Kaum aus Paderborn zurück schon geht es weiter zu einer hoffentlich magischen Champions League-Nacht in Bratislava. Dort wartet ein alter bekannter Gegner auf den VfB: SK Slovan Bratislava.
Die Slowaken sind wahrscheinlich unser einfachster Gegner und das nicht nur was die Champions League angeht. OPTA Analytics bewertet Slovan mit einem Koeffizienten von 80 – Das liegt zwischen den beiden Zweitligisten Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg. Normalerweise sollte das eine einfache Angelegenheit sein, so wie letztes Mal und so wie wir dachten Paderborn sei ein einfacher Gegner. Auch wenn wir die drei Punkte gegen den Aufsteiger gezogen haben, haben wir uns sehr schwer getan. Die Saison läuft bis jetzt nicht so wie wir uns es vorgestellt haben. Klar, schwieriges Auftaktprogramm. Aber weder gegen Köln oder Paderborn noch gegen Viking waren unsere Leistungen überzeugend. Das muss sich zwingend ändern, wenn wir diese Saison nicht in Sand setzen möchten. Dafür könnten die nächsten beiden Spiele in Bratislava und in Hamburg der Startschuss sein. Ich traue Hoeneß und der Mannschaft zu, den Stein ins Rollen zu bekommen. Denn wir hatten diese Situation schon öfters unter ihm und solche Schwächephasen sind nichts Neues.
Bratislava ist ein Gegner der nicht nur uns schon öfters begegnet ist, sondern einen gewissen Ruf besitzt. Seit 2018/2019 dominieren sie zwar den slowakischen Fußball, scheiden aber regelmäßig in den ersten Runden der internationalen Wettbewerbe aus. Ihnen gelang nur einmal in diesem Jahrtausend ein Vorstoß ins Achtelfinale. 2022/23 schieden sie gegen den FC Basel im Achtelfinale der UEFA Conference League aus. Das Magazin 11Freunde bezeichnet Slovan mit den Worten „Im In- und Ausland gelten die Himmelblau-Weißen längst als Klub, der von sinistren Gangstern, radikalen Rassisten und brutalen Schlägerbanden regiert wird.“
Berüchtigt ist der Verein vor allem für seine Fans, die sehr leidenschaftlich aber auch einen Hang zum Rechtsextremismus haben. Wer das Cannstatter Blättle beim Spiel gegen Viking FK gelesen hat, weiß dass die „Ultras Slovan Pressburg“ als führende Gruppierung in Bratislava bekannt sind für rassistische Fan-Gesänge und Nazi-Schmierereien. Ein Verhalten, dass man auch allzu gerne bei den Verantwortlichen sieht. Der Sportdirektor Ivan Kmotrik jr. wurde dabei gefilmt wie er ganz offen den Nazi-Gruß machte. Aber ja, laut einer gewissen Partei, hat ja Politik im Sport nichts verloren, was?
Personalsituation
Maxi Mittelstädt musste an der Wade genäht werden und fällt somit aus, ansonsten gibt es nichts Neues aus dem Lazarett.
Mögliche Aufstellung
Statistik
Bereits zum vierten Mal trifft der VfB auf Slovan Bratislava. Bis jetzt sind wir ungeschlagen gegen den slowakischen Rekordmeister. Zwei Siege und ein Unentschieden stehen auf dem Scoreboard. Im August 2010 traf man in der Europa-League Qualifikation aufeinander und gewann zuerst in Bratislava mit 0:1, ehe sich im Rückspiel im heimischen Neckarstadion beide Mannschaften trotz 0:2‑Rückstand sich mit 2:2 trennten. Zuletzt gab es das Duell 2024 ebenfalls in der Ligaphase der Champions League. Dieses gewann der VfB auswärts mit 3:1 dank zwei Toren von Leweling und einem von Rieder.
Fazit
Ein machbarer Aufbaugegner für unsere Jungs. Ich bin optimistisch, dass wir die drei Punkte ziehen. Eine Niederlage und es könnte sehr unruhig werden in der Mercedesstraße.
Titelbild: © Christian Hofer/Getty Images