Rund um das Spiel gegen Freiburg

Zum Ende der Woche kommt es zum Sechs-Punk­te-Spiel um Euro­pa gegen den SC Frei­burg. Mit einem Sieg könn­ten wir einen gro­ßen Schritt machen.

Wäh­rend VfB-Fans schon Flü­ge nach Glas­gow buchen und auch schon das ein oder ande­re Hotel in Por­tu­gal abche­cken, muss der VfB zurück in den tris­ten Bun­des­li­ga-All­tag und es gibt weni­ge Mann­schaf­ten die die­se Tris­tesse bes­ser wie­der­ge­ben als der SC Frei­burg. Die Frei­bur­ger, die mit dem Auto in nicht mal zwei Stun­den bei unse­rem letz­ten Euro­pa League-Geg­ner wären (was nach Frei­bur­ger Logik bedeu­tet, dass SC Frei­burg gegen Young Boys Bern ein Der­by wäre), haben im Gegen­satz zu uns die Euro­pa League Liga in der Top 8 been­det. Dort ste­hen sie also voll im Soll. In der Bun­des­li­ga dage­gen droht dem SC Frei­burg das bedeu­tungs­lo­se Mit­tel­feld. Zwar liegt man auf Platz 7 und damit direkt hin­ter dem Euro­pa­po­kal­platz, mit 5 Punk­ten und einen Spiel mehr auf Platz 6 ist es schon eine schwie­ri­ge Mis­si­on für die Breis­gau­er. Hin­ter ihnen dage­gen ist es tat­säch­lich recht eng. Punkt­gleich mit ihnen lau­ert die Frank­fur­ter Ein­tracht und auch der SC Frei­burg des Ostens,  Uni­on Ber­lin, ist drei Punk­te hin­ter ihnen auf Platz 9. Das ist tat­säch­lich sehr wich­tig, denn Stand jetzt wür­de Deutsch­land einen zusätz­li­chen Cham­pi­ons League Platz bekom­men, was wie­der­um die Euro­pa­po­kal­plät­ze eine Posi­ti­on nach unten schiebt und wenn dann noch ein Top 6‑Team den DFB-Pokal gewinnt, qua­li­fi­ziert sich sogar Platz 8 für die Con­fe­rence League. Also lie­be Frei­bur­ger, nicht den Kopf hän­gen las­sen oder wie man in Baden sagen wür­de: “Nich lang schna­cken, Kopp in Nacken!“

Beim VfB dage­gen ist Stim­mung ähn­lich mies. Nur, dass das irgend­wie nicht die Rea­li­tät wider­spie­gelt. Trotz rekord­ver­däch­ti­ger Hin­run­de und Wei­ter­kom­men im Euro­pa­po­kal, trotz Sie­ges gegen den Frei­bur­ger Lokal­ri­va­len aus Bern, man hat irgend­wie das Gefühl, man­chen VfB-Fans zufol­ge eine Nie­der­la­ge davon von Platz 18 ent­fernt zu ste­hen. Lei­der ist das auch kein Social-Media-Phä­no­men, denn im Sta­di­on durf­te ich mir vom Hin­ter­mann anhö­ren wie schlecht Mit­tel­städt sei und was der über­haupt hier in Stutt­gart noch zu suchen hät­te und der Hoe­neß ihn end­lich raus­neh­men soll­te. Dass die­ser besag­te Hin­ter­mann nicht gera­de die hells­te Ker­ze auf der Tor­te ist, zeigt sein dümm­li­cher Kom­men­tar bei der Wer­bung für das VfB-Däch­le, aber ich schwei­fe ab.

Ich ver­ste­he nicht woher das kommt. Der VfB Stutt­gart ist voll im Soll. Man hat sich seit 13 Jah­ren wie­der für die KO-Pha­se eines Euro­pa­po­kals qua­li­fi­ziert, in der Bun­des­li­ga ist man voll im Ren­nen um die Cham­pi­ons League und auch im Pokal war­tet mit Hol­stein Kiel ein mach­ba­rer Geg­ner. Ja, der Sieg gegen die Ber­ner war unnö­tig knapp, ja wir haben eine 2:0‑Führung ver­spielt und ja, mit dem ein oder ande­ren Ergeb­nis hät­ten wir uns in den Top 8 plat­zie­ren kön­nen, aber trotz­dem kön­nen wir mehr als zufrie­den auf unse­re Jungs sein. In Basel, Fener­bah­ce und Rom zu ver­lie­ren ist wahr­lich kei­ne Schan­de. Das ein­zi­ge was mich da ärgert, war die Nie­der­la­ge bei den Eid­ge­nos­sen, aber ich den­ke nicht, dass wir des­we­gen alles in Fra­ge stel­len müs­sen.

Personalsituation

Gibt kei­ne Neu­ig­kei­ten zum ver­gan­ge­nen Spiel. Tomas, Zag­adou und Jova­no­vic wer­den feh­len, ansons­ten müss­ten alle dabei sein.

Mögliche Aufstellung

meineaufstellung.de
Hoe­neß hat die Qual der Wahl. In der Innen­ver­tei­di­gung muss er sich zwi­schen dem star­ken Jeltsch und dem eben­falls star­ken Hen­driks ent­schei­den. Vor­ne muss er zwi­schen Undav, El Khan­nouss, Demi­ro­vic und Nar­tey die bes­te Kom­bi­na­ti­on fin­den. Ich habe nach Gefühl mal so ent­schie­den.

Statistik

Von ins­ge­samt 52 Duel­len zwi­schen dem VfB Stutt­gart und dem SC Frei­burg konn­te Stutt­gart 28 Spie­le gewin­nen, wäh­rend Frei­burg 19 Sie­ge ver­bu­chen konn­te. 5 Par­tien ende­ten unent­schie­den. In den letz­ten Spie­len wech­sel­te das Spiel­glück. Wäh­rend das Hin­spiel in Frei­burg 3:1 ver­lo­ren ging, gewann man das Spiel zuvor mit 4:0. Zuhau­se gewann man die letz­ten bei­den Spie­le mit ins­ge­samt 9:0 (4:0 und 5:0). Frei­burgs bes­ter Tor­schüt­ze ist der ewi­ge Vin­cen­zo Grifo. Frei­burg hat sich fuß­bal­le­risch nach der Ära Streich ver­än­dert. Man setzt mehr auf Ball­be­sitz und effek­ti­ves Pass­spiel als auf Umschalt­fuß­ball. Die Breis­gau­er sind in den jewei­li­gen Sta­tis­ti­ken in den Top 6 und knapp hin­ter dem VfB. Die Stan­dard­stär­ke ist dage­gen geblie­ben. Mit 9 Toren nach ruhen­dem Ball ist man auf Platz 3 der Sta­tis­tik und das obwohl man nur zwei Kopf­ball­to­re erzielt hat­te.

Fazit

Ein wich­ti­ges Spiel im Kampf um Euro­pa. Bei­de Mann­schaf­ten soll­ten mit brei­ter Brust in das Duell gehen, wobei bei VfB den Qua­li­täts­vor­teil hat. Ob das aber am Ende reicht ist natür­lich eine ande­re Fra­ge.
Titel­bild: © Chris­ti­an Kas­par-Bart­ke/­Get­ty Images

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