Rund um das Pokalspiel in Braunschweig

Das ers­te Mal seit der Sai­son 2007/2008 begin­nen wir einen Wett­be­werb als Titel­ver­tei­di­ger. Die Pokal­sai­son beginnt dabei genau wie letz­te Sai­son: Gegen einen Zweit­li­gis­ten, der um den Klas­sen­er­halt kämp­fen wird.

Der ers­te Bun­des­li­ga­spiel­tag begann so wie die letz­te Bun­des­li­ga­sai­son auf­hör­te, Vie­le Chan­cen, viel Ball­be­sitz und am Ende reicht ein Kunst­schuss des Geg­ners um uns um die Punk­te zu neh­men. Viel­leicht soll­ten wir des­we­gen opti­mis­ti­scher in den Pokal schau­en, denn die Pokal­sai­son star­tet ähn­lich wie die letzt­jäh­ri­ge. Gegen den Braun­schwei­ger TSV Ein­tracht auch bekannt als Ein­tracht Braun­schweig. Per­sön­lich war das für mich das unat­trak­tivs­te Los. Nicht, dass ich ein Braun­schweig nicht als attrak­ti­ven Geg­ner sehe, aber mit ihm hat­ten wir in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit öfters zu tun, wes­we­gen die­ses “once in a Lifetime”-Gefühl irgend­wie fehlt. Zudem sind sie als Zweit­li­gist nicht gera­de Lauf­kund­schaft. Nicht, dass ich Angst vor Braun­schweig hät­te, aber die Ter­mi­nie­rung ist schei­ße. Weil die DFL unbe­dingt ihren Mickey-Mou­se-Pokal am ers­ten DFB-Pokal­wo­chen­en­de aus­tra­gen muss, bekom­men wir schon früh in der Sai­son einer der vie­len eng­li­schen Wochen rein­ge­drückt. Da hät­te ich mir lie­ber ein Geg­ner gewünscht, gegen den wir im Nor­mal­fall schon zur Halb­zeit ein Gang run­ter­fah­ren könn­ten. Außer­dem hät­te ich “Amateur”-Teams wie FK Pir­ma­sens, FC Güters­loh oder den FV Engers eher die TV-Gel­der des allei­ni­gen Top­spiel-Slots gegönnt als einem gewöhn­li­chen Zweit­li­gis­ten. So bleibt uns der schlecht­mög­lichs­te Geg­ner zum schlecht­mög­lichs­ten Zeit­punkt.

Aber genug geme­ckert und wie gesagt das soll alles kei­ne Respekt­lo­sig­keit gegen den BTSV sein. Sie haben sich letz­te Sai­son den Klas­sen­er­halt ver­dient und sind gut in die Zweit­li­ga-Sai­son gestar­tet. Zwei Sie­ge nach drei Spie­len — aus­ge­rech­net gegen den KSC blie­ben sie tor- und punkt­los — spre­chen für sich. Auch dank des Trai­ners Hei­ner Back­haus, der die­sem tot­ge­sag­ten Hau­fen wie­der Leben ein­ge­haucht hat­te. Back­haus Wer­de­gang ist ein biss­chen… Wal­de­mar-Anto­nesk. Im Sep­tem­ber 2023 wur­de er vom BFC Dyna­mo wegen ver­eins­schä­di­gen Ver­hal­tens frei­ge­stellt. Hin­ter­grund ist sein Wech­sel­wunsch zum dama­li­gen Viert­li­gis­ten Ale­man­nia Aachen, den er dann zurück in die drit­te Liga führ­te. Ein Jahr und ein Klas­sen­er­halt spä­ter wech­sel­te er — sehr zum Miss­fal­len von Ale­man­nia  Aachen und des­sen Fans — in die zwei­te Liga zu Ein­tracht Braun­schweig. Es wür­de mich ehr­lich nicht wun­dern, wenn wir ihn im Janu­ar schon auf der Bank vom VfL Wolfs­burg oder der TSG Hof­fen­heim sehen wür­den.

Braun­schweig steht also voll im Saft und hat ein Trai­ner-Talent mit viel “Ehr­geiz”. Man soll­te sie bloß nicht unter­schät­zen, nur weil sie letz­tes Jahr noch Rele­ga­ti­on gespielt haben. Vor allem, wenn man auf unse­re

Personalsituation

blickt. Leo­ni­das Ster­giou, Silas, Diehl und Al-Dak­hil feh­len wei­ter­hin. Neu hin­zu­ge­kom­men sind Luca Jaquez und Jeff Cha­b­ot.

Mögliche Startaufstellung

meineaufstellung.de

Die Innen­ver­tei­di­gung stellt sich qua­si von selbst auf. Rechts star­tet Vagno­man statt Neu­zu­gang Assi­gnon und vor­ne sehe ich Rück­keh­rer Tomás als Rechts­au­ßen. Alter­na­tiv könn­te ich mir auch Füh­rich statt Lewe­ling und Demi­ro­vic statt Wol­te­ma­de vor­stel­len.

Statistik

In 43 Duel­len gegen den nie­der­säch­si­schen Tra­di­ti­ons­ver­ein konn­te der VfB wett­be­werbs­über­grei­fend 20 Mal gewin­nen, 13 Mal gab es ein unent­schie­den und 10 Mal ver­lor man. Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen fand in der Zweit­li­ga-Sai­son 2016/17 statt, als man im Auf­stiegs­ren­nen gegen­ein­an­der kon­kur­rier­te und sich dank eines 1:1 die Punk­te teil­te. Zwei Jah­re zuvor traf man eben­falls im DFB-Pokal auf­ein­an­der. Dort gewann der VfB 3:2 nach Ver­län­ge­rung. Der letz­te Sieg der Blau­gel­ben gegen den VfB gelang im Febru­ar 1985. Der VfB Stutt­gart, damals amtie­ren­der deut­scher Meis­ter, ver­lor gegen den spä­te­ren Abstei­ger mit 3:1.

Fazit

Es wird ein schwe­res Spiel für unse­re Schwa­ben. Die Braun­schwei­ger erwar­ten uns trotz 0:2 Nie­der­la­ge mit brei­ter Brust, wäh­rend wir noch in die Spur fin­den müs­sen. Es wäre kei­ne Über­ra­schung, soll­te das Spiel erst in der Ver­län­ge­rung ent­schie­den wer­den.

Titel­bild: © Mar­tin Rose/Bongarts/Getty Images

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