­ten Mann­schaft Spiel­pra­xis im Dritt­li­ga-Duell gegen den BVB II zu sam­meln.

Mögliche Startaufstellung

meineaufstellung.de

Wer­fen wir die Rota­ti­ons­ma­schi­ne an: Rou­ault, Demi­ro­vic und Vagno­man krie­gen eine Pau­se. Even­tu­ell wird auch Kei­tel für sei­ne star­ke Leis­tung gegen Bern mit einem Star­t­el­fein­satz belohnt, aber mal sehen was Hoe­neß vor hat. Viel­leicht sehen wir auch Cha­se statt Ster­giou oder auch Diehl statt Füh­rich.

Statistik

In der Bun­des­li­ga gab es bis jetzt nur zwei Spie­le zwi­schen den bei­den würt­tem­ber­gi­schen Ver­ei­nen. Wie oben erwähnt konn­te Hei­den­heim das Hin­run­den­spiel gewin­nen, wäh­rend das Rück­run­den­spiel 3:3 unent­schie­den aus­ging. Hei­den­heims Spiel­stil ist mit dem von Uni­on Ber­lin zu ver­glei­chen, doch nicht ganz so erfolg­reich. Ihre Zwei­kampf­quo­te ist zwar Top 5, sie ver­ur­sa­chen dafür über­durch­schnitt­lich vie­le Fouls und auch Kevin Mül­ler erlebt wie Nübel eine bis­lang schwa­che Sai­son. Offen­siv merkt man beson­ders das Feh­len ihrer letzt­jäh­ri­gen Leis­tungs­trä­ger. Ihre xG befin­den sich im Bun­des­li­ga­durch­schnitt, aber der Spiel­auf­bau ist sehr schwach; Sie spie­len die gerings­ten Päs­se, mit der gerings­ten Pass­quo­te und ins­ge­samt haben sie die bun­des­li­ga­weit die nied­rigs­te gespiel­te Pass­di­stanz und pro­gres­si­ve Päs­se.

Hei­den­heim erleb­te die letz­ten Mona­ten eine Tal­fahrt. Der letz­te Punkt in der Bun­des­li­ga erkämpf­ten sie Ende Okto­ber gegen Hof­fen­heim (o:o). Ihr letz­ter Sieg liegt noch wei­ter zurück: am 5.Spieltag (27.9.) konn­ten sie in Mainz 0:2 gewin­nen. Seit­dem gin­gen sie außer gegen Hof­fen­heim immer leer aus. Nur in der Euro­pa Con­fe­rence League scheint es etwas zu lau­fen: Dort konn­ten sie sich ein Spiel­tag vor Schluss bereits für die Zwi­schen­run­de qua­li­fi­zie­ren.

Fazit

Ein Sieg ist eigent­lich Pflicht. Es ist die per­fek­te Gele­gen­heit oben an die Spit­zen­grup­pe anzu­knüp­fen, aber die Hei­den­hei­mer konn­ten uns schon letz­tes Jahr ärgern, wie­so auch nicht die­ses Jahr? Ich blei­be opti­mis­tisch: VfB gewinnt 4:0.

Titel­bild: © Adam Pretty/Getty Images

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