Rüdiger und (k)ein Ende – Rund um den Brustring am Freitag, 17. Juli 2015

Man merkt wirklich langsam, dass noch Sommerpause ist. In den letzten Tagen gab es über den VfB eigentlich nichts zu berichten. Außer über Antonio Rüdiger.

Die überraschende (Schock- finde ich etwas übertrieben) Nachricht kam am Mittwoch morgen vom VfB: Antonio Rüdiger muss am Meniskus operiert werden und fällt etwa vier Wochen aus. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das auf den Poker um seine nächste Arbeitsstelle auswirkt. Laut Stuttgarter Zeitung hoffen die Interessenten jetzt auf eine niedrigere Ablöse. Gleichzeitig ist es nicht so, dass einer von ihnen (zu denen jetzt angeblich auch Juve zählt, berichtet u.a. Goal.com) sich auf Rüdiger als Neuzugang eingeschossen hat. Das Fazit der StZ: Rüdiger könnte am Ende zwischen allen Stühlen sitzen, auch weil anscheinend viele Berater angeblich in seinem Namen verhandeln. Details zur Verletzung gibt es bei den Stuttgarter Nachrichten, die auch darauf hinweisen, dass es Rüdiger bei einem Verbleib beim VfB bei den Fans sehr schwer hätte.
Das fürchte ich in der Tat auch. Rüdiger war schon in der Vergangenheit kein uneingeschränkter Fan-Liebling, auch wegen seiner wackeligen Abwehrarbeit. Auf der anderen Seite würde er sich bei einem Verbleib wahrscheinlich nochmal extra reinhängen, um sich für die Europameisterschaft im kommenden Jahr zu empfehlen. Sehr lesenswert und auch schon von anderen, beispielsweise Fokus Fussball empfohlen ist der Artikel von Carlos Ubina in der Stuttgarter Zeitung, der sich damit auseinander setzt, wie so ein Transfer zustande kommt. Passend dazu ein Bericht aus der gleichen Zeitung, dass Rüdigers Berater Newcastle abgesagt hat, obwohl diese bereit gewesen seien, die Ablöse zu stemmen. Goldmann Sax verspürt bei Rüdigers Verletzung ein Gschmäckle. Ich gehe nicht davon aus, dass die Verletzung von Rüdiger und Senesie nur vorgeschoben ist. Aber in einem hat er recht: Solange Rüdiger nicht wechselt, sind Dutt die Hände gebunden. Fußballtransfers.com wägt die Möglichkeiten ab, die Dutt hat: Runter im Preis oder Füße stillhalten.

Transfergerüchte

Es hat nur am Rande mit dem VfB zu tun, aber der HSV hat laut fussballtransfers.com Albin Ekdal fürs offensive Mittelfeld verpflichtet. Das bedeutet wahrscheinlich, dass Alexandru Maxim beim VfB bleibt. Oder, dass er zumindest nicht nach Hamburg geht.

Wie Sportal vermeldet, möchte sich Vedad Ibisevic beim VfB durchsetzen. Finde ich grundsätzlich gut, er könnte schließlich auch nichts sagen und einfach seinen Vertrag aussitzen. Ob er jetzt mehr Tore schießt, bleibt abzuwarten, aber grundsätzlich halte ich es für ein positives Signal. Irgendwo habe ich mal einen Artikel über Ibisevics bisheriges Leben und seine Karriere gelesen. Auch und vor allem nach der Lektüre des Artikel wirkt er auf mich nicht wie jemand, der seinen Vertrag aussitzt. Wenn ich ihn finde, verlinke ich ihn noch.

Ehemalige Brustringträger

In der Rheinischen Post gibt es ein Portrait über Sercan Sararer, der bei Fortuna Düsseldorf viel besser zurecht zu kommen scheint, als beim VfB. Unter anderem setzt er seine wilde Seite wohl vor allem auf dem Platz um. Schön für ihn, ich bin trotzdem froh, dass er weg ist.

DFB-Pokal

Ja, die erste Pokalrunde wirft ihre Schatten voraus. Im schleswig-holsteinischen Landespokalfinale, dass jetzt erst stattfand, weil beide Finalisten schon für den DFB-Pokal qualifiziert waren, hat VfB-Gegner Holstein Kiel gegen den VfB Lübeck 1:0 verloren. Die Lübecker spielen übrigens eine Liga tiefer als die Störche. Einen Spielbericht gibts beim NDR.

Testspiele

Der VfB II hat ein Testspiel gegen den Kreisligaverein TSV Affalterbach mit 12:0 gewonnen. Hier geht’s zum Spielbericht.

Auch die erste Mannschaft hat gestern abend ein Testspiel bestritten, gegen den TSV Ilshofen hieß es am Ende 13:0. Daniel Didavi erzielte drei Tore. Zusammenfassung gibt’s beim kicker. Der Informationswert ist wohl für Zorniger höher als für Außenstehende, daher nur in dieser Kürze. Nur noch das: Mart Ristl trat gestern Abend in seiner Heimat an, das Hohenloher Tagblatt berichtet.

Für das Testspiel gegen Manchester City am 1. August gibt es Sonderkonditionen für Dauerkarteninhaber (VfB.de)

Vermischtes

Die Stuttgarter Nachrichten haben Günther Schäfer sehr lesenswert portraitiert. Spox.com stellt Emilano Insua vor, der schon bei mehreren europäischen Vereinen gespielt hat. Ein Spieler, der immer kurz vorm Durchbruch stand und es nie so richtig schaffte. Hoffen wir mal, dass es beim VfB klappt. Toto-Lotto ist neuer Sponsor beim VfB. Ich finde Glücksspiel-Werbung ja immer so ein bisschen bedenklich, vor allem der Unterschied, der zwischen staatlichen und privaten Wettanbietern gemacht wird.

Lennart kommt aus der Nähe von Kassel, lebt mittlerweile in Darmstadt und ist seit den späten 90ern, etwa seit dem Pokalsieg 1997, treu ergebener Fan des roten Brustrings. In weiser Voraussicht kaufte er sich im Sommer 2006 ein Trikot von Fernando Meira. Seit 2005 ist er auch VfB-Mitglied, seit 2006 ist er Mitglied des offiziellen Fanclubs VfB-Supporters Hessen, außerdem Besitzer einer Heim- und Auswärtsdauerkarte. Auf Twitter findet Ihr ihn unter @l_sauerwald.

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  • Beobachter

    “Ich finde Glücksspiel-Werbung ja immer so ein bisschen bedenklich, vor allem der Unterschied, der zwischen staatlichen und privaten Wettanbietern gemacht wird.”

    Zum Glücksspiel generell kann man sicher kritisch stehen. Privat oder staatlich spielt aber doch eine große Rolle, da der Profit bei den einen in der Tasche eines internationalen Unternehmens landet, bei den anderen aber u. a. auch soziale Projekte hier vor Ort gefördert werden. Das macht das Suchtrisiko nicht geringer, aber wenigstens profitiert irgendwie auch ein bisschen die Allgemeinheit davon.

    Übrigens: Informativer Blog!

    • Lennart

      Zunächst: Danke fürs Lob. 🙂

      Stimmt natürlich, wenn die Erlöse aus staatlichem Glücksspiel sozialen Zwecken zugute kommen. Hatte ich jetzt nicht im ersten Moment dran gedacht. Ich fühlte mich nur an die Diskussion um bwin und das Trikotsponsoring erinnert.

  • ein Informierter

    Stichwort “soziale Zwecke”…beispielsweisewird mit den staatlichen Lottogeldern der Denkmalpflege unter die Arme gegriffen…das freut den Archäologen.

    • Lennart

      Das ist in der Tat ein sehr ehrenwerter Zweck. Bin überzeugt. 🙂

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