Kann der VfB in Hamburg die englische Woche mit einem dritten Sieg erfolgreich abschließen? Leichter wird es jedenfalls nicht.
Denn der HSV ist zwar in seinem zweiten Jahr nach dem Aufstieg, welches bekanntlich nie einfach ist, hat sich aber aus dem Fehlstart mit 0:12 Toren aus drei Spielen wieder herausgekämpft. Nach Aufsteiger Paderborn und dem slowakischen Meister wartet auf den VfB im dritten Auswärtsspiel in Folge wohl der herausforderndste Gegner in dieser Woche, während am Horizont schon der Knaller gegen Atlético am Dienstag wartet. Keine ganz leichte Situation also für die Jungs mit dem Brustring, die sich durch zwei Siege ohne Gegentor immerhin etwas Entspannung verschafft haben.
Zu sehr sollte die Spannung jedoch nicht abfallen, denn in den letzten beiden Partien hätte uns ein groteskes Abwehrverhalten durchaus Punkte kosten können, wäre da nicht die Chancenauswertung des Gegners und ein blinder VAR vor gewesen. Und gerade das sollte uns in Hamburg nach den Erfahrungen aus der letzten Saison nicht passieren.
Personalsituation
Maxi Mittelstädt fällt definitiv aus, ebenso Justin Diehl. Auch für Nikolas Nartey, Dan-Axel Zagadou, Tiago Tomás und Armeen Al-Dakhil dürfte es noch nicht reichen.
Mögliche Aufstellung
Vielleicht ein bisschen zu viel der Rotation, angesichts von drei Spielen in sechs Tagen vielleicht auch nicht. Hendriks und Chabot sind mangels Alternativen gesetzt, ebenso Stiller und Undav. Jaquez könnte Jeltsch entlasten, Assignon Vagnoman. Auch vorne könnte Sauer sein Startelfdebüt kriegen, während ich mir fast sicher bin, dass Leweling und Demirovic reinrotieren.
Statistik
Es ist das 107. Aufeinandertreffen der beiden Bundesliga- Urgesteine in der Bundesliga, der VfB liegt mit 39 Siegen und 45 Niederlagen etwas in Rückstand. In der Bundesliga konnte der VfB zuletzt am 16. Spieltag 2014/2015 im Volkspark gewinnen, in anderen Wettbewerben natürlich schon. Aktuell hat Yussuf Poulsen mit zwei die meisten Tore für den HSV erzielt, der mit Nikolai Remberg auf einen zentralen Spieler verzichten muss.
Fazit
Der HSV spielt zu Hause, hatte keine englischen Wochen und ist im Aufwind. Es wird also neben der höheren Qualität auch viel Widerstandskraft kosten, um in Hamburg den nächsten Dreier einzufahren. Gleichzeitig war das Spiel am Mittwoch nach dem Eigentor entschieden und die Rückreise aus Bratislava auch wesentlich kürzer als die Anreise nach Hamburg. Bei aller berechtigten Kritik an Schwächephasen in den letzten Spielen ist das natürlich schon auch ein ziemlich knackiges Programm derzeit. Aber das war es ja, was wir wollten.
Titelbild: © Stuart Franklin/Getty Images
