Rund um das Spiel gegen Mönchengladbach

Nach der ärger­li­chen Nie­der­la­ge in Mainz und dem Aus­schei­den in der Cham­pi­ons League will der VfB im hei­mi­schen Neckar­sta­di­on gegen Mön­chen­glad­bach wie­der in die Spur kom­men. Die Chan­cen ste­hen nicht schlecht, wenn die Mann­schaft die bis­he­ri­ge Woche hin­ter sich lässt.

Dass dem VfB nun weni­ger eng­li­sche Wochen als mög­lich bevor­ste­hen, ist durch­aus ver­schmerz­bar und das glei­che gilt auch für die Vor­füh­rung durch PSG und das inter­na­tio­na­le Aus am Mitt­woch. Im Zwei­fels­fall wäre für uns eh in der Zwi­schen­run­de Schluss gewe­sen, also gilt es jetzt, posi­tiv nach vor­ne zu bli­cken. Und dar­um, dass das Spiel in Mainz wirk­lich nur ein Aus­rut­scher war, der glück­li­cher­wei­se durch die Kon­kur­renz tabel­la­risch nicht bestraft wur­de. Gegen Mön­chen­glad­bach, die sich seit dem Hin­spiel lang­sam und ste­tig in der Tabel­le nach oben gescho­ben haben, muss der VfB wie­der das auf den Platz brin­gen, was ihm in den letz­ten bei­den Spie­len fehl­te: Mut, Ein­satz, Kon­zen­tra­ti­on und eine gewis­se Kalt­schnäu­zig­keit vor dem Tor. Auf gar kei­nen Fall soll­te man sich der Illu­si­on hin­ge­ben, dass man Spie­le allei­ne qua indi­vi­du­el­ler oder kol­lek­ti­ver Qua­li­tät gewinnt.

Viel­leicht hilft dabei auch die Tat­sa­che, dass man sich ange­sichts der Gelb­sper­ren für den Kapi­tän und den Abwehr-Jeff (sor­ry!) nicht zu sehr in Sicher­heit wie­gen kann. Es ist nicht unbe­dingt alles ange­rich­tet, aber die Mann­schaft hat in den nächs­ten bei­den Spie­len die Chan­ce, wie­der Fahrt Rich­tung Euro­pa auf­zu­neh­men.

Personalsituation

Wie bereits erwähnt feh­len Cha­b­ot und Kara­zor, Alex­an­der Nübel hin­ge­gen dürf­te aller Vor­aus­sicht nach in den Kader zurück­keh­ren und damit der Defen­si­ve schlicht dadurch mehr Sta­bi­li­tät ver­lei­hen, dass er anders als Fabi Bred­low schon zahl­rei­che Spie­le mit ihr bestrit­ten hat. Zag­adou, El Bil­al und Rai­mund sind wei­ter­hin raus, Diehl immer­hin im Teil­trai­ning.

Mögliche Startaufstellung

Es mag viel­leicht etwas viel Umstel­lung sein, aber ich wür­de Hen­driks und Ster­giou auf den Außen­bah­nen in der Abwehr zunächst eine Chan­ce gegen. Josha Vagno­man war gegen Mainz schon nicht gut in Form und die Über­for­de­rung am Mitt­woch lag auch nicht nur an der Klas­se von Brad­ley Bar­co­la. Mit­tel­städt kann im Rah­men der Belas­tungs­steue­rung eine Pau­se brau­chen, eben­so wie Deniz Undav und Chris Füh­rich. Im Zwei­fels­fall kann man alle immer noch von der Bank brin­gen.

Statistik

Die Borus­sia star­te­te mit drei Nie­der­la­gen in das Kalen­der­jahr, gewann aber ver­gan­ge­nes Wochen­en­de gegen die abstiegs­be­droh­ten Bochu­mer — spie­gel­te also qua­si den Jah­re­auf­takt des VfB. Mit 30 Toren sind sie das unge­fähr­lichs­te Team der obe­ren Tabel­len­hälf­te, wenn sie jedoch gefähr­lich wer­den, ist vor allem ein Mann dafür zustän­dig: Tim Klein­dienst. Der Neu­zu­gang aus Hei­den­heim gewinnt liga­weit die dritt­meis­ten Zwei­kämp­fe und Kopf­ball­du­el­le, hat die zweit­meis­ten inten­si­ven Läu­fe und die meis­ten Fouls in der Bun­des­li­ga. Ach­ja, und elf Tore hat er außer­dem geschos­sen, sechs wei­te­re vor­be­rei­tet. Auf Platz 2 der inter­nen Tor­schüt­zen­lis­te folgt Alas­sa­ne Pléa mit sechs Tref­fern. Ins­ge­samt liegt der VfL was Pass­quo­te und Ball­be­sitz angeht in ähn­li­chen Regio­nen wie der VfB, eben­so bei den Lauf­sta­tis­ti­ken. Inter­es­sant ist, dass sie die zweit­we­nigs­ten gel­ben Kar­ten in der Liga haben, bei Fouls aber eher im Mit­tel­feld zu fin­den sind. Zur Bilanz: Seit 2015 hat der VfB nicht mehr zu Hau­se gegen Glad­bach ver­lo­ren, das letz­te Heim­spiel gegen die Borus­sia wur­de zur Vize­meis­ter-Fei­er.

Fazit

Glad­bach dürf­te leis­tungs­tech­nisch zwi­schen Augs­burg und Mainz anzu­sie­deln sein, mit etwas mehr spie­le­ri­schen Antei­len. Der VfB soll­te auf jeden Fall ver­mei­den, dass das Spiel lan­ge offen ist oder Glad­bach gar früh in Füh­rung geht. Den Borus­sen muss von Anfang an klar gemacht wer­den, dass an die­sem Tag eben nicht irgend­wann Tim Klein­dienst ein Ball vor die Füße fällt. Das gilt natür­lich für jedes Spiel, aller­dings hängt die aktu­el­le Form des VfL durch­aus auch an sei­nem Stür­mer. Mit einem sau­be­ren Auf­tritt soll­te der VfB aber auch den in den Griff krie­gen.

Titel­bild: © Alex­an­der Hassenstein/Getty Images

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