Rund um das Spiel gegen Heidenheim

Gelingt gegen Abstiegs­kan­di­dat Hei­den­heim nach fünf Nie­der­la­gen im Neckar­sta­di­on end­lich wie­der ein Heim­sieg? Ein­fach ist in die­ser Sai­son­pha­se nichts.

Denn der VfB kämpft ja am heu­ti­gen Abend nicht nur gegen den 1. FC Hei­den­heim und des­sen Über­le­bens­wil­len in der Bun­des­li­ga, son­dern auch gegen die eige­ne über­wie­gend nega­ti­ve Bilanz der letz­ten Mona­te, die nur durch zwei Sie­ge in der Liga und zwei im Pokal auf­ge­hellt wird. Wenn es für die Brust­ring­trä­ger mal lief, dann gelang es ihnen auch, ihre indi­vi­du­el­le Qua­li­tät auf den Platz zu brin­gen. Wenn das nicht klapp­te lag es meist dar­an, dass die Mann­schaft dem Geg­ner in ent­schei­den­den Pha­sen zu wenig Wider­stand ent­ge­gen­brach­te und dadurch ent­we­der spät in Rück­stand geriet oder einen sol­chen nicht mehr auf­ho­len konn­te. Auch vor dem Frei­tags­spiel besteht die Hoff­nung, dass die Jungs ihre Leh­ren aus der wil­den ers­ten Halb­zeit in Köpe­nick gezo­gen haben und sich nicht wie­der mit ein­fachs­ten Mit­teln über­rum­peln las­sen. Der nomi­nel­le Qua­li­täts­un­ter­schied soll­te dazu aus­rei­chen.

Mitt­ler­wei­le sind wir in der Pha­se der Sai­son ange­kom­men, in der die Spiel­ta­ge eine Drei vor­ne ste­hen haben und da kann bekannt­lich alles pas­sie­ren. Des­we­gen möch­te ich auch nicht aus­schlie­ßen, dass sich der VfB in den letz­ten vier Par­tien doch noch ein paar Plät­ze nach oben kämpft. Ich habe es auch schon ande­rer Stel­le gesagt: Egal wie vie­le Plät­ze es sind, die Haupt­sa­che ist mitt­ler­wei­le, dass die Mann­schaft am 24. Mai mit einem guten Gefühl ins Ber­li­ner Olym­pia­sta­di­on ein­läuft. Geg­ner Bie­le­feld eilt zwei Klas­sen drun­ter wöchent­lich von Sieg zu Sieg und wird ver­su­chen, den Klas­sen­un­ter­schied durch Momen­tum und Inten­si­tät aus­zu­glei­chen. Und auch wenn das Pokal­fi­na­le das gro­ße Ziel am Hori­zont ist, geht es doch jetzt auch erst­mal dar­um, die Bun­des­li­ga-Sai­son so gut wie mög­lich abzu­schlie­ßen.

Personalsituation

Jus­tin Diehl und Josha Vagno­man keh­ren wohl nach dem Wochen­en­de in den Kader zurück, Jamie Lewe­ling ist wie­der fit. Dafür hat sich Enzo Mil­lot im Trai­ning eine Mus­kel­ver­let­zung zuge­zo­gen und fällt jetzt erst mal zwei Wochen aus. Und Nick Wol­te­ma­de ist natür­lich wie­der spiel­be­rech­tigt.

Mögliche Startaufstellung

Das führt dazu, dass Sebas­ti­an Hoe­neß wie­der Ver­än­de­run­gen an der Start­elf vor­neh­men muss. Die Vie­rer­ket­te wür­de ich aller­dings im Hin­blick auf das Sai­son­fi­na­le unver­än­dert las­sen, auch wenn das bedeu­tet, dass Al-Dak­hil trotz aus­ku­rier­ter Ver­let­zung wei­ter auf der Bank bleibt. Undav wür­de ich nach dem guten Spiel gegen Uni­on wie­der in die Start­elf packen, Wol­te­ma­des Rück­kehr ist für mich selbst­ver­ständ­lich. Die meis­ten Bauch­schmer­zen habe ich rechts offen­siv, wo Lewe­ling zwar wie­der fit ist, aber aus einer Ver­let­zung kommt und mich vor­her auch nicht voll­ends über­zeug­te — gera­de gegen zwei­kampf­star­ke Mann­schaf­ten. Fabi­an Rie­der scheint auf das Ende sei­ner Lei­he und damit sei­ner Zeit beim VfB zuzu­steu­ern und spielt auch wei­ter­hin bei Hoe­neß kaum eine Rol­le. Viel­leicht nutzt ja Jacob Bru­un Lar­sen noch ein­mal die Gele­gen­heit, sich für wei­ter Ein­sät­ze zu emp­feh­len.

Statistik

Hei­den­heim erlebt das erwar­tet schwe­re zwei­te Jahr nach dem Auf­stieg, was noch dadurch ver­stärkt wur­de, dass sich die Mann­schaft in der Con­fe­rence League bis in die Zwi­schen­run­de durch­kämpf­te. Aktu­ell ste­hen die Ost­alb­ler auf dem Rele­ga­ti­ons­platz und um viel mehr wird es bei acht Punk­ten Rück­stand auf Platz 15 auch nicht mehr gehen. Dabei spü­ren sie den Atem des VfL Bochum und der KSV Hol­stein im Nacken. Hei­den­heim hat mit 60 die dritt­meis­ten Gegen­to­re kas­siert und ver­lor die letz­ten drei Spie­le gegen die Top­teams aus Mün­chen, Lever­ku­sen und Frank­furt in Sum­me mit 0:8 Toren. Davor setz­te man sich aber unter ande­rem gegen Wolfs­burg, Kiel und Uni­on Ber­lin durch, ist also durch­aus in der Lage, Mann­schaf­ten im Tabel­len­mit­tel­feld gefähr­lich zu wer­den. Sta­tis­tisch bewegt sich Hei­den­heim im Ver­gleich mit dem Rest der Liga über­all im Mit­tel­feld, mal wei­ter oben bei den übli­chen Tugen­den einer Mann­schaft im Abstiegs­kampf, mal wei­ter unten in den Dis­zi­pli­nen, in denen eher erfolg­rei­che Teams glän­zen. Mar­vin Pier­in­ger ist mit sie­ben Tref­fern bes­ter Tor­schüt­ze.

Fazit

Es ist mal wie­der Zeit für einen Heim­sieg und Zeit, allen zu bewei­sen, dass das Pen­del für den VfB gegen Ende der Sai­son doch noch nach oben aus­schla­gen kann. Mut macht der viel­leicht kno­ten- und brust­lö­sen­de Tref­fer von Undav in Ber­lin, wobei ich das bei Erme­din Demi­ro­vic nach dem Bochum-Spiel auch dach­te. Sei es drum. Es sind noch vier Spie­le in die­ser Sai­son und jeder weiß, was auf dem Spiel steht.

Titel­bild: © Chris­ti­an Kas­par-Bart­ke/­Get­ty Images

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