Zum ersten Bundesliga-Heimspiel kommt es zum Wiedersehen mit Borna Sosa und dem 1.FC Köln.
Jetzt geht die Saison für den VfB so richtig los und nach der Klatsche gegen die Bayern können und werden wir das Feld von hinten aufräumen. Zu Beginn kommt der 1. FC Köln, der wie gewohnt eine unruhige Sommerpause hatte. Die ganze Transferposse rund um El Mala, welche mich stark Nick Woltemades Bayern-Nichtwechsel erinnert hat – nur mit dem Unterschied, dass kein Premier League-Club sich in letzter Sekunde für ein Panikkauf entschieden hat. Die Clubs von der Insel haben anscheinend etwas dazugelernt nach dem letzten Sommer. Irgendwie kam kein großartiges Angebot für unsere Leistungsträger. Lediglich Chema ging für eine überraschend geringe Summe.
Jetzt stehen wir hier mit einem fast identischen Kader plus Verstärkungen. Auch wenn Chema fehlen wird, sind wir denke ich stärker geworden als letztes Jahr. Das größte Fragezeichen wird die Torhüter-Position sein und damit meine ich nicht Fabian Bredlow, sondern unser neuer Stammkeeper Dennis Seimen. Bredlow hat gegen die Bayern trotz fünf Gegentreffern einen super Job gemacht und das ganze Panikgeschreie und den Crashout einiger VfB-Fans quasi verstummen lassen.
Das Spiel gegen Köln kommt zur rechten Zeit. Nicht falsch verstehen, ich halte Köln für eine super Mannschaft und hoffe, sie halten dieses Jahr die Klasse. Allerdings sind sie im Vergleich zu dem, was noch kommt, noch relativ schlagbar. Denn danach folgt das erste Champions League-Spiel, sowie die Duelle gegen Hoffenheim und den BVB. Zuversicht gibt mir zudem, dass der Karnevalsverein an René Wagner festhält. Der Nachfolger von Lukas Kwasniok hat kaum jemanden richtig überzeugt und viele Expert*innen sehen ihn als die erste Trainerentlassung. Eine Lame Duck als gegnerischer Trainer ist immer ein gutes Faustpfand und auch wenn gegen Würzburg und Hoffenheim die Spiele gedreht wurden, haben die Kölner spielerisch mich nicht überzeugen können. Naja, vielleicht habe ich auch keine Ahnung und René Wagner führt sie nach Europa.
Aber zuerst müssen sie nach Stuttgart reisen, dort werden sie
Personalsituation
Nicht auf Luca Jaquez, Jeremy Arévalo, Niko Nartey, Daxo Zagadou, Tiago Tomas und Dennis Seimen treffen. Während Jaquez und Arevalo kurz vor der Rückkehr ins Training stehen, sind Nartey, Zagadou, Seimen und seit gestern Tomas längerfristig verletzt und werden hoffentlich nach der Länderspielpause wieder im Einsatz sein.
Mögliche Startelf
Für Assignon kommt das Spiel vielleicht zu früh. Pejcinovic kriegt den Vorzug vor Demirovic, aber sollte Medo starten, würde ich nicht pessimistischer sein. Bredlow spielt weiter für den verletzten Seimen.
Statistik
In 98 Duellen konnten sich die Geisböcke 36 Mal durchsetzen, während die Schwaben 35 Mal gewannen. In Stuttgart gelangen dem 1. FC Köln 14 Siege bei 12 Unentschieden und 23 Niederlagen. Die letzte Bundesliga-Niederlage gegen die Kölner gab es auswärts im Dezember 2021, als Modeste in der 88. Minute den Siegtreffer erzielte. Im Neckarstadion warten die Kölner seit 2015 auf einen Sieg. Damals gewann man am ersten Spieltag gegen Zornigers VfB 3:1. Am Ende stieg der VfB bekannterweise ab.
Fazit
Wir gehen als Favorit in das Spiel und könnten mit einem Sieg den Kölnern einen Gefallen tun, um ihnen schneller einen neuen Trainer zu bescheren. Trotz einer längeren Verletztenliste können wir mit einer wettbewerbsfähigen Elf antreten und müssen und sollten und hoffentlich werden die drei Punkte ziehen.
Titelbild: © Christian Kaspar-Bartke/Getty Images