Rund um das Spiel in Augsburg

Mit einem Aus­wärts­spiel in Augs­burg star­tet der VfB in das Jahr 2025 — und ist danach direkt wie­der drin in den eng­li­schen Wochen. Nicht nur am Sonn­tag wird es also auf Ein­satz und Kon­zen­tra­ti­on ankom­men.

Zuge­ge­be­ner­ma­ßen wurmt mich das 0:1 gegen St. Pau­li vor Weih­nach­ten immer noch. Belas­tung hin, Ver­letz­te her: Dass man sich erst so ein Gur­ken­tor ein­fängt und dann nicht in der Lage ist, einen kon­zen­triert ver­tei­di­gen­den Auf­stei­ger zu über­win­den und damit auf einem Euro­pa­po­kal­platz zu über­win­tern, nervt und wird der Leis­tungs­fä­hig­keit der Mann­schaft eigent­lich nicht gerecht. Gleich­zei­tig kann und muss das Spiel auch Ansporn für die rest­li­che Sai­son sein. Ansporn im posi­ti­ven Sin­ne, dass man so ein­fach in kein Spiel rein­ge­hen kann. Mit der Rück­kehr von Deniz Undav, Jamie Lewe­ling und Ameen Al-Dak­hil sowie der Ver­pflich­tung von Jacob Bru­un Lar­sen und ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Mann­schaft jetzt immer­hin drei Wochen Pflicht­spiel­pau­se hat­te, fal­len auch all jene Grün­de weg, die man für die Nie­der­la­ge gegen die Ham­bur­ger anfüh­ren konn­te. Alex­an­der Wehr­le sprach in den ver­eins­ei­ge­nen Medi­en von einem Jahr der Chan­cen und gera­de was den Janu­ar angeht, muss man ihm zustim­men. Der VfB hat kein leich­tes Auf­takt­pro­gramm, aber auch kei­nes, wel­ches er nicht mit dem nöti­gen Enga­ge­ment bewäl­ti­gen könn­te. Ganz ent­schei­dend wird sein, wie die Mann­schaft in das Spiel gegen Augs­burg rein­geht. Wenn wir wie­der davon aus­ge­hen, dass Päs­se ein­fach so ihr Ziel errei­chen und der Ball qua indi­vi­du­el­ler Qua­li­tät ins Tor fällt, wird es schwie­rig, selbst in Augs­burg. Seit 2. Janu­ar und damit seit zehn Tagen ist die Mann­schaft im Trai­ning und hat hof­fent­lich Mit­tel und Wege gefun­den, auch anstren­gen­de Mann­schaf­ten wie Augs­burg effek­tiv zu bespie­len.

Kom­men wir zur

Personalsituation

Undav, Lewe­ling und Al-Dak­hil sind wie gesagt ein­satz­be­reit, auch wenn sie sicher­lich auch im Hin­blick auf die kom­men­den Wochen nicht durch­spie­len wer­den. Jus­tin Diehl, El Bil­al und Daxo Zag­adou fal­len wei­ter­hin aus, neu hin­zu­ge­kom­men ist Luca Rai­mund, der sich direkt nach sei­ner Rück­kehr ins Team wie­der ver­letzt hat.

Mögliche Aufstellung

Ich wür­de zunächst ein­mal den Spie­lern, die schon vor der Win­ter­pau­se den Stamm der Mann­schaft bil­de­ten, die Chan­ce geben, sich zu bewei­sen. Ich bin gespannt, ob die Rück­kehr von Kara­zor, der gegen St. Pau­li krank war, im Mit­tel­feld einen Unter­schied macht. Füh­rich und Mil­lot sind gesetzt, Wol­te­ma­de in auf­stei­gen­der Form und Demi­ro­vic wird mit Sicher­heit gegen sei­nen Ex-Ver­ein moti­viert sein und hof­fent­lich dies­mal auch etwas glück­li­cher.

Statistik

Es ist das 23. Auf­ein­an­der­tref­fen bei­der Ver­ei­ne in der Bun­des­li­ga, hin­zu kom­men vier Spie­le in der 2. Bun­des­li­ga Süd in den 70ern. Ins­ge­samt hat der VfB mit elf zu neun Sie­gen leicht die Nase vorn und konn­te zudem die letz­ten bei­den Spie­le gegen Augs­burg gewin­nen. Augs­burg hat nach Kiel, Bochum und Hei­den­heim die viert­meis­ten Gegen­to­re der Liga kas­siert, vor allem das 1:5 in Kiel vor Weih­nach­ten schlägt da ziem­lich ins Kon­tor. Bei den post-shot expec­ted goals steht Augs­burg sogar noch schlech­ter da als der VfB. Im Novem­ber und Dezem­ber gelang ihnen in der Liga nur ein Sieg gegen Bochum, aller­dings haben sie zu Hau­se auch schon Dort­mund und Glad­bach geschla­gen. Bes­ter Tor­schüt­ze ist Phil­ip Tietz mit fünf Tref­fern, auch auf Alexis Clau­de-Mau­rice und Samu­el Essen­de muss der VfB auf­pas­sen. Aller­dings hat Augs­burg auch die viert­we­nigs­ten Tore geschos­sen, gera­de ein­mal 17 in 15 Spie­len. Inter­es­san­ter­wei­se hat Augs­burg die dritt­meis­ten gel­ben Kar­ten der Liga, aber im Ver­gleich zur Kon­kur­renz nicht annä­hernd so vie­le Fouls. Bei allen Lauf­sta­tis­ti­ken fin­det man Augs­burg eher am unte­ren Ende der Tabel­le —  den VfB übri­gens auch — son­der­lich viel Ball­be­sitz oder eine beson­ders hohe Pass­quo­te haben sie aber auch nicht.

Fazit

Am aus­sa­ge­kräf­tigs­ten dürf­te wohl die Sta­tis­tik der gel­ben Kar­ten sein. Das müs­sen ja nicht immer nur Fouls sein, son­dern auch ande­re klei­ne Nick­lig­kei­ten, die eine favo­ri­sier­te Mann­schaft aus dem Tritt brin­gen kön­nen und sol­len. Die Mann­schaft muss von Beginn an hell­wach sein und kann sich nicht auf ihre Qua­li­tät ver­las­sen. Gleich­zei­tig haben wir jetzt end­lich wie­der die Mög­lich­keit, hin­tenraus offen­siv ordent­lich nach­zu­le­gen. Ich hof­fe auch, dass Ameen Al-Dak­hil in den nächs­ten Wochen zeigt, war­um wir neun Mil­lio­nen Euro für ihn aus­ge­ge­ben haben, sodass wir auch in der Abwehr mehr rotie­ren kön­nen. Schließ­lich ste­hen in den nächs­ten sie­ben Tagen noch zwei wei­te­re Spie­le an.

Titel­bild: © Alex­an­der Hassenstein/Getty Images

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