Rund um das Spiel in Mönchengladbach

Dem VfB bleibt kei­ne Ver­schnauf­pau­se. Gleich am Sonn­tag geht es wei­ter nach West­deutsch­land zu Borus­sia Mön­chen­glad­bach.

Die Geschich­te vom Abstiegs­kan­di­da­ten bis hin zur Cham­pi­ons League ist tat­säch­lich kein Allein­stel­lungs­merk­mal vom VfB. Die Frank­fur­ter haben zwar mit dem Euro­pa­po­kal­sieg den größ­ten Erfolg von allen Phö­nix-Geschich­ten aber die Ein­tracht hat es nicht erfun­den. Nein, in der jün­ge­ren Geschich­te ist das tat­säch­lich den Glad­ba­chern als Ers­tes gelun­gen. Nach­dem Fav­re den Ver­ein in der Rele­ga­ti­on geret­tet hat­te, schaff­ten die Borus­sen den tur­n­around. Sie spiel­ten regel­mä­ßig in der Euro­pa League und durf­ten eben­falls im alt­ehr­wür­di­gen Ber­nabeu antre­ten.

Doch ist die Ent­wick­lung der Glad­ba­cher ein war­nen­des Bei­spiel für den VfB. Mitt­ler­wei­le ist man wie­der im grau­en Mit­tel­feld ange­langt. In den letz­ten Jah­ren wur­de sogar panisch Rich­tung Platz 16 geschaut. Der VfB soll­te genau schau­en was dort schief gelau­fen ist, damit wir nicht sel­ber in die Sta­gna­ti­ons­spi­ra­le rut­schen. Denn im Erfolg macht man bekann­ter­wei­se die größ­ten Feh­ler. Ich bin jetzt nicht qua­li­fi­ziert genug, um genau­es­tens zu ana­ly­sie­ren was dort schief gelau­fen ist, doch eine Sache die mich wirk­lich stört ist die man­geln­de Nach­wuchs­för­de­rung am Neckar. Es klingt komisch, aber der VfB wird qua­si auf­grund der Local Play­er-Rege­lun­gen dazu gezwun­gen Nach­wuchs­spie­ler in den inter­na­tio­na­len Spie­len ein­zu­set­zen und nur des­we­gen konn­ten Spie­ler wie Jar­z­in­ho Malan­ga, Yanik Spalt und Ben­ja­min Boakye über­haupt Ers­te-Mann­schaft-Luft schnup­pern. Das kann wahr­lich nicht der Anspruch sein. Aber das ist kein neu­es Pro­blem für die Jungs aus Cannstatt.

Viel eher haben wir das alt­be­kann­te Pro­blem mit der Chan­cen­ver­wer­tung. Wäh­rend gegen Lever­ku­sen gefühlt jeder Schuss saß und man gegen Frank­furt immer­hin 3 Tore erziel­te, stot­ter­te VfB Motor in den letz­ten zwei Spie­len. Natür­lich sind ein Punkt gegen Uni­on und eine Nie­der­la­ge gegen die AS Roma kein Welt­un­ter­gang, aber das Wie ärger­te einen. Mit ein biss­chen mehr Abschluss­stär­ke hät­ten das genau­so gut zwei Sie­ge sein kön­nen. Ich hof­fe, dass die bei­den Spie­le ein Aus­rut­scher war, denn ein Absturz wie letz­tes Jahr wäre sehr sehr bit­ter für den VfB und ich bezweif­le sehr stark, dass wir wie­der den Pokal gewin­nen wer­den. Stand jetzt sind es elf Punk­te auf Platz 8 und dank die­ses komi­schen Zusatz­plat­zes in der Cham­pi­ons League-Regel wären wir noch auf einem Cham­pi­ons League-Platz. Aller­dings könn­te das in zwei Spie­len wie­der ganz anders aus­se­hen.

Wich­tig dafür ist ein Sieg in Glad­bach. Ein­fa­cher gesagt als getan. Gera­de wenn man bedenkt, dass am Don­ners­tag schon wie­der ein sehr wich­ti­ges Euro­pa­po­kal-Spiel gegen Bern ansteht. Auch hier hof­fe ich, dass der Kopf frei ist und man vol­len Fokus auf die Foh­len gelegt hat.

Personalsituation

Der Ein­satz von Stil­ler und El Khan­nouss ist frag­lich, aber im Bereich des Mög­li­chen. Ansons­ten hat sich zu Don­ners­tag nicht viel geän­dert.

Aufstellung

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Gehen wir davon aus, dass Hoe­neß wie­der die good ol’ Rota­ti­ons­ma­schi­ne anschmeißt. Al-Dak­hil gibt Jeltsch und Hen­driks eine Ver­schnauf­pau­se. El Kha­nouss und Stil­ler dür­fen es sich auf der Bank bequem machen und wären eine Opti­on für die letz­ten 20 Minu­ten.

Statistik

In 107 Bun­des­li­ga-Spie­len führt der VfB mit 45 Sie­gen zu 32 Nie­der­la­gen bei 30 Unent­schie­den. Im Borus­sia-Park bzw. auf dem Bökel­berg konn­te der VfB nur 16 Mal gewin­nen, wäh­rend die Foh­len 21 Mal die drei Punk­te behiel­ten. Die letz­ten drei Duel­le gin­gen alle 3:1 aus. Ein­mal für den VfB und zwei mal für die Glad­ba­cher. Das Hin­spiel konn­te der VfB in Stutt­gart dank eines Che­ma-Kopf­balls mit 1:0 für sich ent­schei­den. Das Duell VfB gegen Glad­bach ver­spricht Tore. Zuletzt gab es 2009 ein tor­lo­ses Unent­schie­den. Dies wur­de ein Jahr spä­ter wie­der gut­ge­macht, als man die Glad­ba­cher, damals unter Front­zeck, mit 7:0 nach Hau­se schick­te.

Fazit

Ein rela­tiv ange­neh­mer Geg­ner zwi­schen zwei wich­ti­gen Euro­pa­po­kal­spie­len. Geht der VfB mit der rich­ti­gen Ernst­haf­tig­keit ins Duell, sind drei Punk­te drin. Ich hof­fe das Spiel gegen Rom liegt nicht zu sehr in den Kno­chen oder ist man mit dem Kopf schon bei Bern.

Titel­bild: © Alex Grimm/Getty Images

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