Rund um das Spiel gegen Leipzig

Zum Abschluss des 26. Spiel­tags kommt es im Neckar­sta­di­on zum Top­spiel gegen RB Leip­zig.

„Ah shit here we go again”… Es steht mal wie­der ein Duell gegen die Dosen an. Ja, ich weiß ihr seid es leid, dar­auf hin­ge­wie­sen zu wer­den, dass es die­sen Ver­ein nicht geben dürf­te, aber den­noch soll und darf man nie­mals ver­ges­sen, dass „Rasen­ball­sport Leip­zig“ nichts in der Bun­des­li­ga zu suchen hat. Ich ver­ste­he auch ehr­lich gesagt, das Argu­ment von wegen „Ost­klub“ nicht. Es gibt nur ein Spie­ler im gan­zen Kader, der in Ost­deutsch­land gebo­ren wur­de und der hat ver­let­zungs­be­dingt kaum gespielt. Leip­zig, als Ver­ein nach der Wen­de gegrün­det, ent­stammt nicht dem frü­he­ren DDR-Fuß­ball. Sie muss­ten nicht gegen kor­rup­te Sta­si-Clubs antre­ten oder wie damals Dres­den sei­ne kom­plet­te Mann­schaft nach Ber­lin abge­ben, weil sie zu erfolg­reich war. Sie ken­nen den Strugg­le der Nach­wen­de-Ord­nung nicht, wo auf ein­mal die gan­zen Ost­ver­ei­ne aus der Bun­des­li­ga ver­schwan­den und sich teil­wei­se in der Zweit- oder Dritt­klas­sig­keit wie­der­fan­den. Eini­ge die­ser Ver­ei­ne haben sich sel­ber wie­der auf­bau­en kön­nen. Sie haben eigen­stän­dig es geschafft sich für die Bun­des­li­ga zu qua­li­fi­zie­ren. VfB Leip­zig, Han­sa Ros­tock, Ener­gie Cott­bus und Uni­on Ber­lin haben gezeigt wie es geht und auch Dyna­mo Dres­den konn­te sich vier Jah­re in der Bun­des­li­ga hal­ten, ehe sie abge­stie­gen sind. RB Leip­zig hat nichts davon erlebt. Im Gegen­teil. Red Bull hat die Mise­re des Ostens für sich genutzt. Prak­ti­scher­wei­se stand näm­lich ein frisch reno­vier­tes Zen­tral­sta­di­on in Leip­zig, das wenn über­haupt nur für Län­der­spie­le genutzt wur­de. Die größ­ten Kon­kur­ren­ten in der Regi­on? Lok Leip­zig und Che­mie Leip­zig. Bei­des Ver­ei­ne, die im Ama­teur­fuß­ball her­um­düm­peln. Der per­fek­te Ort für ein Fuß­ball­team, wel­ches sug­ge­rie­ren soll­te, wer Red Bull trinkt, ist auto­ma­tisch voll die Sports­ka­no­ne und total gesund.

Any­way, genug auf­ge­regt über die­ses künst­li­che Kon­strukt. Wir haben unse­re eige­nen Pro­ble­me. Zum Bei­spiel, dass wir das Hin­spiel gegen den FC Por­to ver­lo­ren haben oder letz­tes Wochen­en­de ein 2:2 gegen Mainz 05 (Gute Bes­se­rung, Silas!) hin­neh­men muss­ten All­ge­mein konn­ten wir nur eines der letz­ten fünf Spie­le gewin­nen und das war das Spiel gegen dys­funk­tio­na­le Wolfs­bur­ger. Kei­ne Gute Basis für einen erfolg­rei­chen Sai­son-End­spurt. Die nächs­ten Duel­le haben es schließ­lich in sich. Leip­zig, Por­to, Augs­burg (aktu­ell Rück­run­den­drit­ter) und Dort­mund. Wir könn­ten die nächs­ten Wochen eini­ge Big Points sam­meln – oder unse­re Sai­son rui­nie­ren. Ich hof­fe, wir blei­ben den­noch fokus­siert. Denn fuß­bal­le­risch war das nicht so schlecht. Ich blei­be vor­sich­tig opti­mis­tisch, dass wir wie­der die Kur­ve krie­gen kön­nen. Auch weil wir daheim spie­len und im Neckar­sta­di­on in der Bun­des­li­ga uns nur die Bay­ern schla­gen konn­ten. Auch ist die

Personalsituation

Zur Abwechs­lung mal ent­spannt. Bis auf Jova­no­vic sind alle fit.

Mögliche Aufstellung

meineaufstellung.de

Ich blei­be beim 3–5‑2 mit unse­rer bes­ten Elf. Viel­leicht sehen wir Mit­tel­städt statt Füh­rich oder Nar­tey statt El Khan­nouss.

Statistik

Die Bilanz gegen Leip­zig ist aus­bau­fä­hig. In 15 Bun­des­li­ga­du­el­len konn­ten wir drei Mal gewin­nen, zwei Unent­schie­den holen und muss­ten sat­te 10 Nie­der­la­gen hin­neh­men. Im Neckar­sta­di­on sieht es gar nicht mehr so schlimm aus. Dort hol­ten wir die meis­ten Punk­te gegen das Spiel­zeug. Wir gewan­nen zwei der sie­ben Duel­le auf hei­mi­schen Rasen, hol­ten bei­de Unent­schie­den zuhau­se und haben „nur“ drei Spie­le ver­lo­ren. Die letz­ten drei Gast­auf­trit­te des öster­rei­chi­schen Kon­zerns konn­ten wir wett­be­werbs­über­grei­fend gewin­nen. Seit 2022 konn­te Leip­zig bei uns nicht mehr gewin­nen. Bes­ter Spie­ler ist Baum­gart­ner, der mit 10 Toren und 8 Assists die meis­ten Tor­be­tei­li­gun­gen hat. Doch soll­te Baum­gart­ner mal nicht tref­fen, ist Dio­man­de zur Stel­le. Mit eben­falls 10 Toren und sechs Assist steht er Baum­gart­ner in nichts nach. Leip­zig bril­liert vor allem durch Zwei­kampf­stär­ke. Sie haben die meis­ten Zwei­kämp­fe gewon­nen und dabei gleich­zei­tig die wenigs­ten Fouls und gel­be Kar­ten gezo­gen. Offen­siv set­zen Sie wie der VfB auf Ball­be­sitz und ein effek­ti­ves Kurz­pass­spiel, flan­ken aber im Gegen­satz zum VfB sehr wenig.

Fazit

Ein schwe­res Duell gegen ein direk­ten Geg­ner im Kampf um die Cham­pi­ons League und as im Por­to-Sand­wich. Ein Sieg wäre sehr wich­tig, nicht nur für die Tabel­le son­dern auch für das Selbst­ver­trau­en. Ich glau­be aber, wenn über­haupt wird es eine Punk­te­tei­lung geben.

Titel­bild: © Alex Grimm/Getty Images

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